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Konzeptioneller Mietwohnungsbau


Gegen steigende Grundstückspreise und für stabile Mieten

Als Maßnahme gegen steigende Grundstückspreise und für stabilere Mieten hat die Landeshauptstadt München 2013 den Konzeptionellen Mietwohnungsbau (KMB) eingeführt. Mittlerweile sind mehr als 1.500 Wohnungen an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet bereits bezogen, im Bau oder in Planung.

So funktioniert der Konzeptionelle Mietwohnungsbau

Mit dem KMB reagiert die Landeshauptstadt München auf den angespannten Münchner Wohnungsmarkt und unterstützt den Bau von preisgedämpften, freifinanzierten Mietwohnungen für Haushalte, deren Einkommen oberhalb der Grenzen der Wohnraumförderprogramme liegen.

Bei der Vergabe von Grundstücken verzichtet die Landeshauptstadt München auf einen Preiswettbewerb und vergibt die Flächen zum aktuellen Verkehrswert. Dieser fällt niedriger aus, weil das städtische Bewertungsamt ihn unter Berücksichtigung von Bindungen ermittelt. Den Zuschlag erhält der Bewerber, der im Ausschreibungsverfahren das überzeugendste Konzept liefert („Konzeptausschreibung").

Die dauerhafte Einführung des KMB ist ein wichtiger Baustein des wohnungspolitischen Handlungsprogramms „Wohnen in München VI“, das der Stadtrat 2016 beschlossen hat.

Bindungen

Im KMB sind verbindliche Vorgaben und Bindungen der Landeshauptstadt München einzuhalten. Diese betreffen sowohl den Ausstattungsstandard und die Wohnungsgrößen als auch konkrete Vorgaben zu einer angemessenen Belegung für mindestens 60 Jahre.

Von besonderer Bedeutung ist die Begrenzung der Erstvermietungsmieten und der Mieterhöhungsmöglichkeiten. Die Erstvermietungsmieten liegen derzeit in Abhängigkeit von der Lage im Stadtgebiet zwischen 12 und 14,50 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Die festgelegte Miete darf erstmalig nach Ablauf der ersten fünf Jahre auf Basis des Lebenshaltungskostenindex angepasst werden. Im Falle von Modernisierungen stellt die Begrenzung der Grundmiete (Nettokaltmiete) auf die Höhe der ortsüblichen Vergleichsmiete einen zusätzlichen Schutz für die Mieterinnen und Mieter dar.

Bewahrung der "Münchner Mischung"

Der Konzeptionelle Mietwohnungsbau ist kein Förderprogramm, sondern greift ausschließlich beim Bau von preisgedämpften, freifinanzierten Mietwohnungen. Denn die „Münchner Mischung", also die breite Streuung verschiedener Einkommensgruppen in einem Wohngebiet, soll erhalten bleiben: In München sind deshalb 50 Prozent der städtischen Wohnbauflächen für den geförderten und 40 Prozent für den konzeptionellen Mietwohnungsbau vorgesehen. Die dort entstehenden Wohnungen sind in erster Linie für Haushalte gedacht, die von Förderprogrammen wie dem „München Modell" knapp nicht mehr erfasst werden. Die übrigen zehn Prozent sind für Baugemeinschaften vorgesehen.

Wo wird gebaut?

Die Wohnungsbauvorhaben befinden sich im ganzen Stadtgebiet und werden von traditionellen Bauträgern, Baugenossenschaften sowie den städtischen Wohnungsbaugesellschaften GWG und GEWOFAG umgesetzt. Momentan (Stand: Januar 2019) realisiert die GEWOFAG ein umfangreiches Projekt an der Carl-Wery-Straße in Neuperlach mit über 300 Mietwohnungen, davon rund 200 im KMB. Darüber hinaus entstehen im Prinz-Eugen-Park auf einem ehemaligen Kasernengelände rund 530 Wohnungen im KMB. Ende 2018 wurden sechs Grundstücke im neuen Stadtteil Freiham für den genossenschaftlichen Wohnungsbau vergeben. Auch hier werden 2020 mindestens 120 Wohnungen im KMB gebaut.

2019 sollen weitere Flächen, zu großen Teilen im Erbbaurecht, im Konzeptionellen Mietwohnungsbau an Bauträger und Baugenossenschaften vergeben werden: Unter anderem sind rund 150 Wohnungen im Kreativquartier und 600 bis 700 Wohnungen in weiteren Bauvorhaben in Freiham vorgesehen.

Dialog mit der Immobilienwirtschaft

Der mittlerweile etablierte KMB wird regelmäßig evaluiert. Nach wie vor legt die Landeshauptstadt München daher großen Wert auf den Dialog mit interessierten Akteuren am Wohnungsmarkt, so dass bei Bedarf auf veränderte Marktbedingungen reagiert und der KMB angepasst werden kann.

Wie finde ich eine Wohnung?

Die Wohnungen werden von den Bauherren direkt vermietet. Angebote finden Sie über den Mietwohnungsmarkt in Zeitungen und im Internet.

Grundstücksausschreibungen

Grundstücksausschreibungen für Bauträger, Investoren und Baugenossenschaften finden Sie hier.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtsanierung
und Wohnungsbau

Blumenstraße 31
80331 München