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Regionale Wohnungsbaukonferenz 2015


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Nachbericht der Veranstaltung am 18. März 2015

Als „ersten Schritt zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen der Landeshauptstadt München und den Umland-Kommunen“ hat Oberbürgermeister Dieter Reiter am 18. März 2015 zu einer Regionalen Wohnungsbaukonferenz eingeladen.

Mehr als 400 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Vereinen diskutierten im Saal des Alten Rathauses über die Herausforderungen der Zukunft.

Weil nicht nur München, sondern auch weite Teile der Region in den kommenden Jahren stark wachsen, muss mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. Es wird vor allem aber auch darum gehen, mit den immer stärker werdenden Pendlerströmen umzugehen und ausreichend Schulen zu bauen. „Die regionale Zusammenarbeit ist dabei eine politische Notwendigkeit“, sagte Oberbürgermeister Reiter. Ein besonderes Interesse haben Stadt und Region an der „Erhaltung des gemeinsamen Grüngürtels und der Landschaft – auch und gerade unter den Rahmenbedingungen des Wachstums“, so Stadtbaurätin Prof. Dr.(I) Elisabeth Merk.

Vorbildliche Zusammenarbeit im Würmtal

Bei der gut vierstündigen Konferenz wurden einerseits Projekte vorgestellt, bei denen die interkommunale Zusammenarbeit schon gut funktioniert. So zum Beispiel beim Raumordnerischen Entwicklungskonzept München Südwest, bei dem die Stadt München gemeinsam mit sieben Kommunen des Würmtals eine gemeinsame Strategie zu den Themenfeldern Wohnen, Arbeiten, Mobilität und Freiraum entwickelt hat, und das die Gautinger Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger präsentierte. Zum anderen ging es um Bereiche, in denen besonders dringender Handlungsbedarf besteht, etwa beim Ausbau der Verkehrswege im Münchner Norden, für den Dr. Herbert Grebenc von der BMW AG und der Dachauer Landrat Stefan Löwl ein umfassendes Gesamtkonzept forderten.

Busse nach Berlin

Auch in anderen Beiträgen wurde deutlich, dass das Thema Wohnungsbau stark mit der verkehrlichen Infrastruktur zusammenhängt und stärker im Zusammenhang betrachtet werden muss: Die Rosenheimer Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer appellierte dafür, in Berlin für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in der Metropolregion München zu kämpfen, denn nicht nur strukturschwache, sondern auch wachsende Räume bedürften Unterstützung seitens der Bundes- und Landes-Politik, um ihre Herausforderungen zu bewältigen. Alexander Freitag, Geschäftsführer des Münchner Verkehrsverbundes (MVV), machte deutlich, wie wichtig die zweite Stammstrecke nicht nur für München, sondern für ganz Südbayern sei. Christian Breu vom Regionalen Planungsverband München brachte das Thema Radschnellwege als interkommunales Thema in die Diskussion ein.

Herausforderungen in Erding

Der Fürstenfeldbrucker Landrat Thomas Karmasin erläuterte den Aktionsplan seines Landkreises zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, zeigte aber auch auf, dass sich die Region mit den Grenzen des Wachstums und der Zeit danach auseinandersetzen muss. Welchen Herausforderungen sich die Stadt Erding bei der Umwandlung ihrer 365 Hektar großen militärischen Konversionsflächen gegenübersieht, berichtete Oberbürgermeister Max Gotz. Münchens dritte Bürgermeisterin Christine Strobl stellte die Münchner Schulbauoffensive vor und plädierte, genau wie Christoph Göbel, Landrat des Landkreises München, für mehr interkommunale Zusammenarbeit in diesem Bereich. Lutz Heese, Präsident der Bayerischen Architektenkammer, sprach die Ängste der Bevölkerung vor Verdichtung und Zuzug an und bot an, mit der Stadt München Best-Practice-Beispiele für verträgliche Baustrukturen zusammenzustellen, was Oberbürgermeister Reiter ausdrücklich begrüßte. Auch zahlreiche andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer meldeten sich zu Wort und brachten ihre Ideen ein.

2016 soll die nächste Konferenz stattfinden

Oberbürgermeister Reiter, der zugleich Vorsitzender des Regionalen Planungsverbands München ist, zeigte sich mit der Veranstaltung zufrieden. Er sicherte bei zahlreichen Projekten seine volle Unterstützung zu, so etwa bei Kooperationen nach dem Vorbild des Münchner Südwestens, der schnellen Verwirklichung von Fahrradschnellwegen und der Verbesserung planungsrechtlicher Voraussetzungen. Den Vorschlag von Oberbürgermeisterin Bauer will Reiter aufgreifen und noch im Herbst 2015 eine Fahrt nach Berlin organisieren, um den verkehrlichen Forderungen der Metropolregion auf Bundesebene Nachdruck zu verleihen. Der Oberbürgermeister appellierte an alle Teilnehmenden, ihre Planungen frühzeitig abzustimmen, lokale Bauvorschriften zu überdenken und Modelle wie die sozialgerechte Bodennutzung in Betracht zu ziehen.

Um sich zu den konkreten Fortschritten der angestoßenen Projekte und weiteren Handlungsfeldern auszutauschen, soll im Frühjahr 2016 die nächste Regionale Wohnungsbaukonferenz stattfinden. Petra Fröschl

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