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Wiesn 2017


Lebkuchenherzen  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© München Tourismus

Empfehlungen des Stadtjugendamtes für Familien

Für einen Besuch auf der Wiesn mit Kleinkindern und Kindern sind die Mittagszeit und der frühe Nachmittag besonders zu empfehlen. Hier entzerren sich erfahrungsgemäß die Besucherströme. Von Besuchen am Wochenende ist abzuraten. Zum Stillen und Wickeln kann man sich in die Jugendschutz- und Kinderfundstelle im Servicezentrum zurückziehen (Eingang „Festleitung” hinter dem  Schottenhamel-Zelt). Täglich zwischen 10 und 17 Uhr wird die Kinderfundstelle vom Frauensozialdienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) betreut. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des  Stadtjugendamtes/Jugendschutz sind von 17 bis 23 Uhr für die Eltern und ihre Kinder da. Sollte ein Kind verloren gegangen sein, kann in der Jugendschutz- und Kinderfundstelle (Telefon 2 33–8 28 21 oder Jugendschutz-Stelle 2 33–8 28 20) nachgefragt werden, ob es sich dort befindet, oder dies dort melden. Kinder, die ihre Eltern nicht mehr finden, sollen am besten Schausteller, Zeltpersonal,  Ordnungsdienste oder die Polizei ansprechen. Sie werden dann zur Jugendschutz- und Kinderfundstelle gebracht.

Ein Tipp: mit dem Kind einen Treffpunkt vereinbaren, falls man sich verlieren sollte. Völlig ungeeignet dafür sind die Bavaria, das Riesenrad oder der Haupteingang. Dort herrscht stets ein  unübersichtliches Gedränge. Geeignet als Treffpunkt sind zum Beispiel die Jugendschutz- und Kinderfundstelle im Servicezentrum oder die sogenannten Wiesn-Treffpunkte. Es empfiehlt sich, am Anfang des Wiesnbummels gemeinsam dorthin zu gehen, um sich die Treffpunkte einzuprägen. Außerdem sollte ein eingeschaltetes Mobilfunkgerät mitgeführt werden, damit eine rasche Kontaktaufnahme zu den Begleitpersonen möglich ist. Sehr bewährt hat sich, den Kindern einen Zettel mit Telefonnummern, unter denen die Eltern beziehungsweise Angehörige sicher erreichbar sind, mitzugeben oder dem Kind
die Mobilfunknummer auf den Arm zu schreiben.

Hinsichtlich des Jugendschutz-Gesetzes (JuSchG) sowie der Oktoberfest-Verordnung (OktoberfestVO) gelten auf der Wiesn folgende Regeln:

  • Der Besuch eines Bierzeltes ist Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren nur in Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person gestattet.
  • Kindern unter sechs Jahren ist der Aufenthalt in Bierzelten ab 20 Uhr – auch in Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person – untersagt.
  • Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren ist der Aufenthalt auf der gesamten Festwiese nach 20 Uhr nur in Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person gestattet.
  • Das Mitbringen von Glasflaschen auf das Festgelände ist nicht gestattet.
  • Der Ausschank von Alkohol an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ist nicht erlaubt. Ebenso ist ihnen der Konsum nicht zu gestatten.
  • Ab 16 Jahren ist der Konsum von Bier, Wein und Sekt gestattet.
  • Der Ausschank von branntweinhaltigen Getränken (Schnaps, Cocktails, Wodka und ähnliches) an Jugendliche unter 18 Jahren ist nicht erlaubt. Ebenso ist der Konsum nicht zu gestatten.
  • Ausschank und Verkauf von Alcopops sind auf der Wiesn generell verboten.
  • An Jugendliche unter 18 Jahren dürfen keine Tabakwaren verkauft werden. Auch das Rauchen in der Öffentlichkeit ist Jugendlichen untersagt.


Im Service-Zentrum steht den Besucherinnen und Besuchern zudem wieder die Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ zur Verfügung, um in Not geratene Frauen und Mädchen zu unterstützen. Die „Sichere Wiesn“ setzt sich für den Schutz von Mädchen und Frauen ein, um deren Oktoberfestbesuch sicherer zu machen, und setzt ein Zeichen, dass sexualisierte Gewalt nicht geduldet wird. Die Aktion wurde 2003 von den Organisationen AMYNA e.V., IMMA e.V. und dem Frauennotruf München gegründet.


Mit über sechs Millionen Besuchern zählt das Münchner Oktoberfest zum größten und beliebtesten Volksfest der Welt. Tradition, Genuss und Spaß sind die herausragenden Werte des Oktoberfestes. Doch die Schattenseite ist leider auch, dass Jahr für Jahr auf der Wiesn (und im Umkreis) sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen zu beklagen sind. Im Umfeld der Theresienwiese sind deshalb an Freitagen und Samstagen jeweils Condrobs-Streetworkerinnen und -Streetworker unterwegs. Sonst auf der sogenannten Münchner „Partymeile“ eingesetzt, stehen sie den jungen Wiesngästen mit Präventions- und Unterstützungsangeboten vor Ort zur Seite. Ergänzend dazu sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projektes „WiesnGentleman“ von Condrobs e.V. täglich von 15 bis 19 Uhr am „Partymeilenbus“ präsent. Sie sprechen vor allem männliche Wiesn-Gäste an, die persönlichen Grenzen anderer Gäste zu respektieren und sich für ein friedliches Fest stark zu machen.