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Gesundheit


    Ärztliche Behandlung von Flüchtlingen  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    © Gina Sanders - fotolia

    Gesundheitliche Vorsorge und Schutz vor Infektionen

    Gesundheitliche Vorsorge und medizinische Betreuung der Flüchtlinge

    Die städtische Gesundheitsbehörde (Referat für Gesundheit und Umwelt, RGU) untersucht alle in München neu ankommenden Flüchtlinge auf verschiedene Infektionskrankheiten einschließlich Tuberkulose. Im Falle positiver Ergebnisse im Rahmen der Erstuntersuchung werden Betroffene unter den notwendigen Vorkehrungen des Infektionsschutzes umgehend zur Behandlung in ein Krankenhaus verlegt und erst nach erfolgreicher Therapie entlassen.

    Erkrankungen wie Krätze- oder Läusebefall kommen bei Flüchtlingen, Asylbewerberinnen und Asylbewerbern gelegentlich vor und sind begründet in den sehr schwierigen Lebensbedingungen auf der oft viele Wochen und Monate dauernden Flucht. Diese Erkrankungen sind bei uns gut behandelbar. Im Rahmen des medizinischen Erstscreenings wird eine entsprechende Therapie eingeleitet.

    ► Weitere Informationen zu Infektionskrankheiten finden Sie unter: www.muenchen.de/infektionen

    Zusätzlich zu den Untersuchungen erhalten Flüchtlinge eine mehrsprachige Aufklärung und Beratung über empfohlene Impfungen.

    Das RGU unterhält außerdem einen aufsuchenden Dienst von Familienhebammen sowie Gesundheits- und Krankenpflegerinnen/Krankenpflegern für Kinder und Erwachsene. Dieser aufsuchende Dienst besucht Familien in den Unterkünften und stellt eine wichtige Brücke in die medizinische Regelversorgung dar.

    Zudem finanziert das RGU einen Dolmetscherdienst, der den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch allen vom RGU bezuschussten Einrichtungen kostenfrei zu Verfügung steht.

    Schutz vor Infektionen für Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie Bürgerinnen und Bürger

    Überall, wo Menschen auf engem Raum zusammen sind, sei es in Schulen, Kindergärten, vollen U-Bahnen oder auch  Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge, können sich bestimmte Krankheiten schneller verbreiten. Das betrifft vor allem sehr ansteckende Infektionen wie Windpocken, Masern und aktuell Influenza. Gegen diese bietet eine Impfung, die von den Krankenkassen übernommen wird, den wirksamsten Schutz. Bitte lassen Sie daher sicherheitshalber Ihren Impfschutz überprüfen.

    Andere Erkrankungen spielen auf Grund ihrer Übertragungswege bei der ehrenamtlichen Tätigkeit und im allgemeinen Umgang mit Flüchtlingen keine Rolle, hierzu gehören zum Beispiel HIV und die infektiöse Gelbsucht (Hepatitis A und B), wobei auch gegen letztere ein wirksamer Impfstoff zur Verfügung steht.

    Erkrankungen wie Krätze- oder Läusebefall kommen bei Flüchtlingen, Asylbewerberinnen und Asylbewerbern gelegentlich vor und sind begründet in den sehr schwierigen Lebensbedingungen auf der oft. viele Wochen und Monate dauernden Flucht. Diese Erkrankungen sind bei uns gut behandelbar. Eine entsprechende Therapie wird im Rahmen des medizinischen Erstscreenings, das allen Flüchtlingen unmittelbar nach der Ankunft in München angeboten wird, eingeleitet. Eine Ansteckungsgefahr besteht für Helfer aber nur bei direktem Körperkontakt.

    Die Lungentuberkulose ist in einigen Ländern der Welt noch häufiger anzutreffen. In Einzelfällen kommen Flüchtlinge mit dieser Erkrankung auch nach Deutschland. Im Rahmen einer gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchung werden alle Asylbewerberinnen und Asylbewerber auf diese Krankheit untersucht. Diejenigen, bei denen eine solche Erkrankung nachgewiesen ist, werden sofort in eine Klinik eingewiesen und dort behandelt. Für Helfende besteht also kein Risiko einer Ansteckung.