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Daten zu in München untergebrachten Flüchtlingen


    Entwicklung der Flüchtlingszahlen in Münchener Unterkünften (Stand 6/2017)  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    Entwicklung der Flüchtlingszahlen in Münchner Unterkünften

    Entwicklung der Flüchtlingszahl

    Zum Stand Ende Juni 2017 liegen Daten zu insgesamt 8.058 Flüchtlingen in München vor: 755 in den Münchner Erstaufnahmestellen  Bayernkaserne und deren Münchner Dependancen (Funkkaserne, St.-Veit-Straße, McGraw-Kaserne und Am Moosfeld), 2.741 in staatlichen Flüchtlingsunterkünften und 4.562 in der Kommunalen Flüchtlingsunterbringung. Nicht enthalten sind Angaben zu den 1.670 unbegleiteten Minderjährigen Flüchtlingen in Zuständigkeit der Landeshauptstadt München.

    Damit ist die Zahl der in München untergebrachten Flüchtlinge seit Mitte 2016 rückläufig. Insbesondere ging die Zahl der Flüchtlinge in den Münchner Erstaufnahmestellen deutlich zurück, während die Anzahl der Personen in den staatlichen und kommunalen Gemeinschaftsunterkünften zwar stetig aber wesentlich langsamer abnimmt.

    Ein großer Teil der in München untergebrachten Flüchtlinge kommt aus Ländern, bei denen die Bearbeitung von Asylanträgen oft sehr lange Zeit in Anspruch nimmt, wie Afghanistan und Nigeria, und die zum Teil geringe Anerkennungsquoten aufweisen (Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge). Dagegen werden Anträge von Asylwerbern aus den sogenannten 'A'-Ländern vorrangig bearbeitet und versprechen mehr Aussicht auf Erfolg. Hierzu zählen Syrien, Eritrea, Iran und der Irak.

    Dass entsprechend ein großer Teil der untergebrachten Flüchtlinge voraussichtlich lange in Unterkünften leben wird, stellt eine besondere Herausforderung für die Landeshauptstadt München dar.

    Grafik über die Hauptherkunftsländer der Flüchtlinge in Münchner Unterkünften (Stand 6/2017)  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    © Sozialreferat München

    Herkunftsländer

    Stand Juni 2017

    Afghanistan: 2040
    Nigeria: 1568
    Syrien: 1008
    Irak: 639
    Somalia: 512
    Pakistan: 422
    Eritrea: 306
    Iran: 242
    Sierra Leone: 206
    Senegal: 134
    Sonstige: 981

    Insgesamt sind in der Flüchtlingsunterbringung 66 Nationalitäten vertreten, das Gros der Flüchtlinge kommt aus Afghanistan, Syrien, Nigeria, dem Irak, Somalia und Pakistan – 77 Prozent der Flüchtlinge in Münchner Unterkünften verfügen über eine dieser Staatsangehörigkeiten.

    Flüchtlinge in Münchner Unterkünften nach Geschlecht (Stand 6/2017)  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

    Geschlecht

    Im Juni 2017 befanden sich in den Münchner Unterkünften 5421 Männer und 2637 Frauen.

    Hier zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen den 10 häufigsten Nationalitäten: 94% der in München untergebrachten Flüchtlinge aus Pakistan sind Männer, dagegen sind 47% der in Münchner Unterkünften lebenden Flüchtlinge aus Nigeria, 46% der Flüchtlinge aus Eritrea und 37% der aus dem Irak Geflohenen Frauen.

    Münchner Bündnis für Toleranz  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    © Münchner Bündnis für Toleranz

    München heißt Flüchtlinge willkommen!

    München ist eine tolerante Weltstadt mit Herz. Knapp 40 Prozent der Münchnerinnen und Münchner haben Migrationshintergrund, die Stadt lebt von Zuzug und entfaltet so ihre besondere Dynamik.

    Die anhaltenden gewaltsamen Konflikte in Afghanistan, Syrien und anderen Ländern haben zu einer rasch wachsenden humanitären Krise geführt. Zahlreiche Menschen sind gezwungen, ihre Heimatländer zu verlassen und sich auf einen schwierigen, ungewissen Weg in andere Länder zu machen.
    Ein großer Teil der Flüchtlinge wurde Opfer von Gewalttaten und hat Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn verloren. Diese Menschen sind dringend auf unsere Hilfe angewiesen.

    Die im Münchner Bündnis für Toleranz vertretene Zivilgesellschaft steht uneingeschränkt hinter der Aufnahme von Flüchtlingen. Sie unterstützt die Stadtspitze in ihrem Kurs, sich gemeinsam der Verantwortung zu stellen, Flüchtlingen und Asylsuchenden eine sichere Unterbringung zu ermöglichen. Zivilgesellschaftliches Engagement von Bezirksausschüssen, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Vereinen, Institutionen und Bürgerinnen und Bürgern, die für Solidarität und die vielfältige Unterstützung der Flüchtlingsfamilien sorgen wollen, ist nachhaltig zu unterstützen.