Top
Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Daten zu in München untergebrachten Flüchtlingen


    Entwicklung der Flüchtlingszahlen in Münchener Unterkünften (Stand 12/2017)  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    Entwicklung der Flüchtlingszahlen in Münchner Unterkünften

    Entwicklung der Flüchtlingszahl

    Zum Stand Ende Dezember 2017 liegen Daten zu insgesamt 7.631 Flüchtlingen in München vor: 730 in den Münchner Erstaufnahmestellen Funkkaserne, Lotte-Branz-Straße, Karltraße und McGraw-Kaserne, 2.646 in staatlichen Flüchtlingsunterkünften (darunter 1.136 sogenannte Fehlbeleger) und 4.255 (darunter 1.696 so genannte Statuswechsler) in der Kommunalen Flüchtlingsunterbringung. Nicht enthalten sind Angaben zu den (1.400) unbegleiteten Minderjährigen Flüchtlingen in Zuständigkeit der Landeshauptstadt München.

    Damit nähert sich die Anzahl der Menschen in der Münchner Flüchtlingsunterbringung nach einem Höhepunkt im September 2016 und seitdem einem stetigen Rückgang wieder dem Stand von Dezember 2015 an, in dem erstmals differenzierte Daten zu den München
    untergebrachten Geflüchteten erhoben wurden.

    Ein großer Teil der in München untergebrachten Flüchtlinge kommt aus Ländern, bei denen die Bearbeitung von Asylanträgen oft sehr lange Zeit in Anspruch nimmt, wie Afghanistan und Nigeria. Zudem haben diese Geflohenen eine relativ geringe Chance auf Anerkennung –
    derzeit liegen die Schutzquoten von Asylbewerbern aus Nigeria bei ca. 20% und bei denen aus Afghanistan bei 38%.
    Dagegen wurden Anträge von Asylwerbern aus den sogenannten 'A'-Ländern vorrangig bearbeitet und führen zu einem deutlich höheren Anteil zu positiven Bescheiden. Hierzu zählen Syrien (Schutzquote 83%) , Eritrea (85%), Iran und der Irak. Entsprechend handelt es
    sich inzwischen bei einem Großteil der untergebrachten Geflüchteten aus diesen Ländern um sogenannte Statuswechsler bzw. Fehlbeleger, also um Personen, die eigentlich aus den Unterkünften ausziehen sollten, denen dies aber auf dem Münchner Wohnungsmarkt nicht
    möglich ist.

    Grafik über die Hauptherkunftsländer der Flüchtlinge in Münchner Unterkünften (Stand 12/2017)  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    © Sozialreferat München

    Herkunftsländer

    Stand Dezember 2017

    Afghanistan: 2034
    Nigeria: 1576
    Syrien: 817
    Irak: 575
    Somalia: 492
    Pakistan: 4376
    Eritrea: 254
    Iran: 214
    Sierra Leone: 196
    Senegal: 127
    Sonstige: 970

    Insgesamt sind in der Flüchtlingsunterbringung 65 Nationalitäten vertreten, das Gros der Flüchtlinge kommt aus Afghanistan, Syrien, Nigeria, dem Irak, Somalia und Pakistan – 77 Prozent der Flüchtlinge in Münchner Unterkünften verfügen über eine dieser Staatsangehörigkeiten.

    Flüchtlinge in Münchner Unterkünften nach Geschlecht (Stand 12/2017)  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

    Geschlecht

    Im Dezember 2017 befanden sich in den Münchner Unterkünften 5050 Männer und 2581 Frauen.

    Dabei ist der Anteil der Frauen insbesondere bei Geflohenen aus Nigeria (48%) vergleichsweise hoch und bei denen aus Pakistan (7%) sehr niedrig.
    Mehr als zwei Drittel (68%) aller in Münchner Unterkünften lebenden Flüchtlinge ist zwischen 18 und 44 Jahre alt, bei 25% handelt es sich um Minderjährige.

    Weitere Daten zu in München untergebrachten Flüchtlingen

    Münchner Bündnis für Toleranz  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    © Münchner Bündnis für Toleranz

    München heißt Flüchtlinge willkommen!

    München ist eine tolerante Weltstadt mit Herz. Knapp 40 Prozent der Münchnerinnen und Münchner haben Migrationshintergrund, die Stadt lebt von Zuzug und entfaltet so ihre besondere Dynamik.

    Die anhaltenden gewaltsamen Konflikte in Afghanistan, Syrien und anderen Ländern haben zu einer rasch wachsenden humanitären Krise geführt. Zahlreiche Menschen sind gezwungen, ihre Heimatländer zu verlassen und sich auf einen schwierigen, ungewissen Weg in andere Länder zu machen.
    Ein großer Teil der Flüchtlinge wurde Opfer von Gewalttaten und hat Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn verloren. Diese Menschen sind dringend auf unsere Hilfe angewiesen.

    Die im Münchner Bündnis für Toleranz vertretene Zivilgesellschaft steht uneingeschränkt hinter der Aufnahme von Flüchtlingen. Sie unterstützt die Stadtspitze in ihrem Kurs, sich gemeinsam der Verantwortung zu stellen, Flüchtlingen und Asylsuchenden eine sichere Unterbringung zu ermöglichen. Zivilgesellschaftliches Engagement von Bezirksausschüssen, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Vereinen, Institutionen und Bürgerinnen und Bürgern, die für Solidarität und die vielfältige Unterstützung der Flüchtlingsfamilien sorgen wollen, ist nachhaltig zu unterstützen.