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Kinofilme und DVD`s – Was bedeutet das Zeichen „freigegeben ab …“?


Titelbild der Broschür: Freigeben ab...  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Allgemeine Informationen

Kino- und Videofilme müssen laut Jugendschutzgesetz (JuSchG) mit einer Altersfreigabe gekennzeichnet werden. Man verwendet farbige Symbole, die z.B. auf der DVD-Hülle in einer vorgeschriebenen Mindestgröße deutlich sichtbar sein müssen.
 

Es gibt fünf verschiedene Einstufungen:

"Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß §14 JuSchG"

"Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG"

"Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG"

"Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG"

"Keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG"
 

Die Freigaben legen allerdings nur das Mindestalter fest, das ein Kind haben sollte, um einen Film anzusehen, ohne aus Sicht des Jugendschutzes Schaden zu nehmen. Sie sagen nichts darüber aus, ob der Inhalt des Films für das Alter auch tatsächlich geeignet ist. Die Alterskennzeichen sind also keine pädagogische Empfehlung, Sie, als Eltern, sollten sich daher nicht auf die Kennzeichnung verlassen, sondern den Inhalt der Filme selbst kennen.

 

Im Handel dürfen Filme mit beispielsweise einer Altersfreigabe ab 16 Jahren, nicht an jüngere Kinder verkauft werden. Auch Kinobetreiber sind beim Einlass ins Kino verpflichtet, sich nach diesen gesetzlich bindenden Freigaben zu richten, auch wenn die Eltern dabei sind.
 

Eine Ausnahme gibt es allerdings: In Anwesenheit einer personensorgeberechtigten Person dürfen bereits Kinder ab 6 Jahren Filme mit der FSK-Freigabe „ab 12 Jahren“ anschauen.
 

Versuchen Sie einzuschätzen, bevor Sie mit Ihren Kindern ins Kino gehen oder eine DVD anschauen, wie die Eindrücke des Films, die Handlung, die Lautstärke, die schnelle Bilderfolge etc.... auf Ihr Kind wirken werden
 

  • ob es wohl eher ängstlich reagiert oder

  • vielleicht schon viel Filmerfahrung hat

  • ob es dem Lauf der Geschichte überhaupt folgen kann und

  • der Film seiner Erfahrungswelt entspricht

Wenn Sie den Film selbst noch nicht gesehen haben, gibt es verschiedene Möglichkeiten sich zu informieren:
 

  • Sie können sich in der Tagespresse über neue Kinofilme informieren; dort finden Sie meist ausführliche Kritiken

  • im Kino selbst gibt es Kritiken und Beschreibungen der aktuellen Filme

  • in speziellen Film- und Kinozeitschriften, wie z.B. dem „Filmdienst“ finden Sie Altersempfehlungen sowie im Internet unter www.filmdienst.de

  • die Fachstelle für Jugendschutz und Medienpädagogik im Stadtjugendamt München hilft Ihnen ebenfalls gerne weiter

Werbefilme und Trailer, die im Vorspann gezeigt werden, müssen die gleiche von der FSK erlassene Altersfreigabe haben wie der Hauptfilm. Gemäß dem Jugendschutzgesetz darf Alkohol- und Zigarettenwerbung erst nach 18.00 Uhr gezeigt werden. Erkundigen Sie sich am Besten vor dem Kinobesuch über die Länge und die Art des Vorspanns und entscheiden Sie dann, in welchem Kino Sie den Film anschauen und ob es möglich ist, den Platz erst zum Hauptfilm einzunehmen.

Broschüre zum Thema: