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Münchner Mädchen und Jungen mischen mit - Kinderbeteiligung


    Kinder haben ein Recht auf Beteiligung!

    Partizipation ist ein Kinderrecht und ein Grundprinzip der UN-Kinderrechtskonvention. Kinder haben ein Recht auf Meinungsäußerung, Information und Gehör. Sie haben das Recht, bei allen Fragen, die sie betreffen, mitzubestimmen und zu sagen, was sie denken. Sie haben das Recht, sich alle Informationen zu beschaffen, die sie brauchen und ihre eigene Meinung zu verbreiten

    Wer weiß am besten, wie kinderfreundlich ein Stadtteil ist? Natürlich die Mädchen und Jungen selbst! Kinder sollen in München ganz konkret mitreden und mitplanen, wenn in ihrem Umfeld, in ihrem Stadtviertel, rund um ihre Schule oder ihre Straße Veränderungen anstehen. Eine alters- und zielgruppengerechte Beteiligung von Kindern auf breiter Basis ist uns sehr wichtig. Dafür haben wir viele Grundlagen, Methoden, Rahmenbedingungen und Qualifizierungsmöglichkeiten geschaffen, in Zusammenarbeit mit vielen Dienststellen der Stadt und mit freien Trägern.

    Kofferanhänger mit Schriftzug "Kinder-Aktions-Koffer"  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

    Der Kinder-Aktions-Koffer

    Ein Methodenset zur Beteiligung von Kindern an der Gestaltung des Stadtteils

    Den „Kinder-Aktions-Koffer“ als Methodenset zur Beteiligung von Kindern an der Stadtgestaltung gibt es bereits seit 1999. Das Methodenset wurde 2013 überarbeitet und ist seitdem in aktualisierter Form erfolgreich im Einsatz. Die fünf roten Kinder-Aktions-Koffer werden im Auftrag der Kinderbeauftragten der Landeshauptstadt München einmal jährlich in einem ausgewählten Münchner Stadtbezirk eingesetzt.

    Das Stadtteil-Beteiligungs-Projekt „Kinder-Aktions-Koffer“ hat zum Ziel, Stadtteile und Stadtbezirke kinderfreundlicher zu machen und ist ein Beitrag zur Umsetzung der Kinderrechte in München. Der „Kinder-Aktions-Koffer“ soll Lehrkräften, pädagogischem Personal in Einrichtungen, Ehrenamtlichen in Vereinen oder bürgerschaftlich engagierten Erwachsen und anderen Interessierten Lust und Mut machen, gemeinsam mit Kindern den Stadtbezirk zu erkunden. Kinder setzen sich dabei altersgerecht und spielerisch mit ihrem Lebensumfeld auseinander und beteiligen sich an dessen Gestaltung. Demokratie wird so im Kleinen positiv erlebbar gemacht.

    Die Einsätze des „Kinder-Aktions-Koffers“ können nur gemeinsam mit dem Bezirksausschuss und der Fachbasis gelingen. Daher schreibt das Büro der Kinderbeauftragten den Einsatz des „Kinder-Aktions-Koffers“ jährlich aus.

    Ein Einsatz des Kinder-Aktions-Koffers im Stadtbezirk beinhaltet drei Schritte:

    Schritt 1: Mädchen und Jungen zwischen sieben und 14 Jahren erarbeiten etwa zwei Monate lang ihre Perspektive auf den Stadtbezirk. Angeleitet werden sie durch Fachkräfte vor Ort. Das Münchner Kinder- und Jugendforum koordiniert den Prozess der Bedarfserhebung, berät und unterstützt im Auftrag der Kinderbeauftragten der Stadt München die Fachkräfte vor Ort.

    Schritt 2: Auf einem Kinder-Stadtteil-Forum stellen die Mädchen und Jungen ihre Ideen, Anregungen und Wünsche vor. Die Kinder diskutieren sie mit ihren Gleichaltrigen und Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung und stimmen über Anträge ab. Das Münchner Kinder- und Jugendforum organisiert die Abschlussveranstaltung in Zusammenarbeit mit der Fachbasis vor Ort.

    Schritt 3: Die Anliegen und Anträge der Kinder werden möglichst schnell realisiert, gemeinsam mit den Kindern. Diesen Prozess koordiniert und dokumentiert das Büro der Kinderbeauftragten und benötigt dafür die tatkräftige Unterstützung von Politik, Verwaltung und anderen engagierten Erwachsenen.

    Das Projekt „Kinder-Aktions-Koffer“ ist ein Kooperationsprojekt vom Büro der Kinderbeauftragten der Landeshauptstadt München und dem Münchner Kinder- und Jugendforum/ Kultur & Spielraum e.V.

    Kinderbeauftragte in den Bezirksausschüssen

    Um mehr Kinder beteiligen zu können, arbeitet das Büro der Kinderbeauftragten der Landeshauptstadt München mit ehrenamtlichen Kinderbeauftragten zusammen. In allen 25 Münchner Stadtbezirken gibt es ehrenamtliche Ansprechpartner für Kinder, meist auch für Jugendliche und Familien. Wer in welchem Stadtbezirk ehrenamtlich als Kinderbeauftragte oder Kinderbeauftragter arbeitet, erfahren Sie im Büro der städtischen Kinderbeauftragten.

    In den 25. Stadtbezirken gibt es unterschiedliche Möglichkeiten zur Mitsprache und Mitwirkung, zum Beispiel Kinder- und Jugendsprechstunden, Stadtteilforen, Einwohnerversammlungen, Beteiligungsprojekte.

    Kontakt

    Büro der Kinderbeauftragten

    Prielmayerstraße 1
    80335 München

    Fax:
    089 233-49555
    Postanschrift:

    Büro der Kinderbeauftragten
    Luitpoldstr. 3
    80335 München

    Öffnungszeiten:

    Wir sind telefonisch, per Mail oder persönlich erreichbar in der Regel von Montag bis Freitag von 8.30 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung.