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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Praxisbeispiele


Wiesn mit Herz

Es ist seit Jahren eine gute Tradition:

Am ersten Wiesn-Montag um 11 Uhr begrüßt der Oberbürgermeister über 250 ausgewählte Münchnerinnen und Münchner zunächst in der Schottenhamel-Festhalle. Von dort startet er seinen Rundgang in weitere große und kleine Wiesnzelte, in denen insgesamt über 1.300 Personen bewirtet werden.

Die Gäste kommen aus über 100 unterschiedlichen Einrichtungen wie Alten- und Servicezentren, Sozialbürgerhäuser, Einrichtungen für Flüchtlinge und Nachbarschaftshilfen – um nur einige zu nennen.

Die Organisation und Auswahl für die Gästeliste trifft das Sozialreferat der Landeshauptstadt München, Fachbereich Gesellschaftliches Engagement, das mit 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Gäste vor Ort betreut.

Sechs große und elf kleine Wiesnzelte beteiligen sich an der städtischen Aktion und übernehmen dabei die Kosten für die Bewirtung. Auch die Wirte der anderen großen und kleinen Wiesnzelte laden in Eigenregie bedürftige Münchnerinnen und Münchner ein.

Adventskalender der Süddeutschen Zeitung für gute Werke e.V.

Seit 1948 sammelt die Süddeutsche Zeitung Spenden für in Not geratene Menschen in München und Umgebung. Mit einer Serie von Berichterstattungen macht sie auf Einzelschicksale und Einrichtungen, die sich um die Betroffenen kümmern, aufmerksam.

Der Fachbereich Gesellschaftliches Engagement koordiniert die Themenauswahl, über die in der Süddeutschen Zeitung berichtet wird und ist Schnittstelle zwischen der Süddeutschen Zeitung, den Ämtern des Sozialreferats und den Bürgerinnen und Bürgern die Unterstützung benötigen. In Absprache mit der Süddeutschen Zeitung werden die Vorgaben für die Vergabe der Mittel festgelegt. Für das Jahr 2018 wurden Einzelfall- und Projekthilfen von über 1,1 Mio Euro für das Sozialreferat und das Referat für Gesundheit und Umwelt bewilligt, um Menschen aus ihren Notlagen zu befreien.

Die Süddeutsche Zeitung finanziert beispielsweise das Projekt „Jung für Alt“, eine Kooperation des Münchner Waisenhauses mit dem Alten- und Servicezentrum (ASZ) Neuhausen-Nymphenburg. Kinder und Jugendliche des Münchner Waisenhauses und Seniorinnen und Senioren des Alten- und Servicezentrums Neuhausen-Nymphenburg unternehmen gemeinsam Ausflüge, kochen miteinander und unterstützen sich gegenseitig.

Ziel ist es, gegenseitig Verständnis und Toleranz für die unterschiedlichen Sichtweisen, Lebenskonzepte, Interessen und Bedürfnisse der Generationen zu fördern und gleichzeitig einen Beitrag zum Abbau von Vorurteilen zu leisten. Was als Pilotprojekt begann, ist inzwischen so erfolgreich, dass über eine Ausweitung in andere Stadtteile nachgedacht wird.

Nachfragen gehören im ASZ zum Alltag, beispielsweise weil ein Jugendlicher gesucht wird, der regelmäßig Einkäufe erledigt oder die Seniorinnen und Senioren bei Einkäufen begleiten kann. Kleinere Umräumaktionen oder Entrümplungen in Wohnungen und Unterstützung bei Bepflanzung und Pflege von Balkonen oder Gärten, Botengänge zur Apotheke, das Verteilen der ASZ-Broschüren – all das übernehmen Jugendliche des Münchner Waisenhauses für ältere Menschen in Neuhausen. Umgekehrt erhalten die Jugendlichen, die sich selbstständig mit den Seniorinnen und Senioren verabreden, Unterstützung bei Prüfungsvorbereitungen oder dem Erstellen von Projektarbeiten.

Kleiderspende für bedürftige Frauen in München

Dank einer großzügigen Unternehmensspende von Damenbekleidung im Jahr 2015 an bedürftige Menschen in München (insgesamt 90 Paletten Kleidung) organisierte der Fachbereich CSR des Sozialreferats mit Unterstützung der Diakonia in einem Großprojekt eine erfolgreiche zweiwöchige Kleiderausgabe.

1.100 sozial bedürftige Münchnerinnen aus verschiedenen Münchner Non-Profit-Organisationen (Alten- und Servicezentren, Sozialbürgerhäusern, Frauenhäusern, geflüchtete Frauen, Vereine für Frauen in schwierigen Situationen) konnten sich vor Ort über vorherige Anmeldung im Sozialreferat bis zu 20 Textilien (Hosen, T-Shirts, Jacken und Pullover) kostenfrei aussuchen.

Dafür akquirierte der Fachbereich CSR vorab zahlreiche ehrenamtliche Unterstützerinnen und Unterstützer (Privatpersonen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Unternehmen und Kolleginnen und Kollegen aus den Sozialbürgerhäusern), die im Juli mit insgesamt 980 Stunden Zeitspende dabei halfen, die unterschiedlichen Kleidungsstücke zu sortieren und für die Kleiderausgabe aufzubereiten.

Bei der in enger Zusammenarbeit mit der Diakonia organisierten Kleiderausgabe im Oktober, unterstützten weitere 160 Ehrenamtliche das Sozialreferat bei der Ausgabe der Kleidung an bedürftige Münchnerinnen. Somit wurden hier weitere 1.280 Stunden Zeit gespendet.

Munich's BackPack

Munich's BackPack ist mehr als ein Rucksack, vollgepackt mit wichtigen Gegenständen und Hilfsmitteln. Dahinter steckt eine vom Sozialreferat ins Leben gerufene Initiative, die für tausende geflüchtete Menschen in München ein Symbol für eine gelebte Willkommenskultur in München geworden ist.

Die Konfektionierung dieser Rucksäcke basierte auf dem vorab erhobenen Unterstützungsbedarf (unbegleiteter junger) geflüchteter Menschen in München.

So enthielten die Rucksäcke unter anderem Schreibmaterial, ein Federmäppchen, einen Waschbeutel inklusive Hygieneartikel, ein (Bild-) Wörterbuch, eine Trinkflasche, ein Kuscheltier und noch vieles mehr.

Neben zahlreicher Unternehmensspenden (Geld- und Sachspenden) wurden insgesamt vier Großveranstaltungen durchgeführt, bei denen jeweils zwischen 140 bis 1.000 Rucksäcke gemeinsam gepackt wurden. Mit den geleisteten Stunden der Vorbereitung, Durchführung, Zustellung etc., spendeten die Unternehmen zusätzlich 3.115 Stunden der Belegschaft zum Konfektionieren und zur Übergabe der Rucksäcke.

Die Unternehmen konfektionierten insgesamt über 7.100 Munich's BackPacks, die im Anschluss direkt an die entsprechende Flüchtlingseinrichtung übergeben werden konnte.