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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Ziele des Sozialreferats


    Ziele des Sozialreferats

    Rahmenbedingungen und Herausforderungen

    Wir beobachten sehr genau die gesellschaftlichen Entwicklungen in unserer Stadt. Daraus leiten wir sozialpolitische und organisatorische Zielsetzungen ab, die dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

    Die Münchner Wirtschaft wächst, die Einwohnerzahl Münchens nimmt kontinuierlich zu. Das große Potenzial an Arbeitsplätzen und der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften trägt wesentlich dazu bei, dass immer mehr Menschen nach München ziehen, um hier eine Beschäftigung aufzunehmen.

    Wirtschaftliches Wachstum bringt nicht nur Chancen, sondern auch besondere Herausforderungen mit sich. Das Bevölkerungszuwachs führt auf dem Wohnungsmarkt zu erheblichen Engpässen. Immer mehr Menschen sind zudem von Armut bedroht. Dazu zählen ältere Personen ebenso wie Jugendliche, Langzeitarbeitslose und Menschen, die kein existenzsicherndes Einkommen erzielen können. (Nähere Informationen hierzu im Armutsbericht der Landeshauptstadt München.)

    Aufgabe des Sozialreferats ist es, Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen, Wohnraum für sozial Benachteiligte zu schaffen, Familien zu stärken und das Zusammenleben von Jung und Alt zu fördern. Wir leisten damit einen Beitrag zur solidarischen Stadtgesellschaft, in der Chancengerechtigkeit sowie soziale Teilhabe gesichert werden. Dazu gehört auch, Menschen in ihren Fähigkeiten zu stärken, ihr Leben selbst zu gestalten.

    Eine besondere Herausforderung besteht derzeit auch darin, dass viele Flüchtlinge aus Kriegs- und Katastrophengebieten nach München kommen. Für sie müssen zunehmend im gesamten Stadtgebiet Unterbringungsplätze geschaffen werden. Es ist ein Akt der Humanität, sie in unsere Stadtgesellschaft aufzunehmen.

    In Anbetracht der gesellschaftlichen Entwicklungen hat das Sozialreferat strategische Handlungsfelder festgelegt, die mittelfristig die sozialpolitischen Schwerpunkte bilden werden. Die strategischen Handlungsfelder mit den dazugehörigen Themen werden jährlich überprüft, fortgeschrieben und ggf. den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen angepasst.

    Strategische Handlungsfelder

    A Wachstum und Zuzug sozial gerecht bewältigen und Teilhabe ermöglichen

    A 1  Wohnraum sichern und schaffen – Lebenswerte Nachbarschaften entwickeln und stabilisieren

    • Erhalt von Mietverhältnissen
    • Erhalt/Schaffung preiswerten Wohnraums
    • Vermittlung in dauerhaftes Wohnen
    • Lebenswerte Nachbarschaften entwickeln und stabilisieren

    A 2  Wirksamen Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe leisten

    • Beitrag zur Existenzsicherung leisten
    • Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention fördern
    • Psychische Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger wird erhalten

    A 3  Veränderungen unseres Stadtgefüges durch Neubaugebiete aktiv begleiten und der Segregation im sozialen Raum entgegenwirken

    A 4  Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge unterstützen und integrieren

    B  Alt werden in München gestalten

    B 1  Altersarmut vorbeugen und lindern

    B 2  Pflege bedarfsgerecht gestalten

    B 3  Selbständigkeit bei Älteren erhalten und Hochbetagte unterstützen

    C  Kinder und Jugendliche fördern und stärken – Familien unterstützen

    C 1  Erziehungskompetenzen in belasteten Familien stärken

    C 2  Kindeswohlgefährdung verhindern und gefährdeten Kindern und Jugendlichen Schutz bieten

    C 3  Jugendliche und junge Volljährige lebenslagenorientiert stärken

    C 4  Kinderrechte stärken – Partizipation von Kindern und Jugendlichen gewährleisten

    C 5  Soziale Bildungslandschaften gestalten – Zusammenarbeit der Bildungseinrichtungen und -orte stärken und Kooperationen mit der Bezirkssozialarbeit ausbauen

    C 6  Familienfreundliche Stadtgesellschaft durch regionale Netzwerkkoordination fördern