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Kosten der Pflege


Was kostet Pflege?

Wegen des komplexen Vergütungssystems in der ambulanten Versorgung (verschiedene Vertragssysteme, unterschiedliche Abrechnungsmöglichkeiten) ist es schwierig, genaue Beträge zu beziffern. Dazu kommt, dass Pflege sehr individuell und auf die Bedürfnisse der jeweiligen Person abgestellt ist.

Bei einer vollstationären Versorgung sind die Kosten beispielsweise davon abhängig, welches Zimmer man mietet (Ein – oder Zweibettzimmer).

Es ist deshalb nicht möglich, einen Pauschalbetrag zu nennen.

Nicht gedeckte Restkosten (wenn zum Beispiel die Zahlung der Pflegekasse nicht ausreicht) sind durch eigene Einkünfte (Renten, Pensionen etc.) oder Vermögen zu bezahlen. Wenn die eigenen Mittel dafür nicht ausreichen können angemessene Kosten nach Antragstellung und Prüfung durch den zuständigen Sozialhilfeträger übernommen werden.

Ambulante Pflege

Wenn ein ambulanter Pflegedienst die erforderliche Hilfestellung erbringt, kann er verschiedene Leistungen abrechnen. Sie bezeichnen einzelne Hilfestellungen und werden mit einem bestimmten Betrag vergütet (der aber je nach Vertragssystem variiert).

Häufige Leistungen, die im Bereich Pflege und Haushaltsführung abgerechnet werden, sind beispielsweise:

  • An- und Auskleiden: 2,61 Euro
  • Teilwaschen: 5,21 Euro
  • Hilfe beim Nahrungsaufnahme: 13,03 Euro
  • Große Hauswirtschaftliche Versorgung: 21,24 Euro
  • Stundensatz körperbezogener Pflegemaßnahmen: 44,04 Eur o

Dazu müssen noch Anfahrtspauschalen gerechnet werden.

Je nachdem, wie oft Pflegeleistungen abgerufen werden, setzen sich die anfallenden Kosten zusammen. Die Leistungen der Pflegekasse können von den Gesamtkosten abgezogen werden.

Münchnerinnen und Münchner, die keine Geldmittel (Einkommen, Vermögen) haben, um ungedeckte Restkosten zu bezahlen, können beim zuständigen Sozialbürgerhaus einen Antrag hierfür stellen.

Arbeitgebermodell – Persönliche Assistenz

In München besteht die Möglichkeit, selbst Arbeitgeberin/ Arbeitgeber zu sein und Pflegepersonen einzustellen. Der Stundensatz, der beispielsweise vom Amt für Soziale Sicherung akzeptiert ist, beläuft sich auf derzeit 11,61 Euro plus Arbeitgeber-Anteil an den Sozialversicherungsleistungen. Näheres hierzu erfahren Sie unter „Das Arbeitgebermodell in München“ und in den Sozialbürgerhäusern.

Ambulant betreute Wohngemeinschaft

Die Kosten in ambulant betreuten Wohngemeinschaften sind vom Konzept abhängig und können daher sehr unterschiedlich sein. Sie setzen sich unter anderem zusammen aus Miete/ Wohnkosten, Haushaltskosten (zum Beispiel Lebensmittel) sowie Kosten für Pflege- und Betreuungsleistungen. Hier Beträge zu beziffern, ist nicht möglich. Allgemeine Informationen hierzu stehen im Leitfaden für Initiatorinnen und Initiatoren (PDF, 153 KB), Seite 7.

Tages- und Nachtpflege

Die Kosten werden nach Tagessätzen berechnet, die sich zusammensetzen aus einem Pflegesatz (abhängig vom Pflegegrad), Fahrkosten (von zu Hause in die Einrichtung und zurück), Investitionskosten sowie Kosten für Unterkunft und Verpflegung (zum Beispiel im Normalfall Frühstück und Mittagessen) während des Aufenthalts. Abhängig vom Anbieter, des Pflegegrades und der Häufigkeit der in Anspruch genommenen Leistungen variieren die Aufwendungen.

Ab 1. Januar 2017 haben Versicherte der Pflegegrade 2 bis 5 Anspruch auf Tages- und Nacht-pflege. Personen im Pflegegrad 1 können ihren Entlastungsbetrag hierfür einsetzen.

Grundsätzlich sollten Sie sich über anfallende Kosten und deren Finanzierungsmöglichkeiten beim jeweiligen Anbieter der Tages- oder Nachtpflegeeinrichtung bzw. der Pflegekasse informieren. 

Münchnerinnen und Münchner, die keine Geldmittel (Einkommen, Vermögen) haben, um ungedeckte Restkosten zu bezahlen, können beim zuständigen Sozialbürgerhaus nachfragen, ob Unterstützung möglich ist.

Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege

Hier gelten in etwa die gleichen Konditionen wie für die vollstationäre Pflege. Bitte lesen Sie weiter bei vollstationärer Pflege.

Vollstationäre Pflege

Um eine genaue Kostenkalkulation zu erhalten, müssen Sie Kontakt mit verschiedenen Anbietern aufnehmen und gegebenenfalls einen Kostenvergleich durchführen. Die anfallenden Kosten hängen von der jeweiligen Pflegeeinrichtung ab und ob Sie in einem Einzel- oder Doppelzimmer wohnen. Die Leistungen der Pflegekasse für vollstationäre Pflege werden direkt an die Pflegeeinrichtung überwiesen und Sie müssen den Differenzbetrag aus eigenen Mitteln bezahlen.

Wenn Sie dazu nicht in der Lage sind, können Sie sich an den Bezirk Oberbayern wenden.