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Demenz


    „Weg vom Geist" oder "ohne Geist"

    – so lautet die wörtliche Übersetzung des Begriffs Demenz aus dem Lateinischen. Damit ist bereits das wesentliche Merkmal von Demenzerkrankungen beschrieben, nämlich die Verschlechterung bis hin zum Verlust der geistigen Fähigkeiten.

    Demenzerkrankungen und ihre Vorstadien nehmen in unserer Gesellschaft stetig zu. Die häufigste Ursache für eine Demenz ist die Alzheimer-Krankheit. Demenzerkrankungen stellen besonders für Angehörige oft eine große Herausforderung dar.

    Um eine Unterscheidung von einer Depression, die sich ähnlich wie eine Demenz darstellen kann, zu machen, ist eine (fach-)ärztliche Abklärung wichtig.

    Was können Anzeichen für eine Demenz sein?

    Dies sind beispielsweise

    • Unkontrolliertes Verlassen der Wohnung (beispielsweise Suchen der Eltern oder Kinder auf der Straße)
    • Verkennen oder Verursachen gefährdender Situationen (beispielsweise im Straßenverkehr)
    • Unsachgemäßer Umgang mit gefährlichen Gegenständen oder potenziell gefährdenden Substanzen (beispielsweise Essen verdorbener Lebensmittel, unsachgemäßer Umgang mit Medika­menten)
    • Tätlich oder verbal aggressives Verhalten in Verkennung der Situation (beispielsweise Beschimpfun­gen, Beleidigungen, Schlagen, Treten, Beißen)
    • In der Situation nicht angemessenes Verhalten (beispielsweise übersteigerter Betätigungs- und Be­wegungsdrang)
    • Keine Wahrnehmung der eigenen körperlichen oder seelischen Gefühle oder Bedürfnisse (beispielsweise Hunger, Durst, Schmerzen, Harn- und Stuhldrang)
    • Beeinträchtigung des Gedächtnisses und herabgesetztes Urteilsvermögen, die zu Proble­men bei der Alltagsbewältigung führen (beispielsweise fehlende Sprachfähigkeit, nicht Wiederfinden des Zimmers, fehlendes Erinnerungsvermögen)
    • Störung des Tag- / Nacht-Rhythmus (verschobene Wach- und Schlafenszeiten)
    • Unfähigkeit, den Tagesablauf eigenständig zu planen (beispielsweise Ausbleiben alltäglicher Verrich­tungen wie Frühstück)
    • Alltagssituationen werden falsch wahrgenommen (beispielsweise Nahrungsverweigerung aufgrund der Angst sich zu vergiften, sich von Personen aus dem Fernsehen verfolgt oder bestohlen fühlen)
    • ausgeprägt labiles und unkontrolliertes emotionales Verhalten (beispielsweise häufiges situationsunangemessenes und plötzliches Weinen)

    Entlastungsbetrag der Pflegeversicherung

    Ab dem Pflegegrad 1 können betroffene den Entlastungsbetrag von bis zu 125 Euro monatlich von der Pflegekasse erhalten. Ab dem Pflegegrad 2 wird er zusätzlich zum Pflegegeld oder zur Pflegesachleistungen ausgezahlt. Er ist keine pauschale Geldleistung, sondern zweckgebunden für

    • Tages- oder Nachtpflege,
    • Kurzzeitpflege
    • Unterstützung durch zugelassene ambulante Pflegedienste, sofern es sich um besondere Angebote der allgemeinen Betreuung handelt.

    Auf den Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit finden Sie Informationen zur Demenz, zum Beispiel auch zum Verstehen von Demenz.

    Weitere allgemeine Informationen zu Alzheimer und Demenz bietet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.