Top
Logo der Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Armutsbericht 2011 München


Armutsbericht 2011  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Armutsbericht 2011

Münchens Bürgerinnen und Bürger leben in einer Stadt, die seit vielen Jahren eine der wohlhabendsten der Bundesrepublik Deutschland ist.

Der vorliegende Münchner Armutsbericht 2011 zeigt jedoch, dass die hohen Lebenshaltungskosten und der mit dem ungebrochenen Zuzug einhergehende wachsende Mangel an bezahlbarem Wohnraum dazu führen, dass 250.000 Menschen mit dem ihnen zur Verfügung stehenden Einkommen nur sehr schwer ihre Lebenshaltungskosten bestreiten können.

Nahezu 120.000 Münchnerinnen und Münchner benötigen Sozialleistungen. Der Armutsbericht schildert diese Problemlagen und benennt zugleich Handlungsmöglichkeiten, die einer weiteren Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich vorbeugen können.

Vergleich Bekämpfte Armut und Relative Armut in München Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Bekämpfte Armut und Relative Armut in München im Vergleich

Expertise Gesundheit

Gesundheitliche Ungleichheit spielt in der öffentlichen Debatte über Armut und soziale Ausgrenzung eine immer wichtigere Rolle. Zugespitzt formuliert bedeutet dies: „Armut macht krank“.

Der Wirkungszusammenhang greift auch in die andere Richtung: Krankheiten, insbesondere wenn sie länger andauern, können sich nachteilig auf Bildungs-, Erwerbs- und Einkommenschancen auswirken und zu Armut und zur Verringerung der Teilhabemöglichkeiten in der Gesellschaft führen.

Das Handlungsfeld, das auf einer Expertise von Dr. A. Mielck beruht, befasst sich mit den Wechselwirkungen von Armut und Gesundheit und zeigt auf, was aus Sicht des Sozialreferates und des Referates für Gesundheit und Umwelt zur Schaffung von gesundheitlicher Chancengleichheit noch getan werden muss.

► Download „Expertise Gesundheit“ (PDF, 214 KB)

Expertise Armut bei Kindern und Jugendlichen

Ca. 28.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in München leben von staatlichen Transferleistungen. Insbesondere bei Jugendlichen haben Armut und die damit verknüpften problematischen Lebenslagen in den letzten Jahren zugenommen.

Dabei sind gerade die Übergangsphasen zwischen Schule, Ausbildung und Beruf entscheidend für den weiteren Lebensweg und die künftigen Chancen in der Arbeitswelt. Die Expertise von Dr. Christian Alt vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) bildet die Grundlage für die Analysen im Armutsbericht und bietet einen weitreichenden Einblick in die Lebenswelt von jungen Menschen.

► Download „Expertise Armut bei Kindern und Jugendlichen“ (PDF, 685 KB)

Expertise „Armut und Konsum“ von Dr. Tatjana Rosendorfer

Frau Dr. Tatjana Rosendorfer, eine Expertin rund um das Thema Geld, analysiert in ihrer Expertise die Einnahmen und das Ausgabenverhalten von Haushalten mit geringem Einkommen:

  • Auf welche Einkommensquellen können Menschen mit wenig Geld zurückgreifen?
  • Für was geben Haushalte mit geringem Einkommen und/oder Sozialleistungen ihr Geld aus? Wie viel bleibt ihnen noch zum Leben nach Abzug der Miete und Fixkosten?
  • Auf was müssen Haushalte mit geringem Einkommen und/oder Sozialleistungen verzichten?
  • Wie unterscheiden sich Haushalte mit und ohne Kinder?

Grundlage der Auswertung sind anonymisierte Haushaltspläne der Kundinnen und Kunden der Haushaltsbudgetberatung FIT - FinanzTraining. Dies ist ein Beratungsangebot des Vereins für Fraueninteressen e.V. in Kooperation mit der Landeshauptstadt München.

► Download „Expertise Armut und Konsum“

Kommentar „Was ist gutes Leben?“ von Dr. Tatjana Rosendorfer

Frau Dr. Tatjana Rosendorfer, eine Expertin rund um das Thema Geld, geht in ihrem Beitrag der Frage der Bedeutung von Geld in der Konsumgesellschaft nach und kommentiert kritisch die Berechnung des Regelbedarfs zur Sicherung des Lebensunterhalts im SGB II und SGB XII.

»Das sozialpolitische Ziel, ein „gutes Leben“ für alle, also auch für die Benachteiligten in unserer Gesellschaft fördern zu wollen, würde bedeuten anzuerkennen, dass zur Lebenshaltung in einer Konsumgesellschaft mehr gehört als ausreichend Nahrung und ein Dach über dem Kopf, dass soziale und kulturelle Teilhabe auch über Konsumgüter erfolgt, die der Identitätsstiftung und der sozialen Positionierung dienen, und der Konsum somit ein integrativer Bestandteil der kulturellen Lebensart ist.« (Dr. Tatjana Rosendorfer)

► Download „Was ist gutes Leben“ (PDF, 42 KB)

Weitere Informationen

Kontakt

Karte vergrößern

Fachstelle Armutsbekämpfung

Mathildenstraße 3a
80336 München

Fax:
089 233-24769