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Was ist Armut?


Fakten und Zahlen über Armut in München

Armut zu definieren ist sehr schwierig. Nach der Definition der EU-Mitgliedstaaten ist arm, wer weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen nationalen Nettoeinkommens hat. Man spricht dann von „relativer Armut“. Die „relative Armutsschwelle“ in Westdeutschland liegt bei einem Einpersonenhaushalt bei 810 Euro im Monat. Der letzte Münchner Armutsbericht aus dem Jahr 2007 zeigt, dass rund 178.600 Menschen von Armut betroffen sind, das sind 13,4 Prozent der Münchnerinnen und Münchner. Aktuellere Zahlen für München werden im Herbst 2012 veröffentlicht.

Nach einer weiteren Definition ist arm, wer Sozialleistungen erhält. Man spricht dann von „bekämpfter Armut“. In München sind das rund 100.000 Menschen. Arm zu sein bedeutet, nicht nur wenig Geld zu haben, mit Armut sind viele Einschränkungen und soziale Ungleichheiten verbunden. Einkommensarmut mindert die Bildungschancen, behindert die Teilhabe am Stadtleben und gefährdet die Gesundheit. Besonders bei Kindern, deren Eltern von Armut betroffen sind, können die Entwicklungschancen erheblich eingeschränkt sein.