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Hausinterne Tagesbetreuung (HIT)


    Heiminterne Tagesbetreuung  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

    Verbesserung der Pflegesituation

    Durch einen Personalkostenzuschuss für eine Fachkraft in der HIT soll die Pflegesituation insbesondere für demenzkranke Bewohnerinnen und Bewohner in vollstationären Pflegeeinrichtungen verbessert werden.

    Entstehung des Programms

    Um dieses Ziel zu erreichen, entstand im Jahr 2000 in gemeinsamer Arbeit mit der Beschwerdestelle für Probleme in der Altenpflege sowie einzelnen Vertretungen der Berufsfachschulen für Altenpflege in München das Programm „Heiminterne Tagesbetreuung (HIT)“.

    Erforderliche Arbeitsschritte waren:

    • Entwicklung eines Konzeptes mit Schulungsinhalten für die Weiterbildung der Fachkräfte
    • Sicherung der Finanzierung
    • Begleitung der Teilnehmenden durch aktuelle fachspezifische Fortbildungsangebote, Workshops und Supervisionen.
    • Weiterentwicklung des Konzeptes

    Erfolge / Evaluation

    Entwicklung des Programms

    Schnell und deutlich war durch das Programm HIT festzustellen, dass die hohe Kompetenz der Fachkräfte eine maßgebliche Auswirkung auf die Lebensqualität der Demenzkranken hat. Zudem wird die Mitarbeiterzufriedenheit positiv beeinflusst und führt zur erheblichen Verringerung freiheitsentziehender Maßnahmen (z.B. körpernahe Fixierung, Verabreichung von Psychopharmaka). Dies konnte durch die im Jahr 2005 vom Institut für Praxisforschung und Projektberatung München (IPP) durchgeführten Studien „Evaluation der Heiminternen Tagesbetreuung in Münchner Altenpflegeheimen“ und „Reduzierung freiheitseinschränkender Maßnahmen in Münchner Altenpflegeheimen im Zusammenhang mit der Heiminternen Tagesbetreuung (HIT)“ nachgewiesen werden.

    Änderungen des Programms ab 2019 und Stärkung der Palliative Care

    • Das Programm wird umbenannt in "Hausinterne Tagesbetreuung" und damit dem Sprachgebrauch angepasst.
    • Die bisherige personelle Zuschaltung aus dem Personalschlüssel entfällt.
    • Um die Sterbebegleitung zu stärken, ist ab 2019 ein Stellenanteil von 25% für die Koordination von Palliative Care frei zu stellen und nachzuweisen. Der Stellenanteil ist nicht förderfähig.
    • Bei Beantragung der HIT ist zudem ein einrichtungsbezogenes Konzept zur Sterbebegleitung vorzulegen. Es muss die Wünsche zum Lebensende, einen Standard zum Notfallplan sowie einen individuellen Krisenbogen beinhalten.
    • Wenn der Heimträger mehr als eine vollstationäre Pflegeeinrichtung in München betreibt, hat er dem Münchner Hospiz und Palliativ Netzwerk beizutreten.

    Zudem hat der Münchner Stadtrat 500.000 Euro zur Verfügung gestellt, um unter anderem Weiterbildungen in Palliative Care und zur Gerontopsychiatrischen Fachkraft sowie Supervisionen zu fördern.

    Zur Finanzierung dieses Programms stellt der Münchner Stadtrat (analog zum Soforthilfeprogramm der Pflegeüberleitung) jährlich rund 1,9 Mio. Euro zur Verfügung. (Beschluss des Sozialausschusses vom 01.12.2005)

    Wer kann Zuschüsse erhalten?

    Alle vollstationären Pflegeeinrichtungen sind anspruchsberechtigt, die ihre Leistungen innerhalb des Gebietes der Landeshauptstadt München erbringen und über mehr als 30 vollstationäre Pflegeplätze verfügen.

    Antragstellung

    Wichtige Hinweise zu Voraussetzungen und Antragsverfahren können den Leitlinien entnommen werden.

    Broschüre

    Durch das Programm „Hausinterne Tagesbetreuung“ wird die professionelle Betreuung von Demenzkranken in den vollstationären Pflegeeinrichtungen Münchens unterstützt und ihr ein klares Profil gegeben. Dies spiegelt sich wider in der Broschüre „Beispiele guter Praxis der Heiminternen Tagesbetreuung in Münchner Altenpflegeheimen.  

    Kontakt

    Landeshauptstadt München

    Sozialreferat
    Altenhilfe und Pflege

    Sankt-Martin-Straße 53
    81669 München

    Fax:
    089 233-68494