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Seniorenpolitisches Konzept 2011


    Seniorin mit Laptop in Hollywoodschaukel, © Herby (Herbert) Me - Fotolia.com  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    © Herby (Herbert) Me - Fotolia.com

    Situation und Perspektive der Altenhilfe in München

    Am 12.01.2012 beschloss der Sozialausschuss des Münchner Stadtrats das „Seniorenpolitische Konzept des Sozialreferats 2011 – Situation und Perspektive der Altenhilfe in München III“. Mit dieser Vorlage legt das Sozialreferat bereits die dritte Fortschreibung der Münchner Altenhilfestrategie vor.

    Zielsetzung

    In der Tradition der „Perspektive München“ (Handlungskonzept des Referats für Stadtplanung und Bauordnung zu den Herausforderungen des soziodemografischen Wandels für die Stadtentwick­lung)

    • stellt sich das Sozialreferat mit Blick auf die älteren Bürgerinnen und Bürger den Herausfor­derungen des soziodemografischen Wandels,
    • zeigt das Sozialreferat relevante gesellschaftliche Entwicklungen auf und
    • setzt Schwerpunkte in der Auswahl der vorrangigen Handlungsfelder.

    Alter und Altern verlaufen individuell sehr unterschiedlich. Man spricht von der „Variabilität des Al­ter(n)s“. In Zeiten des demografischen Wandels geht es darum, die Ressourcen und Potenziale äl­terer Menschen zu fördern. Außerdem muss und will die LH München im Rahmen des gesetzli­chen Auftrags der Daseinsvorsorge älteren Menschen in verschiedenen, z. T. schwierigen Lebens­lagen, hilfreich zur Seite stehen.

    Inhalt

    Das Seniorenpolitische Konzept des Sozialreferats 2011 legt den Schwerpunkt auf die Gestaltung der sozialen Hilfen und Angebote für ältere Menschen in München, es erhebt nicht den Anspruch auf ein referatsübergreifendes Gesamtkonzept.
    Seit der Verabschiedung des zweiten Seniorenpolitischen Konzepts von 2007 wurden entspre­chend der darin enthaltenen Empfehlungen eine Reihe unterschiedlicher fachlicher Entwicklungen im Bereich der Altenhilfe und Pflege angestoßen und im .

    Hierzu zählen insbesondere:

    • die fachliche Weiterentwicklung der Informations- und Beratungsangebote, z. B. die Fach­stellen häusliche Versorgung in den Sozialbürgerhäusern,
    • die Fortführung des bedarfsgerechten Ausbaus der Alten- und Service-Zentren,
    • der Ausbau des Angebots häuslicher Pflege- und Versorgungsformen (z. B. ambulant be­treute Wohngemeinschaften für pflegebedürftige Menschen, Versorgung im Viertel),
    • die Sicherung der städtischen Flächen für zeitgemäße vollstationäre Pflegeeinrichtungen (auf der Basis eines fachlichen Anforderungsprofils und nach regionalen Kriterien),
    • die Fortführung der Strategie zur Qualitätsverbesserung in der Pflege durch städtische För­derprogramme (z. B. Pflegeüberleitung, Heiminterne Tagesbetreuung, Personalentwicklungsmaßnahme Demenz) und
    • die verstärkte Öffnung der Angebote der Altenarbeit und Pflege für besondere Zielgruppen (z. B. für Menschen mit Migrationshintergrund, mit Behinderungen, mit gleichgeschlechtli­cher Identität).

    Aktuelle Zahlen

    Mit dem aktuellen, dritten Seniorenpolitischen Konzept 2011 reagiert das Sozialreferat auf die gra­vierenden Herausforderungen des demografischen Wandels in München. Dabei sind u. a. zu nen­nen: Die Zunahme

    • der Anzahl hochaltriger Bürgerinnen und Bürger (auf ca. 90.700 im Jahr 2030, d. h. eine Zunahme um rund 30.000 Personen, die 80 Jahre oder älter sind)
    • der Anzahl hochaltriger Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit (auf ca. 14.000 im Jahr 2030, d. h. eine Zunahme um rund 11.000 Personen, die 80 Jahre oder älter sind)
    • der Zahl pflegebedürftiger Menschen (auf ca. 29.000 im Jahr 2020, d. h. eine Zunahme um rund 4.500 Personen)
    • der Zahl der Menschen mit Demenz (auf ca. 25.100 im Jahr 2030, d. h. eine Zunahme um rund 8.000 Personen, die 65 Jahre oder älter sind)
    • der Altersarmut (auf ca. 24.000 über 65jährige Personen im Jahr 2020, d. h. eine Zunahme um rund 12.000 Betroffene, die Grundsicherung im Alter beziehen)
    • der über 80jährigen Bürgerinnen und Bürger, die in Ein-Personen-Haushalten leben (der­zeit: rund 21.000 Personen)

    Vor diesem Hintergrund beschloss der Sozialausschuss des Münchner Stadtrates auf Empfehlung des Sozialreferats folgende Handlungsfelder (HF):

    • HF 1: Bürgerschaftliches Engagement von und für Seniorinnen und Senioren
    • HF 2: Prävention - mit dem Ziel der Erhaltung von Selbständigkeit und Lebensqualität älterer Menschen
    • HF 3: Altern in Nachbarschaft und im Viertel
    • HF 4: Information, Beratung und unterstützende Begleitung
    • HF 5: Versorgung und Pflege
    • HF 6: Armut im Alter

    Bedarfsplanung zur pflegerischen Versorgung in München

    Die „Bedarfsplanung zur pflegerischen Versorgung in München“, die nach Art. 69 AGSG (Ausfüh­rungsgesetz der Bayerischen Sozialgesetze) Teil eines Seniorenpolitischen Konzepts ist, wurde bereits am 04.05.2010 als eigene Vorlage in den Sozialausschuss eingebracht und beschlossen. Das Sozialreferat schlägt darin vor, den voraussichtlichen Bedarf von 1000 Plätzen für pflegebe­dürftige Bürgerinnen und Bürger in München bis zum Jahr 2020 wie folgt zu decken:

    • zu 50 % mit vollstationären Pflegeplätzen und
    • zu 50 % mit alternativen Pflege- und Versorgungsangeboten (z. B. ambulant betreute Wohngemeinschaften)

    Außerdem zeigt die Bedarfsplanung die besonderen fachlichen Herausforderungen in der Pflege auf.

    Marktbericht Pflege

    Nach Darlegung der Pflegebedarfsplanung empfahl der Sozialausschuss dem Sozialreferat, eine regelmäßige Pflegemarktbeobachtung durchzuführen. Der  „Marktbericht Pflege – Jährliche Marktübersicht über die pflegerische Versorgung in München“ wurde daraufhin im Sozialausschuss des Münchner Stadtrats erstmals am 01.12.2011 bekannt gegeben und wird seitdem jährlich erstellt.

    Beschlüsse zur Altenhilfe und Pflege

    Die Beschlüsse des Stadtrates zur Altenhilfe und Pflege können aus dem Ratsinformationssystem (RIS) heruntergeladen werden.

    Angebote der Landeshauptstadt München

    Im Anschluss finden Sie weitere Angebote der Landeshauptstadt München.

    Kontakt

    Landeshauptstadt München

    Sozialreferat
    Planung und interkulturelle Öffnung

    Orleansplatz 11
    81667 München

    Fax:
    089 233-48849