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Heiliggeistspital-Stiftung München


Verantwortung für Alte und Gebrechliche

Verantwortung für die Alten und Gebrechlichen übernehmen durch zukunftsorientiertes, ökologisches Handeln. - So ließe sich das Ziel der Heiliggeistspital-Stiftung München umschreiben. Der Stiftung gehört das Altenheim Heiliggeist in Neuhausen.

Das nötige Geld für den Betrieb des Altenheimes kommt zu einem beträchtlichen Teil aus den Erlösen des stiftungseigenen Forstes Kasten im Südwesten von München.

In der Satzung der mit 800 Jahren ältesten Stiftung der Stadt München heißt es: "Die Heiliggeistspital-Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke durch den Betrieb und die Unterhaltung des Altenheimes Heiliggeist."
Verwaltet wird die Stiftung des öffentlichen Rechts von den Organen der Landeshauptstadt München: dem Oberbürgermeister und dem Stadtrat.

Zivile Hilfe mit Tradition

Die Errichtung der Heiliggeistspital-Stiftung war eng mit der Gründung der Stadt München verbunden. In Städten waren Menschen häufig aus dem Familienverbund gelöst; so waren die Alten, Kranken und Schwachen häufig auf das soziale Engagement wohlhabender Einzelner angewiesen.

Die Stiftung ist aus einem Pilgerhaus entstanden, das Herzog Ludwig I. der Kelheimer im Jahre 1208 errichten ließ. Und zwar neben der heute noch intakten Heiliggeist-Kirche am Viktualienmarkt.
Das Heiliggeistspital blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Es brannte 1327 ab und erhielt schließlich 1907 seinen jetzigen Standort am Dom-Pedro-Platz 6 in München-Neuhausen.

Der Wald sorgt für die Alten

Nach seiner Sanierung bietet das Altenheim ab Ende 2009 mehr als 200 Plätze in vollstationärer Pflege - unter der Regie der Münchenstift, einer Tochtergesellschaft der Stadt München.

Dazu tragen auch die Erlöse des Waldes bei. Vielen Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern ist der Stiftungswald nach dem zweiten Weltkrieg noch in guter Erinnerung: Von dort kam ein großer Teil des Brennholzes. Heute dient der Forst Kasten mit über 840 Hektar Grund und einem traditionellen bayerischen Ausflugsgasthaus mit großem Biergarten der Münchner Bevölkerung als "grüne Lunge". In der Gaststätte wird übrigens Vermögen vermehrt: Acht Prozent jeder verkauften Mass Bier fließen in die Stiftung.