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Werner Friedmann – Stiftung


Gaby Dohm mit Hund bei Stars in der Manege 2007  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Im Lebensabend Lenbensfreude sichern

Ältere bedürftige Künstlerinnen und Künstler, Journalistinnen und Journalisten sollen einen finanziell sorglosen Lebensabend haben – das ist das Ziel der Werner Friedmann-Stiftung. Gerade Künstler haben im Alter oft wenig Geld, weil es ihnen mit ihrer selbstständigen Tätigkeit nicht möglich war, sich ein finanzielles Polster zu schaffen. Die Stiftung bietet den Menschen, die das kulturelle Leben der Stadt München bereichert haben, günstige Mietwohnungen, in denen sie ihren Lebensabend verbringen können. Zusätzlich gewährt die Werner Friedmann- Stiftung einmalige und laufende Beihilfen.

Stiftung mit Geschichte

Dem verstorbenen Herausgeber der Abendzeitung, Werner Friedmann, war es ein Herzensanliegen, Künstlern und Journalisten zu helfen. Am 23.07.1975 wurde im Einvernehmen mit dem Verlag Die Abendzeitung GmbH & Co. KG die nichtrechtsfähige Werner Friedmann – Stiftung errichtet. Der Verlag war schon vorher aktiv: 1970 entschied er sich zusammen mit der Landeshauptstadt München, die Erlöse aus der jährlichen Wohltätigkeitsveranstaltung „Stars in der Manege“ zu sammeln und zum Bau von günstigem Wohnraum für Münchner Künstler und Journalisten zu verwenden.

Bezahlbarer Wohnraum inmitten von München

Die Stiftung vermietet derzeit 14 Wohnungen im stiftungseigenen Anwesen am Viktualienmarkt. Zudem besitzt sie für weitere 16 öffentlich geförderte Wohnungen zumeist in zentraler Lage Münchens ein Belegungsrecht. Die Mieten liegen weit unter denen, die auf dem freien Markt gezahlt werden müssen. Eine Bewohnerin bedankte sich bei der Stiftungsverwaltung: „Das ist mein Theater, meine Bühne, auf die ich täglich blicken darf.“ - Und meinte damit das bunte Treiben auf dem Viktualienmarkt.

Auch im Alter ein Leben für die Kunst

Die laufenden Beihilfen aus den Stiftungserlösen ermöglichen Künstlern und Journalisten ein unabhängigeres Leben im Alter. Mit den Geldern wurden Malmaterial und ein Zeitungsabonnement bezahlt, sowie medizinische Zuzahlungen geleistet. Wie ein Freischaffender sagte: „Künstler ist man ein Leben lang, man geht nicht mit 65 in Rente. Außerdem: Kunst im Alter bringt Lebensfreude.“