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Mit Vielfalt gegen Rassismus


Der Mosaik Jugendpreis 2018

Am 21. März 2018, dem Internationalen Tag gegen Rassismus, wurde zum vierten Mal der Mosaik Jugendpreis verliehen. Die Feier fand in München, im NS-Dokumentationszentrum statt. In diesem Jahr gab es vier Preisträgerinnen und Preisträger. Dabei wurde der dritte Preis zweimal vergeben.

Die Preisträgerinnen und Preisträger

 JugendGeschichtsWerkstatt „sommer.dok“  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
JugendGeschichtsWerkstatt „sommer.dok“
© Andrea Huber

Erster Preis: „sommer.dok“ aus München

„sommer.dok“ ist ein offenes Angebot der historischen und politischen Bildung von jungen Menschen für junge Menschen. Die „JugendGeschichtsWerkstatt“ findet seit 2013 einmal jährlich im Juli als Open-Air-Angebot auf dem Königsplatz statt und setzt sich sowohl mit der Geschichte des Nationalsozialismus in München als auch mit Themen und Problemlagen der heutigen Gesellschaft und der Demokratie auseinander. Die Jury würdigt das nachhaltige, selbstbestimmte und ehrenamtliche Engagement der Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Deren Ziel ist es, die junge Stadtgesellschaft anzuregen, sich aktiv für demokratische Werte, Menschenrechte und Teilhabe aller einzusetzen, sich zu informieren und sich kritisch mit Themen unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen.

"BABEL FM – Munich's International Radio"  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
"BABEL FM – Munich's International Radio"
© Andrea Huber

Zweiter Preis: „BABEL FM – Munich's International Radio“

Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 17 und 25 Jahren produzieren monatlich eine dreistündige, mehrsprachige Radiosendung, die von Radio Feierwerk ausgestrahlt wird. Die Jury würdigt das Projekt, da Radio eine Plattform ist, die alle Menschen, gleich welcher Herkunft, anspricht. Die Neumünchnerinnen und Neumünchner erhalten dadurch eine Stimme, setzen ein Zeichen gegen ihre eigene Marginalisierung und damit gegen Ausgrenzung und Rassismus.

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Logo "all.inclusiv"

Dritter Preis: „all.inclusive“ aus München

Tim Jenni und Valentin Hanzer von „all.inclusive“ aus München, organisieren Veranstaltungen und produzieren Filme rund um das Thema Inklusion. Dabei gehen sie von einem weit gefassten Inklusionsbegriff aus, der nicht nur die Eingliederung von Menschen mit Behinderung, sondern alle sogenannten Minderheiten berücksichtigt, beispielsweise auch Menschen mit Fluchterfahrung. Ihr Anliegen ist es, die eigene Generation für ein inklusives und diskriminierungsfreies Miteinander zu sensibilisieren. Die Jury zeichnet „all.inclusive“ aus, da es junge Menschen in ihrem Alltag abholt. Soziale Medien und angesagte Orte wie das „Lost Weekend“ erleichtern den Zugang zu oft verdrängten oder marginalisierten Themen wie Diskriminierung.

Projektgruppe"HEROES"  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Projektgruppe"HEROES"
© Andrea Huber

Dritter Preis: „HEROES“ aus Nürnberg

Ein Projekt, in dem sich junge zugewanderte Männer zwischen 15 und 23 Jahren mit verschiedenen Formen der Diskriminierung und Unterdrückung auseinandersetzen. „HEROES“ verschiebt den Fokus von einer Wahrnehmung von Defiziten und Gewaltbereitschaft männlicher Jugendlicher zu einer Bereitschaft, sich Respekt durch den Kampf gegen Unterdrückung im Namen der Ehre zu erarbeiten. Die Jury überzeugte der nachhaltige Peer-to-Peer-Charakter von „HEROES“. Gerade bei schwierigen Themen lernen Jugendliche am besten von Gleichaltrigen, die ihren kulturellen und sozialen Kontext teilen.

Eindrücke von der Preisverleihung