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Mit Vielfalt gegen Rassismus


Der Mosaik Jugendpreis 2019

Bereits zum fünften Mal wurde am 21. März 2019, dem Internationalen Tag gegen Rassismus, der Mosaik Jugendpreis verliehen. Die Feier fand in Nürnberg, in der Kulturwerkstatt Auf AEG, statt.

Die Preisträgerinnen und Preisträger

Erster Preis: „Gemeinsam gegen Antiziganismus!“ aus Nürnberg

Antiziganismus ist eine weitgehend unberücksichtigte Form des Rassismus. Junge Sinti und Roma engagieren sich in diesem Peer to Peer Projekt. Sie teilen ihre eigenen Erfahrungen mit anderen Jugendlichen und geben ihr Wissen über die Geschichte und Gegenwart der Sinti und Roma in Deutschland weiter. Die Jugendlichen setzen sich mit den Mechanismen und Erscheinungsformen sowie eigenen antiziganistischen Vorurteilen auseinander und entwickeln Handlungsstrategien, um dem Rassismus gegenüber Sinti und Roma wirksam entgegen zu treten. Die Jury lobte ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro aus.

Zweiter Preis: „Queer's up“ aus München

Unter dem Titel „Ramiz und Julietta“ präsentieren neun Jugendliche aus verschiedenen Herkunftsländern ihr Theaterstück, dass zusätzlich zur bekannten Liebesgeschichte von „Romeo und Julia“ eine Vielzahl von kulturellen Differenzen und Vorurteilen thematisiert. Perspektivenwechsel sorgen beim Publikum für ein Überdenken der eigenen Normalitätsvorstellungen. Klischees werden bewusst eingesetzt, um sie zu entlarven. Rollenzuweisungen, wie die des armen Flüchtlings oder des weißen Retters, werden vermieden. Das Empowerment-Konzept formuliert eine deutliche Abkehr vom Defizit-Blickwinkel. Dieses Projekt erhielt von der Jury ein Preisgeld von 3.000 Euro.

Dritter Preis: „Planspiel Asyl“ aus München

30 Schülerinnen und Schüler der Berufsschule zur Berufsintegration und des Adolf-Weber-Gymnasiums entwickelten das Planspiel, das die Erfahrungen von Geflüchteten während ihrer Asylverfahren in Deutschland für Menschen ohne Fluchterfahrung begreiflich und erlebbar macht. Die Geflüchteten wurden zu Expertinnen und Experten mit Kompetenzen, die im Alltag sonst nicht abgerufen werden. Der Perspektivenwechsel in die Sichtweise von Geflüchteten sensibilisiert die anderen Schülerinnen und Schülerin, so dass diese wiederum in ihrem Umfeld für Verständnis und Toleranz eintreten. Die Möglichkeit, dass interessierte Gruppen dieses Planspiel buchen können, sorgt für Nachhaltigkeit. Die Schülerinnen und Schüler, die aus acht Ländern kommen und zusammen mindestens 15 Sprachen sprechen, erhalten für ihr Projekt ein Preisgeld von 1.000 Euro.