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Studie zur beruflichen Anerkennung


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Wirkungsanalyse der Servicestelle zur Erschließung ausländischer Qualifikationen

Die Arbeit der Servicestelle zur Erschließung ausländischer Qualifikationen zeigt deutliche Erfolge.

Zu diesem Ergebnis kommt die vorliegende Studie, die dem Stadtrat im Sozialausschuss vorgestellt wurde. Seit 2009 berät und unterstützt die Servicestelle Menschen, die sich ihre im Ausland erworbene Berufsqualifikation in Deutschland anerkennen lassen wollen.

Die Studie belegt nicht nur den Nutzen dieser Angebote für die Beratenen, sondern auch für den Haushalt der Landeshauptstadt München. Sozialreferentin Dorothee Schiwy: „Mit der Anerkennung ihrer beruflichen Qualifikation verdienen die betroffenen Personen durchschnittlich 350 Euro brutto mehr im Monat. Viele sind dadurch nicht mehr auf Sozialleistungen angewiesen, was wiederum den staatlichen und städtischen Haushalt deutlich entlastet“.

Durch die erhöhten Steuereinnahmen amortisieren sich zudem die Kosten für das Angebot der Servicestelle bereits innerhalb von drei Jahren. Die Studie zeigt ebenso, dass die Beschäftigungsquote der Beratenen deutlich über der der Gesamtbevölkerung liegt. „Es lohnt sich, auch zukünftig in die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen zu investieren.

Das fördert nicht nur die Integration in unserer Stadt, sondern bereichert auch den Arbeitsmarkt mit Fachkräften, die nicht nur Münchner Unternehmen und Einrichtungen so dringen brauchen“, so Sozialreferentin Dorothee Schiwy. „Allein im Bereich der Kinderbetreuung haben 410 Pädagoginnen nach der Beratung durch die Servicestelle einen passenden Arbeitsplatz gefunden“.

Durchgeführt wurde die repräsentative Studie vom Zentrum für Soziale Innovation (ZSI) in Wien. Anhand einer quantitativen Online-Befragung mit 1723 Kundinnen und Kunden der Servicestelle konnten die Ergebnisse auf die knapp 8500 Beratenen des Untersuchungszeitraums Oktober 2009 bis 2017 hochgerechnet werden.

Präsentation der Studienergebnisse

Am 25.03.2019 wurde die Wirkungsanalyse auf der Veranstaltung „Kluge Köpfe für München – Wie kann eine Kommune Einwanderungs- und Integrationspolitik aktiv mitgestalten?“

im Großen Sitzungssaal des Rathauses der Landeshauptstadt München einem Fachpublikum vorgestellt.

Die Ergebnisse der Studie wurden von den Autoren August Gächter und Dr. Hans Dietrich von Loeffelholz (ZSI) präsentiert.

Auf dem anschließenden Podium diskutierten Expertinnen und Experten mit den Autoren zu den Ergebnissen der Studie, zur Münchner Einwanderungs- und Integrationspolitik und zum Thema Fachkräfteeinwanderung.