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Ankauf von Belegrechten


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    Entwicklung des Förderprogramms

    Da der große Bedarf an geförderten Wohnungen angesichts der begrenzten Verfügbarkeit von Flächen nicht mehr nur im Neubau befriedigt werden kann und sich die Zahl der bezahlbaren Wohnungen in den kommenden Jahren weiter deutlich reduzieren wird, hat der Münchner Stadtrat im Jahr 2006 beschlossen, das Programm Ankauf von Belegungsrechten zur Sicherung günstigen Wohnraums in das wohnungspolitische Handlungsprogramm Wohnen in München IV mit aufzunehmen.
    Mit der Unterstützung des Referats für Stadtplanung und Bauordnung beteiligte sich das Amt für Wohnen und Migration mit dem Programm Ankauf von Belegungsrechten von Mitte 2007 bis 2009 am bundesweiten Forschungsvorhaben Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt) „Kommunale Konzepte: Wohnen“.
    Der Ankauf von Belegungsrechten soll sowohl dem Wohnungsunternehmen und -eigentümer als auch der Stadt München gleichermaßen nutzen. Unter Einbezug von wohnungswirtschaftlichen und sozialpolitischen Zielen wurde in gemeinsamer Zusammenarbeit mit privaten und städtischen Wohnungsgesellschaften sowie Genossenschaften Verfahren und Förderrichtlinien entwickelt. 2009 konnte das Projekt erfolgreich abgeschlossen und in die Praxis überführt werden.

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    Welches Ziel soll mit dem Ankauf von Belegungsrechten erreicht werden?

    Da die Neubautätigkeit alleine den Wegfall an gebundenen Wohnungen nicht ausgleichen kann, soll mit dem Ankauf von Belegungsrechten Bindungen im Bestand gewonnen werden. Ziel des Programms ist es, die städtische Eingriffsreserve mit Belegungsrecht und Mietpreisbindung konstant bei 80.000 Wohnungen zu halten.
    Mit dem Erwerb von Belegungsrechten im Bestand über das gesamte Stadtgebiet hinweg wird dem Münchner Mix, einer vielfältigen Stadtgesellschaft mit einer Mischung unterschiedlicher Einkommensgruppen, Kulturen und Ethnien Rechnung getragen.

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    Welcher Bedarf an Wohnungstypen besteht?

    Die Stadt München erwirbt neue Belegungsrechte in privaten Wohnungsbeständen und verlängert auslaufende Belegungsrechte für frei werdende Wohnungen in städtischen Wohnanlagen.
    Bei der Förderung von Wohnraum sind bestimmte m²- Grenzen einzuhalten. Sehr großzügig geschnittene Wohnungen sind oftmals nicht förderfähig.
    Aktuell besteht eine besonders große Nachfrage an kleinen Wohnungen für Alleinstehende oder größeren Wohnungen für Alleinerziehende und Familien. Für genaue Auskünfte wenden Sie sich bitte an unten stehenden Kontakt.

    Wer kann eine Belegrechtswohnung bekommen?

    Zielgruppen des Programms sind einkommensschwächere Haushalte, deren Einkommen in eine der drei Gruppen des Artikels 11 Bayerisches Wohnraumförderungsgesetz (BayWoFG) fällt. In München liegen derzeit über die Hälfte aller Haushalte innerhalb der Einkommensgrenzen und haben somit Anspruch auf eine geförderte Wohnung.

    » Aktuelle Fördergrenzen (PDF, 56 KB)

    Inhalte des Programms

    Das Programm ist sehr flexibel gestaltet, der Wohnungseigentümer kann je nach individuellem Interesse nachfolgende Parameter selbst festlegen. Nachfolgend ist eine Auswahl an Parameter genannt. Für nähere Information zum Ablauf des Förderverfahrens wenden Sie sich bitte an unten stehenden Kontakt.

    Auswahl der Einkommensgrenzen

    Eigentümer wählen vor Antragstellung diejenige Einkommensgruppe aus, für die die Wohnung (bzw. die Wohnungen) zur Verfügung gestellt werden sollen. Größte Dringlichkeit besteht vor allem für die Einkommensgruppen 1 und 2. Die angesetzte Kaltmiete je Quadratmeter resultiert aus der gewählten Einkommensgruppe.
     
    » Kaltmiete nach Einkommensgruppe und Wohnungsgröße (PDF, 61 KB)

    Auswahl der Belegungsdauer

    Der Eigentümer kann sich entscheiden, für wie lange er das Belegrecht an seiner Wohnung an die Landeshauptstadt München veräußern möchte. Die Mindestdauer liegt bei 15 Jahren, möglich sind auch 20 oder 25 Jahre.

    Auswahl der Belegungsart

    Der Wohnungseigentümer kann zwischen verschiedenen Belegungsarten auswählen. So kann er beispielsweise aus drei Vorschlägen durch das Amt für Wohnen und Migration einen Haushalt auswählen oder der Stadt München die direkte Belegung, d.h. ohne Auswahlmöglichkeit einräumen. Abhängig von der festgelegten Belegungsart erhält der Eigentümer eine sog. Belegungsprämie. Die Stadt honoriert insbesondere die Möglichkeit zur Direktbelegung dringend zu versorgender Haushalte:

    Der Eigentümer entscheidet, für welche Einkommensgruppe und Belegungsdauer (zwischen 15 und 25 Jahren) er seine Wohnung/en zur Verfügung stellen möchte. Ist der Bedarf für den angebotenen Wohnungstyp gegeben (Standort, Größe und Anzahl der Zimmer), prüft das Amt für Wohnen und Migration den bau- und wärmetechnischen Zustand.
    Lage, Größe und Qualität der Wohnung bewirken Zu- oder Abschläge für Darlehen und Miethöhen. Eine Besonderheit stellt die energetische Einwertung als zusätzliche Förderkomponente dar. Die Fördersumme beträgt (abhängig von der gewählten Einkommensgruppe) in der Regel zwischen 350 und 1.100 EURO je Quadratmeter Wohnfläche. Der Förderbetrag wird als zins- und leistungsfreies Darlehen bei Vertragsbeginn an den Eigentümer gezahlt. Die Hingabe des Darlehens setzt einen Grundschuldeintrag im Grundbuch voraus.

    Haben wir Ihr Interesse geweckt?

    Wenn Sie Interesse an einem Belegrechtsankauf durch die Stadt München haben, nehmen Sie bitte Kontakt (Adresse siehe unten) mit uns auf. Gerne informieren wir Sie dann ausführlich über die Rahmenbedingungen und Konditionen und das weitere Verfahren.

    Kontakt

    Landeshauptstadt München

    Soziale Wohnraumversorgung

    Franziskanerstraße 8
    81669 München