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Wirkungsanaly­se „Quartierbezogene Bewohnerarbeit – Nachbarschaftstreffs“


Quartierbezogene Bewohnerarbeit  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Die starke Zuwanderung und das rasche Bevölkerungswachstum haben erhebliche Auswir­kungen auf die Stadtgesellschaft. Menschen unterschiedlichster Her­kunft und Nationalität le­ben in unmittel­barer Nähe zusam­men. Dies verändert auch gewachsene Strukturen in den Wohnquartieren. Funktionierende Nach­barschaften, die Menschen eine Integration in ihrem Wohnviertel erleich­tern und Ausgrenzungen vermeiden, sind wichtiger denn je für ein friedli­ches Zusammenleben. Nachbarschaftstreffs leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass dies gelingt.

Wie ist das Konzept der Nachbarschaftstreffs? Wie wird es umgesetzt und welche Wirkungen erzielt dieses Angebot? Um das herauszufin­den, hat das Sozialreferat 2013 die Hochschule München beauftragt, eine Wir­kungsanalyse zum Produkt „Quartierbezogene Bewohnerarbeit – Nachbarschaftstreffs“ durch­zuführen.

Das Ergebnis der Studie ist eindeutig: Nachbarschaftstreffs haben nachweisbar positive Wir­kungen in verschiedenen Bereichen. Sie bieten Informationsmöglichkeiten über all das, was im Viertel los ist. Sie fördern die Kommu­nikation, ermöglichen soziale Kontakte und gesellschaftli­che Teilhabe – gerade auch für Personen­gruppen, die sonst nur schwer Zugang dazu finden würden. Die Bereitschaft, sich für das unmittel­bare Wohnumfeld und das Zusammenleben im Viertel zu engagieren, wird ebenfalls positiv beein­flusst. Es entsteht ein solidarisches Miteinan­der, das Menschen aller Al­tersgruppen und unter­schiedlichster Herkunft verbindet. Die positive Sichtweise der gesell­schaftlichen Wirkungen wird auch von den Wohnungsbaugesellschaften geteilt. Sie sind wich­tige Partner, da sie kostenfrei oder kostengünstig die Räume für Nachbar­schaftstreffs zur Verfü­gung stellen. Die Studie gibt auch konkrete Handlungsempfehlungen für eine Weiterentwicklung dieses An­gebots. Einer der zentralen Punkte ist dabei die perso­nelle und finanzielle Ausstat­tung, um das ehrenamtliche Engagement nachhaltig begleiten und si­chern zu können. Die detaillierten Ergebnisse der Wirkungsanalyse finden Sie hier.

Die Durchführung dieser Wirkungsanalyse basiert auf einem Auftrag des Stadtrat aus dem Jahr 2009. Das Sozialreferat sollte demnach seine Produkte einer Wirkungsanaly­se zu unter­ziehen. Dies sollte nicht flächendeckend, sondern über eine gezielte Auswahl erfol­gen. Neben dem Projekt „Wirkungsorientierte Steuerung in den Hilfen zur Erziehung“ (2010 - 2014) wurde mit der vorlie­genden Wir­kungsanalyse „Quartierbezogene Bewohnerarbeit – Nachbarschafts­treffs“ 2013 ein weiteres Pro­jekt abgeschlossen, das ebenfalls 2010 startete. Im Rahmen die­ser Stu­die wurde neben der zentralen Frage der Wirkungen dieses Angebots auch das Kon­zept evalu­iert und bewertet sowie Erkennt­nisse für eine künftig stärker wirkungs­orientierte Steuerung herausgearbeitet. Der Themenbe­reich „Wirt­schaftlichkeit und soziale Rendite“ wur­de ebenfalls näher beleuchtet, da Investitionen in die so­ziale Infrastruktur auch Wertschöpfun­gen auf gesell­schaftlicher Ebene generieren. Der Sozialauss­chuss des Münch­ner Stadtrats hat die Ergebnis­se der Wirkungsanalyse positiv zur Kennt­nis ge­nommen und das Sozialreferat in seiner Be­schlussvorlage vom 05.12.2013 beauftragt, die Er­kenntnisse auf andere geeignete Produkte zu übertragen.