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Wohnen und Betreuen von unbegleiteten minderjährigen und heranwachsenden Flüchtlingen


Unbegleitete jugendliche Flüchtlinge  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Wohnprojekt „Auerhaus“

Der Fachbereich zur Betreuung und Unterbringung unbegleiteter Heranwachsender

In diesem Fachbereich werden in erster Linie junge Flüchtlinge untergebracht, die die Jugendhilfe verlassen müssen oder in einer Gemeinschaftsunterkunft leben und eine Ausbildung machen oder beginnen wollen.

Sind die jungen Heranwachsenden zudem über 18 Jahre alt und verfügen über eine Aufenthaltserlaubnis, werden sie nach Voranmeldung/ Leitfaden zur Anmeldung UF (PDF, 107 KB) vom Amt für Wohnen und Migration in Wohnprojekten oder Wohngemeinschaften in München untergebracht und sozialpädagogisch betreut und beraten.
Schwerpunkte der Arbeit sind Schulabschluss, Ausbildungsplatz, Arbeitsplatz und die Wohnraumsuche, die sich in München zunehmend als schwierig darstellt.
Ein spezielles Thema dieser Personengruppe sind die traumatischen Erlebnisse von Krieg und Flucht. Wichtig ist deshalb eine sensible Unterstützung bei deren Bewältigung, die oft jahrelang dauern kann.

In diesen Wohnprojekten und Wohngemeinschaften verbringen die jungen Heranwachsenden durchschnittlich drei Jahre und werden auf ein eigenständiges Leben vorbereitet.

Anschließend ziehen die dann jungen Erwachsenen in eine Sozialwohnung oder eine Privatwohnung und die Betreuung durch das Amt für Wohnen und Migration wird entweder beendet oder als bedarfsorientierte Weiterbetreuung in enger Kooperation mit den Wohnungsbaugesellschaften bis zu 18 Monate nach Auszug weitergeführt. Hierbei geht es schwerpunktmäßig um eine Stabilisierung und Nachhaltigkeit des Lebens im eigenen Wohnraum. Insbesondere der Umgang mit der Nachbarschaft und die Vermeidung von Mietschulden sind wichtige Themen.

Der Fachbereich bringt außerdem Flüchtlinge aus humanitären Aufnahmeprogrammen (HAP, Resettlement) unter. Darunter befinden sich auch Familien. Derzeit gibt es im Fachbereich etwa 800 Plätze. Etwa 100 Haushalte befinden sich in der Nachbetreuung.

Im Fachbereich werden zudem etwa 1000 Haushalte des Sozialbauprogramms „Wohnen für Alle“ an 10 Standorten beraten. In Büros und Gemeinschaftsräumen vor Ort gestalten Sozialpädagogen und pädagogische Hilfskräfte ein hausgemeinschaftsstabilisierendes und stadtteilorientiertes Angebot

Außerdem befinden sich im Fachbereich die Betriebssteuerung der kommunalen Flüchtlingsunterbringung mit mehreren tausend Bettplätzen und die Steuerung der Asylsozialberatung in Gemeinschaftsunterkünften und kommunaler Unterbringung.