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Wohnen und Betreuen von unbegleiteten minderjährigen und heranwachsenden Flüchtlingen


Unbegleitete jugendliche Flüchtlinge  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Wohnprojekt Implerstraße

Der Fachbereich zur Betreuung und Unterbringung unbegleiteter Heranwachsender

In diesem Fachbereich werden in erster Linie junge Geflüchtete untergebracht und sozialpädagogisch betreut, die in schulischer oder beruflicher Ausbildung bzw. Deutschkurs mit anschließender Ausbildungsperspektive sind.

Sind die jungen Erwachsenen zudem zwischen 18 Jahre und 27 Jahren alt, werden sie nach Meldung ihres Bedarfes mit einem Formular Bedarfsmeldung (PDF, 124 KB) vom Amt für Wohnen und Migration (S-III-MF/UF) auf eine Warteliste für Wohnprojekte oder Wohngemeinschaften in München gesetzt. Dies bedeutet nicht, dass eine Aufnahme garantiert werden kann, das ist immer abhängig davon, wie viel freie Plätze es gibt. Über die Länge der Wartezeit können leider keine Angaben gemacht werden, da diese immer unterschiedlich und nicht planbar ist.

Wenn die jungen Erwachsenen aufgenommen worden sind, sind Schwerpunkte der Betreuung Schulabschluss, Ausbildungsplatz, Behördenangelegenheiten, Aufenthalt, die Bewältigung traumatischer Erlebnisse von Krieg und Flucht und die Wohnraumsuche.

In diesen Wohnprojekten und Wohngemeinschaften verbringen die jungen Heranwachsenden durchschnittlich drei Jahre, solange sie aktiv an ihrer beruflichen Perspektive arbeiten und werden auf ein eigenständiges Leben vorbereitet.

Ziel ist es, dass die jungen Erwachsenen ihre Ausbildung erfolgreich abschließen und dann in dauerhaften Wohnraum ziehen können.

Nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss oder dauerhaftem Abbruch der Ausbildungsmaßnahmen wird die Unterbringung bei S-III-MF/UF beendet. Bei Bedarf ist eine Weiterbetreuung bis zu 18 Monate nach Auszug möglich. Hierbei geht es schwerpunktmäßig um eine Stabilisierung und Nachhaltigkeit des Lebens im eigenen Wohnraum. Insbesondere der Umgang mit der Nachbarschaft und die Vermeidung von Mietschulden sind wichtige Themen.

Der Fachbereich bringt außerdem Geflüchtete mit besonderen Bedarfen (Humanitäres Aufnahmeprogramm, Resettlement oder mit besonderen medizinischen Bedarfen) unter. Darunter befinden sich auch Familien.
Des Weiteren werden Geflüchtete mit LGBTI*-Hintergrund in geschütztem Wohnraum (Einzelwohnungen oder kleinere Wohngemeinschaften) aufgenommen und betreut.
Derzeit gibt es im Fachbereich etwa 900 Plätze. Etwa 100 Haushalte befinden sich in der Nachbetreuung.
In Kooperation mit freien Trägern der Wohlfahrtspflege verantwortet der Fachbereich schließlich die Fachplanung und Steuerung von pädagogischen Angeboten und Projekte im Bereich der Lobbyarbeit für Geflüchtete.
Außerdem befinden sich im Fachbereich die Betriebssteuerung der kommunalen Flüchtlingsunterbringung mit mehreren tausend Bettplätzen.