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Neubau Gymnasium Trudering


Passivhaus Gymnasium Trudering  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Fassadenansicht des neuerbauten Gymnasiums in Trudering.

Modernes Lernen im Passivhaus

Das neue vierzügige Gymnasium mit Dreifachturnhalle in Trudering wurde komplett in Passivbauweise errichtet.

Für den Neubau eines vierzügigen Gymnasiums mit Dreifachsporthalle und Zuschauertribüne in Trudering wurde das Baureferat vom Münchner Stadtrat mit der Auslobung eines Wettbewerbs beauftragt. Das langgestreckte Grundstück zwischen Wohngebiet und öffentlichem Grünzug stellte eine besondere Herausforderung für die Situierung der Baukörper dar.

Die Jury vergab den ersten Preis an das Architekturbüro felix schürmann ellen dettinger architekten. Im Juni 2011 beauftragte der Münchner Stadtrat das Baureferat mit der Realisierung des Gymnasiums in Passivhausbauweise.

Durch die Gliederung in sieben ablesbare Baukörper sowie den vorgelagerten, eingeschossigen Verwaltungstrakt mit Werkhof an der Markgrafenstraße integriert es sich gut in die vorhandene Wohnbebauung. Der Pausenhof sowie die Sport- und Spielflächen orientieren sich zum öffentlichen Grünzug.
Den Abschluss des Baukörpers bildet die Dreifachsporthalle. Diese soll unabhängig vom Schulbetrieb auch von ortsansässigen Vereinen genutzt werden und bietet daher Tribünenplätze für 500 Personen.
Die Pausenhalle am Haupteingang ermöglicht eine gute Orientierung zur Aula, zum Ganztagesbereich und zur inneren „Schulpromenade“. Die Schule bietet ein Raumgefüge, in dem verschiedene Formen des gebundenen und individuellen Lernens möglich sind. Einzelne Klassenzimmer im zweiten Obergeschoss erhalten flexible Flurwände, so dass vielfältige Orte zum Lernen entstehen können.

Die wichtigsten Merkmale der zertifizierten Passivhausbauweise sind kompakte Baukörper, dreifach verglaste Fenster, erhöhte Dämmstärken von 25 bis 40 Zentimeter in allen Hüllflächen sowie eine Lüftungsanlage mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung. Die Einhaltung der Passivhauskriterien wird durch die Zertifizierung nachgewiesen.
Eine Photovoltaikanlage auf den Dachflächen und der Einsatz erneuerbarer Energien beim Heizen tragen zur Energieeffizienz bei: So erfolgt die Wärmeversorgung über Grundwasserwärmepumpen,
die über einen Wärmeverbund auch eine benachbarte Grundschule mitversorgen. Zusätzlich ist für die Warmwasserbereitung und Heizgrundlast auch der Einsatz eines mit Gas betriebenen
Blockheizkraftwerkes (BHKW) geplant.
Zur optimalen Auslegung des BHKWs sollen nach Inbetriebnahme des Gymnasiums die tatsächlichen Lastprofile ausgewertet werden. Die hocheffiziente Beleuchtung in den Klassenzimmern wird über Präsenzmelder tageslichtabhängig geregelt.
Um den Eintrag von Tageslicht zu optimieren, ist ein Sonnenschutz mit einer vom Sonnenstand abhängigen Steuerung der Lamellen vorgesehen. Die Inbetriebnahme des Gymnasiums erfolgte im Schuljahr 2013/2014.