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Kinderkrippe Thuisbrunner Straße


Null-Emissionen-Kinderkrippe in der Thuisbrunner-Straße  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Null-Emissionen-Kinderkrippe in der Thuisbrunner Straße 24

Dank innovativer Gebäudeform, -ausrichtung und –dämmung sowie einer Photovoltaikanlage kommt die Kinderkrippe ohne CO2-Emissionen aus und unterschreitet die EnEV-Standards um 50 Prozent.

In dem Neubau wird das Thema Energie groß geschrieben. Das Haus kommt dank des integralen Architektur- und Energiekonzepts ohne CO2-Emissionen aus. Schon bei der Gebäudeform wurde auf ein möglichst geringes Verhältnis von Außenfläche zu Volumen geachtet. Kern des Hauses ist die atriumartige Halle mit Galerieerschließung, eingestellter Treppe und großzügigem Licht von oben. Das markante Orange der Fassade spiegelt sich im Inneren des Gebäudes im Kunstprojekt „Glong“ wider. Nach den Plänen des Künstlers Wolfgang Stehle wurden dazu gefährliche Kanten mit lustigen orangen Polstern entschärft.

Je nach Sonnenstand verändern die schrägen Außenwände die Farbigkeit der holzverschalten orangefarbenen Nord-, West und Ostfassade, die aus energetischen Gründen weitgehend geschlossen wurden. Großflächig hingegen öffnet sich die Südseite der Krippe auf einen Freibereich. Sinnvoll wurden die Gruppenräume, die sich auf zwei Geschossen übereinander reihen, auf die „Sonnenseite“ ausgerichtet, während Personal- und Sanitärräume sowie Garderoben mit eher geschlossenen Wandflächen auskommen.

Das Architektur- und Energiekonzept beinhaltet eine passivhauskonforme Wärmedämmung, die Beheizung mit einer Wärmepumpe, den Einsatz einer Komfortlüftung mit Wärme- und Feuchterückgewinnung sowie einer Photovoltaikanlage auf dem Dach. Diese speist Solarstrom in das öffentliche Netz ein, während die Krippe ihren Strom aus regenerativen Quellen bezieht. Zusätzlich nutzen die nach Süden orientierten Räume die solare Wärmestrahlung in der Heizperiode, während ein außenliegender Sonnenschutz die erforderliche Verschattung übernimmt. Die mit einer strombetriebenen Grundwasser-Wärmepumpe erzeugte Nutzwärme wird über eine Wandflächenheizung an die Räume abgegeben, deren Strahlungswärme ein behagliches Raumklima schafft. Dank all dieser Maßnahmen wird der gemäß EnEV maximal zulässige Primärenergiebedarf um etwa 50 Prozent unterschritten.