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Photovoltaikanlage Palmenhaus


Photovoltaikanlage auf dem Palmenhaus  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Die Photovoltaikanlage im Palmenhaus - Solartechnik und Architektur

Durch den Einsatz einer Solaranlage können die städtische Grünpflanzen CO2-emissionsfrei im Palmenhaus überwintern. Zusätzlich erzeugte Energie wird in das Stromnetz eingespeist.

In der Kulturgärtnerei des Gartenbaus an der Sachsenstraße befindet sich das größte der städtischen Gewächshäuser. Auf 700 Quadratmetern Grundfläche wurde in den 70er Jahren eine komplett verglaste Stahlkonstruktion errichtet. In den Wintermonaten schützt dieses Gewächshaus die Pflanzen, die im Sommer in der Münchner Innenstadt für eine mediterrane Stimmung sorgen, vor Kälte und Schnee. Wegen der lichten Höhe von sieben Metern ist es auch zur Aufnahme von Palmen geeignet, daher die Bezeichnung Palmenhaus.

Aus sicherheitstechnischen Gründen wurde die über 30 Jahre alte Verglasung der Dachschrägen im Jahr 2004 erneuert. Mit den zusätzlichen Mitteln des erweiterten Klimaschutzprogramms wurden anstatt reiner Sicherheitsgläser in großen Teilen der Dachbereiche Photovoltaikmodule, sogenannte Glas-Glas-Laminate mit kristallinen Siliziumzellen, eingelegt. Die Anlage vereint Stromgewinnung und Dachabdichtung in einem System. Die Anordnung der Siliziumzellen wurde auf den Grad der geforderten Verschattung optimal abgestimmt. Im Winter fällt noch ausreichend Licht auf die Pflanzen, im Sommer wird einer Überhitzung vorgebeugt.

Die insgesamt 360 Module mit jeweils 76 Watt bilden in der Summe eine Solarfläche von etwa 375 qm. Damit lässt sich eine elektrische Spitzenleistung von 27 kWp erreichen, was wiederum einen elektrischen Jahresertrag von ca. 21.000 kWh erwarten lässt. Durch diese Menge an umweltfreundlich erzeugtem Strom, der zu 100 % in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird, können pro Jahr etwa 16 Tonnen schädliches CO2 vermieden werden. Sechs Wechselrichter wandeln den aus Sonnenenergie erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um und speisen ihn in das Stromnetz ein. Die Energiemenge wird über das stadteigene Datennetz erfasst und ausgewertet.