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Das Rathaus erblüht bienenfreundlich


OB Dieter Reiter mit dem neuen bienenfreundlichen Blumenschmuck  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
OB Dieter Reiter mit dem bienenfreundlichen Blumenschmuck
© Nagy / Presseamt München

Reichlich Nahrung für Bienen und andere Insekten

Seit Ende Mai blühen bienenfreundliche Blumen am Neuen Rathaus. Oberbürgermeister Dieter Reiter hat den neuen Blumenschmuck gemeinsam mit Florian Hochstätter, Hauptabteilungsleiter Gartenbau im Baureferat, der Presse vorgestellt und eigenhändig mitgeholfen, einen der insgesamt 111 Blumenkästen zu installieren.

Die neue Bepflanzung leuchtet bunt in den Farben weiß, gelb, orange, blau und violett. Alle Blüten bieten reichlich Nahrung für Bienen und andere Insekten: „Buntnesseln, Wolfsmilch, Prachtkerzen, Löwenmäulchen, Mehlsalbei, Basilikum und Zinnien sorgen mit ihren Blatt- und Wuchsformen für Struktur und Höhe in den Kästen, Zweizahn, Fächerblume und Süßkartoffel bilden Volumen im Vordergrund – und alle Blüten bieten den ganzen Sommer über reichlich Pollen und Nektar", erläutert Florian Hochstätter das Arrangement.

Bislang wurde das Rathaus in der warmen Jahreszeit immer mit Geranien geschmückt, die zwar dekorativ sind, aber mit ihren gefüllten Blüten keine Nahrung für Bienen bieten. Oberbürgermeister Dieter Reiter hatte das Baureferat daher im Februar gebeten, künftig einen bienenfreundlichen Blumenschmuck für das Rathaus zu wählen. „Ich bin überrascht von der Farbenpracht und Vielfalt, die unsere Gärnter in kurzer Zeit umgesetzt haben. Das ist wirklich gelungen!", freute sich der Oberbürgermeister, der nun auf regen Besuch der Münchner Stadtbienen hofft. Insgesamt wurden 1.032 Pflanzen in die Kästen gesetzt.

Vorbereitung in der Gärtnerei des Baureferats

Bienenfreundliche Blumen Rathaus Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Bienenfreundliche Blüten

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1.032 Pflanzen

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111 Blumenkästen

Das tut das Baureferat der Stadt München für Biene, Hummel & Co.

Ziel ist es, die Qualität und die Quantität der Flächen zu erhöhen, die als Lebensraum und Nahrungsquellen für Bienen und Insekten dienen können. Dafür realisiert das Baureferat bereits seit einigen Jahren verschiedenste Maßnahmen sowohl in ökologischen Ausgleichsflächen und Biotopen als auch in Parks und auf städtischen Grünflächen:

Umwandlung von reinen Grasflächen in Langgras- oder Blumenwiesen

Im Rahmen des regulären Unterhalts der städtischen Grünanlagen werden Wiesen in Langgras- oder Blumenwiesen umgewandelt; dazu wird weniger häufig gemäht und das Mähgut entfernt.

Vielfalt auf Langgrasflächen

Je nach Standort- und Bodenverhältnissen ist die Artenvielfalt sehr unterschiedlich. Um sie zu fördern, werden diese Langgrasflächen mit artenreichem Blumen- und Kräutersaatgut geimpft.

Wildkrautstreifen

Wo möglich und sinnvoll, werden Wildkrautstreifen entlang von Gehölzsäumen belassen und nur ein- oder zweimal jährlich gemäht. Das schafft Lebensraum für Insekten und andere Kleinlebewesen.

Wildbienenprojekt der Deutschen Wildtierstiftung

Das Baureferat ist Projektpartner beim Wildbienenprojekt der Deutschen Wildtierstiftung. Dabei werden auf mehreren Flächen im Stadtgebiet (Würmgrünzug, Mettenanlage am Westfriedhof, Olympiapark Nord, Hirschgarten) Bereiche so gestaltet, dass sie den bedrohten Wildbienen als Lebensraum nutzbar gemacht werden.

Neue Parks und Grünanlagen

Wenn das Baureferat neue Parks und Grünanlagen sowie Grün- und Dachflächen an städtischen Gebäuden plant, richtet sich die Auswahl von Pflanzen und Saatgütern neben funktional-gestalterischen Gesichtspunkten immer auch nach ökologischen Kriterien.

Baumpflege

Wenn Baumfällungen in geschlossenen Gehölzbeständen notwendig sind, werden stets naturschutzfachliche Belange beachtet und z.B., wo möglich, Reststämme stehen gelassen oder Totholzhaufen belassen. Dieses liegende und stehende Totholz kann dann von zahlreichen Insektenarten besiedelt und als Lebens- und Fortpflanzungsraum genutzt werden.

Ökologische Ausgleichsflächen

Neben der öffentlichen Parks und Grünanlagen spielen vor allem auch die ökologischen Ausgleichsflächen und die Vorrangflächen für Naturschutz eine wesentliche Rolle zum Erhalt der Artenvielfalt im Stadtgebiet. Hier achtet das Baureferat darauf, den wertvollen Lebensraum einerseits der Natur zu überlassen und ihn andererseits mit einer kontrollierten Pflege zu erhalten. Insgesamt gibt es in München 500 Hektar ökologische Ausgleichsflächen und Biotope, das entspricht circa 500 Fußballfeldern.

Fazit

In Folge dieser vielfältigen Maßnahmen dienen bereits jetzt stadtweit rund 45 Prozent der städtischen Grünflächen fast ausschließlich als Habitate und Nahrungsquellen für die heimische Vogel- und Insektenwelt. Derzeit werden durch das Baureferat stadtweit insgesamt circa 700 Hektar extensive Blumenwiesen gepflegt.

Biotop Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Biotop

Biotop Mauerbiene Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Biotop Mauerbiene

Blumenwiese Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Blumenwiese