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Relikte der IGA 1983 im Westpark


Westaparkt Asienensemble  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Westpark Asienensemble

Internationale Gartenschau 1983 im Westpark - Asienensemble und Themengärten

Besonderheiten der IGA 1983 - Gartenpavillons aus ganz Asien und Staudengärten sind bis heute erhalten

Besonderheiten zur Internationale Gartenschau (IGA) 1983
Die IGA 1983 brachte den Münchnerinnen und Münchnern das Thema Asien ganz nah. Japanische Kirschblüte, alte chinesische Lebensphilosophie, herrlich bunte thailändische Baukunst und reiche nepalesische Holzschnitzarbeiten - so dicht auf engstem Raum können Sie Ostasien auch heute noch genießen. Auch die beeindruckenden Staudengärten der IGA 1983 können heute noch bewundert werden.

Der Japan-Garten
Von unserer japanischen Partnerstadt Sapporo wurde ein Garten komponiert, in den verschiedene Elemente aus dem aristokratischen Teich-Insel-Garten, dem Meditationsgarten und dem Garten für die Teezeremonie zu einer Einheit verschmolzen sind. Dieser Garten ist im wesentlichen im Stil der Heian-Zeit (um 800 n. Chr.) angelegt. Groß ist die Kunst der Japaner, den Blick zu leiten und den Besucher mit ständig neuen Ansichten zu überraschen. Ein kurzer Einblick am Beginn des Rundweges, und Sie werden auf einem von Hecke und Mauer eingefassten Weg weitergeführt. Hier sollen Sie sich sammeln, Ihre Gedanken sollen durch nichts abgelenkt werden. Umso überraschender ist die Aussicht von der nun folgenden Terrasse über den ganzen Garten, über die Wasserfläche, die das Meer darstellt und das Steinufer, als Symbol für die weite Meeresküste. Im Hintergrund entdecken Sie den offenen Pavillon, den Sie durch die Maueröffnung am Anfang noch nicht sehen konnten. Auf schmalen Pfaden erreichen Sie die Schrittsteine, die zum Pavillon führen. Die Steinsetzungen stellen die wilde japanische Gebirgslandschaft in Miniatur dar. Der Wasserfall soll zugleich durch sein gleichmäßiges Rauschen die Ruhe an dieser Stätte unterstützen.

Garten von Duft und Pracht - der Chinagarten
Diesen poetischen Namen wählten die Planer aus dem Gartenamt Kanton, die den Garten nach dem Beispiel alter Gelehrtengärten als Sinnbild der vier Jahreszeiten planten und in München aufbauten.

Die Pforte des Frühlings öffnet den Garten. Auf gewundenen Wegen - der Weg des Lebens ist auch niemals gerade - vorbei an den sprühenden Gewässern des Frühlings, erreicht man das steinerne Hausboot, das den Sommer mit all seinen Freuden darstellt. Rechts voraus zeigt sich der Herbst mit farbigem Laub vor und hinter der Mauer. Gegenüber liegt der Pavillon des Winters, symbolisiert durch Pflaume, Kiefer und Bambus. Diese drei Pflanzen repräsentieren die Tugenden der Zähigkeit, des Ausharrens in schwierigen Situationen und der Anpassungsfähigkeit. Im Pavillon des Winters kann sich der Besucher ausruhen und auf sein Leben, symbolisiert durch die Jahreszeiten, zurückblicken.

Die Nepalpagode
Mittelpunkt des nepalesischen Tempelgartens ist eine handgeschnitzte Pagode. Die Interessengemeinschaft "Erhaltung Asiatischer Kultur e.V." ließ diese extra für die IGA 1983 in Nepal anfertigen und nach München transportieren. 300 Nepalesen arbeiteten sieben Monate an diesem Kunstwerk alter nepalesischer Kultur. Wie auch in Nepal steht die neun Meter hohe Pagode auf einem Plateau. Die Tempelfiguren, die die Treppe flankierten, sind ebenso wie die Tempelglocken in der Pagode ausgestellt.

Die Thai-Sala
Im kleinen See spiegelt sich die Thai-Sala. Sie ist ein Pavillon, wie man ihn überall in Thailand findet: im Tempel- und Klosterbereich ebenso wie in Schlossanlagen, bei den Villen der Oberschicht und im Campus der Universitäten. Unsere Thai-Sala ist im prunkvollen Bangkokstil erbaut und mit Lackmalerei und glasierten Ziegeln reich geschmückt. Sie wurde von einem deutschen Kaufmann aus Bangkok, gestiftet. Die Skulptur in der Thai-Sala wurde geweiht, und damit ist die Sala das erste buddhistische Heiligtum in Deutschland.

Die Staudenbereiche im Westpark
Einmalig ist der Westpark auch aufgrund seiner vielfältigen Staudenpflanzungen, die ihren Ursprung in der Internationalen Gartenschau (IGA) 1983 haben. Dank der einfühlsamen Pflege haben sie sich zu stabilen, attraktiven Pflanzflächen entwickelt, die eine unvermindert große Anziehungskraft auf die Bevölkerung ausüben. Sie können sich einfach an dem Blütenreichtum erfreuen, oder Anregungen für den eigenen Garten aus den verschiedenen Staudenbereichen mitnehmen.

Beet- und Sonnenstauden
Hier zeigen wir farbenprächtige, züchterisch bearbeitete Stauden. Die Themenschwerpunkte sind: der blaue Garten mit Rittersporn, der gelbe Garten mit amerikanischen Steppenpflanzen und der rosa violette Garten mit Pfingstrosen, Phlox und Astern. Der Sonnenhang zeigt trockenheitsliebende Stauden, die sich auf Stein- und Kiesterrassen wohl fühlen, und Kombinationen zwischen Rosen und Stauden.

Steingarten und Felstreppe
Kleine Iris, Phlox, Lilien und andere Schmankerl aus dem Bereich der Miniatur- und Polsterstauden blühen hier.

Halbschattenstauden
Sehr viel ruhiger als bei den Beet- und Sonnenstauden geht es im Bereich der Halbschattenstauden zu. Die Blütenfarben sind nicht so intensiv, dafür bezaubern die Stauden, die sich hier wohl fühlen, durch ihre vielfältigen Blatt- und Blütenformen. Genießen Sie die einfache Schönheit einer einzelnen Blüte oder die hübschen Kontraste, die sich mit verschiedenen Blattformen komponieren lassen.