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Das Wegweisungssystem


Übersicht des neuen Münchner Radlnetzes  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Die Logik des Wegweisungssystems

Das Routennetz besteht im Wesentlichen aus 15 Radialrouten mit dem Marienplatz als Zentrum. Zusätzlich verbinden zwei Ringe, der Äußere und der Innere Radlring, diese Routen innerhalb des Stadtgebietes miteinander. Der Isar- und Würmradweg sowie der Nymphenburg-Radweg ergänzen das Netz. Die überregionalen Routen des Bayernnetzes für Radler (Isar-, Mangfall-, Ammerseeradweg und Panoramaweg Isar-Inn) und die Deutschland-Route D 11 (Ostsee-Oberbayern) werden auf ihrem Weg durch die Stadt mit ihren Routensymbolen in die Beschilderung integriert.

Die Auslegung der wegweisenden Beschilderung muss einen Zielkonflikt zwischen Informationsflut und detailliertem Informationsangebot lösen. Bei der Nutzung wäre es wünschenswert, wenn für alle "ihr" Ziel vom Startpunkt bis zum Zielort durchgängig beschildert wäre. Dies führt jedoch schnell zu einer Überinformation, die nicht nur ablenkend wirkt, sondern auch das Auffinden der richtigen Information unmöglich macht. Das Stadtgebiet ist daher virtuell in die Quadranten Nordwest, Nordost, Südwest und Südost aufgeteilt. Die Quadranten bilden innerhalb des Inneren Radlrings das richtungsweisende Prinzip. Dies erleichtert die geografische Orientierung in die äußeren Stadtbezirke und hilft zusätzlich einen Schilderwald zu vermeiden.

Die Wegweiser weisen neben Stadtteilen und Stadtbezirken auch Sehenswürdigkeiten, Plätze und Parks sowie Freizeit-, Kultur- und Sporteinrichtungen oder Haltestellen des Nahverkehrs aus.

Das System vernetzt zusätzlich die Stadt mit dem Umland: Ziele im Umland Münchens werden ab dem Äußeren Radlring in die Wegweisung aufgenommen. Umgekehrt ist für alle in Richtung Zentrum verlaufenden Routen der Marienplatz das Ziel. Die Systematik der Wegweiser wird im Übrigen auf insgesamt neun Infotafeln an den Stadteingängen im Verlauf der Routen des Bayernnetzes erklärt.

Schilder des neuen Münchner Radlwegweisungssystems  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Die Gestaltung der Schilder

Seit 1998 gibt es das bundesweit gültige "Merkblatt zur wegweisenden Beschilderung für den Radverkehr" der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen. Bei der Konzeption des Wegweisungssystems hat sich das Baureferat an dieser Leitlinie orientiert. Die Gestaltung der Schilder wurde vom bereits bestehenden Wegweisungskonzept des Freistaats für das Bayernnetz übernommen: grüne Schrift auf weißem Grund.

Die schnelle Erfassbarkeit der Schilder hatte bei deren optischer und inhaltlicher Gestaltung oberste Priorität. Die Wegweiser sind mit 80 Zentimetern Breite deutlich zu erkennen und die Ziele gut lesbar. Pro Schild werden maximal drei Ziele ausgewiesen. Die Wegweiser sind auf einer Höhe von mindestens 2,25 Metern angebracht.