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Der Sommer blüht in der Stadt!


OB Dieter Reiter mit dem neuen bienenfreundlichen Blumenschmuck  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
OB Dieter Reiter 2019 mit dem bienenfreundlichen Blumenschmuck
© Nagy / Presseamt München

Einzug der Sommerblumen in die Stadt

Der Einzug der Sommerblumen in die Stadt ist – trotz aller Geduldsproben, die uns das Wetter heuer abverlangt - nicht mehr aufzuhalten. Der städtische Gartenbau beginnt damit, die Blumenkästen auf den Rathausbalkonen anzubringen. Auf Wunsch des Oberbürgermeisters werden die Rathausbalkone auch in diesem Jahr bienenfreundlich bepflanzt. Wegen der sehr positiven Resonanz ist erneut die gleiche bienenfreundliche Bepflanzung der Balkonkästen wie 2019 und 2020 vorgesehen. Den ganzen Sommer hindurch zieren dann Buntnesseln, Zauberschnee, Prachtkerzen, Löwenmäulchen, Leberbalsam, Mehlsalbei, Basilikum und Zinnien sowie Zweizahn, Fächerblume und Süßkartoffel das Rathaus. Insgesamt wurden dafür über tausend Pflanzen in die 111 Blumenkästen gesetzt.

Ab Ende Mai ist die Stadtgärtnerei dann spätabends und frühmorgens in den Fußgängerzonen unterwegs, um die mobilen Pflanzkörbe mit den Sommerblumen in die bereitstehenden Gefäße einzusetzen. Mitte Mai wurde bereits begonnen, die Zierbeete an vielen Plätzen der Stadt und in Grünanlagen von den typischen Frühjahrsblühern auf Sommer umzustellen. Auch hierbei wird an die Insektenfreundlichkeit gedacht. Voraussichtlich in zwei bis drei Wochen ist dann die Aufgabe, den Sommer in die Stadt zu bringen, von gärtnerischer Seite erfüllt.

Bestens vorbereitet setzt das Baureferat alle Jahre zum Frühjahrs- und Sommerbeginn blühende Highlights in der Stadt. In den Kulturgärtnereien des Baureferats werden jedes Jahr aufs Neue Kompositionen aus zahlreichen verschiedenen Pflanzen entwickelt. In diesem Jahr blühen die Sommerblumen in Beeten und Pflanzkübeln erneut in überraschenden Farbkombinationen. Es werden beispielsweise die Beete um den Neptunbrunnen im Alten Botanischen Garten in intensiven Rottönen, ergänzt mit blauviolett und weiß, bepflanzt. Am Karolinenplatz wird ein Farbverlauf von weiß über rosa bis violettblau gestaltet. Der Pariser Platz wird in einem Kontrast aus gelb und weiß zu violettblau erblühen.

Zahlen Sommerblumen 2021:

  • Anzahl der Pflanzen: circa 162.000 Pflanzen
  • Anzahl der „Mobilen Gefäße“: zirka 560 Gefäße an 42 Standorten
  • Flächen der „Wechselflor-Beete“: circa 3.800 Quadratmeter an 26 Standorten

Vorbereitung in der Gärtnerei des Baureferats

Bienenfreundliche Blumen Rathaus Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Bienenfreundliche Blüten

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Über 1.000 Pflanzen in 111 Blumenkästen...

Bienenfreundliche Blumen Rathaus Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

...für das Rathaus

Das tut das Baureferat der Stadt München für Biene, Hummel & Co.

Ziel ist es, die Qualität und die Quantität der Flächen zu erhöhen, die als Lebensraum und Nahrungsquellen für Bienen und Insekten dienen können. Dafür realisiert das Baureferat bereits seit einigen Jahren verschiedenste Maßnahmen sowohl in ökologischen Ausgleichsflächen und Biotopen als auch in Parks und auf städtischen Grünflächen:

Umwandlung von reinen Grasflächen in Langgras- oder Blumenwiesen

Im Rahmen des regulären Unterhalts der städtischen Grünanlagen werden Wiesen in Langgras- oder Blumenwiesen umgewandelt; dazu wird weniger häufig gemäht und das Mähgut entfernt.

Vielfalt auf Langgrasflächen

Je nach Standort- und Bodenverhältnissen ist die Artenvielfalt sehr unterschiedlich. Um sie zu fördern, werden diese Langgrasflächen mit artenreichem Blumen- und Kräutersaatgut geimpft.

Wildkrautstreifen

Wo möglich und sinnvoll, werden Wildkrautstreifen entlang von Gehölzsäumen belassen und nur ein- oder zweimal jährlich gemäht. Das schafft Lebensraum für Insekten und andere Kleinlebewesen.

Wildbienenprojekt der Deutschen Wildtierstiftung

Das Baureferat ist Projektpartner beim Wildbienenprojekt der Deutschen Wildtierstiftung. Dabei werden auf mehreren Flächen im Stadtgebiet (Würmgrünzug, Mettenanlage am Westfriedhof, Olympiapark Nord, Hirschgarten) Bereiche so gestaltet, dass sie den bedrohten Wildbienen als Lebensraum nutzbar gemacht werden.

Neue Parks und Grünanlagen

Wenn das Baureferat neue Parks und Grünanlagen sowie Grün- und Dachflächen an städtischen Gebäuden plant, richtet sich die Auswahl von Pflanzen und Saatgütern neben funktional-gestalterischen Gesichtspunkten immer auch nach ökologischen Kriterien.

Baumpflege

Wenn Baumfällungen in geschlossenen Gehölzbeständen notwendig sind, werden stets naturschutzfachliche Belange beachtet und z.B., wo möglich, Reststämme stehen gelassen oder Totholzhaufen belassen. Dieses liegende und stehende Totholz kann dann von zahlreichen Insektenarten besiedelt und als Lebens- und Fortpflanzungsraum genutzt werden.

Ökologische Ausgleichsflächen

Neben der öffentlichen Parks und Grünanlagen spielen vor allem auch die ökologischen Ausgleichsflächen und die Vorrangflächen für Naturschutz eine wesentliche Rolle zum Erhalt der Artenvielfalt im Stadtgebiet. Hier achtet das Baureferat darauf, den wertvollen Lebensraum einerseits der Natur zu überlassen und ihn andererseits mit einer kontrollierten Pflege zu erhalten. Insgesamt gibt es in München 500 Hektar ökologische Ausgleichsflächen und Biotope, das entspricht circa 500 Fußballfeldern.

Fazit

In Folge dieser vielfältigen Maßnahmen dienen bereits jetzt stadtweit rund 45 Prozent der städtischen Grünflächen fast ausschließlich als Habitate und Nahrungsquellen für die heimische Vogel- und Insektenwelt. Derzeit werden durch das Baureferat stadtweit insgesamt circa 700 Hektar extensive Blumenwiesen gepflegt.

Biotop Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Biotop

Biotop Mauerbiene Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Biotop Mauerbiene

Blumenwiese Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Blumenwiese