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Zertifikat der AOK Bayern


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Ludwig Gunkel (AOK), Robert Schmidt (MSE), Maximiliam Georg (AOK), Bernd ...

Münchner Stadtentwässerung und das Personal- und Organisationsreferat der Landeshauptstadt München erhalten Zertifikat der AOK Bayern für gelungenes Betriebliches Gesundheitsmanagement

Die AOK Bayern, Direktion München, verlieh am 26. November 2010 ihr Zertifikat für gelungenes Betriebliches Gesundheitsmanagement an die Münchner Stadtentwässerung (MSE) und das Personal- und Organisationsreferat der Landeshauptstadt München. Es ist erst das 5. Unternehmen, das dieses Zertifikat im Großraum München verliehen bekommt – und das obwohl die AOK über 40.000 Arbeitgeber betreut. Mit diesem Zertifikat würdigt die AOK Bayern Unternehmen, die sich in herausragender Weise für die Gesundheitsförderung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren und die Qualitätsanforderungen eines nachhaltigen und ganzheitlichen Betrieblichen Gesundheitsmanagements erfüllen.

Die Münchner Stadtentwässerung, hat sich in den letzten acht Jahren für gesunde Arbeitsbedingungen und die Förderung des persönlichen Gesundheitsverhaltens ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingesetzt.

Zertifiziert wurde ebenso das Personal- und Organisationsreferat, das die Anfänge der betrieblichen Gesundheitsförderung bei der MSE begleitet hat und federführend innerhalb der Landeshauptstadt München das Betriebliche Gesundheitsmanagement vorantreibt und implementiert.

Betriebliche Gesundheitsförderung ist eine zentrale Managementaufgabe  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Die enge Kooperation mit der AOK Direktion München und die fachliche Unterstützung durch die AOK Bayern haben dazu beigetragen, dass das Betriebliche Gesundheitsmanagement dauerhaft in die Organisation der MSE integriert werden konnte. „Für unser Unternehmen ist Gesundheitsförderung eine Notwendigkeit, die nicht mehr wegzudenken ist“, so der Technische Werkleiter der Münchner Stadtentwässerung Robert Schmidt. Deshalb ist es nur konsequent, dieses Ziel auch im Unternehmensleitbild der MSE zu verankern.

Betriebliche Gesundheitsförderung ist eine zentrale Managementaufgabe

Seit 2003 investiert die Stadt München in ein Betriebliches Gesundheitsmanagement. Der Schwerpunkt liegt auf der Verhältnisprävention. Auf Basis von Mitarbeiterbefragungen werden stadtweit Gesundheitszirkel initiiert. Verbesserungen, die dort besprochen werden, werden in Follow- up-Betrachtungen überprüft. Rund 8.000 der etwa 28.000 Beschäftigten haben inzwischen direkt oder indirekt davon profitiert.

Das reicht von der Ausstattung über Abhilfe bei psychischen Belastungen bis zum Führungsverhalten. Zur Verhaltensprävention bietet das Betriebliche Gesundheitsmanagement der Landeshauptstadt unter anderem Programme zu psychischer Gesundheit, zu Bewegung und Ernährung, zum Haut-Screening sowie zur Diabetes- und Darmkrebsfrüherkennung an. „Wichtigste Ressource in einem erfolgreichen Unternehmen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir wollen Einfluss nehmen auf die Zufriedenheit und das Wohlbefinden der Beschäftigten als Basis für den Erhalt der Gesundheit“, so Personal- und Organisationsreferent Dr. Thomas Böhle. „Eine zunehmende Arbeitsverdichtung und alternde Belegschaften legen das nahe. Neben der Frage nach krank machenden Bedingungen und Faktoren tritt gleichberechtigt die Frage, was gesund erhält, in den Mittelpunkt des Gesundheitsmanagements. Daher setzen wir zum einen beim Verhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an und zum anderen bei den Arbeitsverhältnissen.“

Das Feld „Führung und Gesundheitsmanagement“ ist für die Münchner Stadtverwaltungbesonders wichtig, denn es gibt einen Zusammenhang zwischen gesundheitlichen Risiken für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und dem Führungsverhalten. „Die Art der Führung wirkt sich auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus. Nicht nur das: Wird Führung im Unternehmen positiv wahrgenommen, steigert das auch die Produktivität“, erläutert Dr. Böhle. Mittlerweile könne die Stadt München diese wissenschaftlich eindeutig belegten Aussagen mit eigenen Zahlen untermauern. So hätten Befragungen in mehreren Verwaltungsbereichen der Stadt ergeben, dass die Arbeitsfähigkeit im Zusammenhang mit dem erlebten Führungsverhalten stehe. Die Kosten, die schlechte Führung und die dadurch entstehende schlechte Mitarbeitermotivation verursacht, beziffert eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Gallup aus dem vergangenen Jahr auf 81 bis 109 Milliarden Euro pro Jahr. Laut Gallup sind nur 13 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Engagement bei der Sache, 67 Prozent machen Dienst nach Vorschrift und 20 Prozent haben innerlich gekündigt. „Es liegt nahe“, so der Personal- und Organisationsreferent der Stadt München, „dass diese Werte auch auf Defizite im Führungsverhalten zurückzuführen sind.“ Schon aus diesem Grund habe die Stadt München das Thema Führung und Gesundheit breit implementiert.

Wegen ihres hohen Engagements zählt München zu den Beispielen guter Praxis im Öffentlichen Dienst und wurde vom DNBGF als einer der Leuchttürme der Betrieblichen Gesundheitsförderung bezeichnet. 2009 erhielt die Landeshauptstadt München für ihr herausragendes Betriebliches Gesundheitsmanagement, das zu den besten deutschlandweit zählt, den Corporate Health Award.

Auch der Erfolg eines Unternehmens wie die Münchner Stadtentwässerung hängt im Wesentlichen vom Wissen und Einsatzwillen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab. Wichtige Voraussetzungen dafür sind gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen, eine offene Kommunikation und ein gutes Betriebsklima. Dies ermöglicht, vermeidbare Arbeitsbelastungen zu erkennen und zu verändern. Gleichzeitig werden damit die Voraussetzungen geschaffen, dass die Beschäftigten und deren Führungskräfte ihre alltäglichen Arbeitsanforderungen gut und gesund bewältigen können. Deshalb war es für die Verantwortlichen naheliegend, durch die Schaffung entsprechender Kapazitäten und Strukturen nachhaltig an einer Unternehmenskultur zu arbeiten, die Gesundheit und damit eine hohe Motivation, Qualifizierung und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt fördert.