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Verbesserung der hygienischen Wasserqualität in der Isar


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Baden in einem Fluss mitten in einer Millionenstadt

Baden in der Isar – ein Traum vieler Münchnerinnen und Münchner. Bis 2005 galt jedoch die Devise »Sonnenbaden ja, baden nein!« Der Grund dafür waren die Hygieneverhältnisse der Isar. Die zu hohen Keimzahlen verhinderten eine unbedenkliche Abkühlung.

Mit einem ehrgeizigen Projekt sollte das anders werden: Ziel war es, im Bereich der gesamten Isar alle Kläranlagen mit Ultraviolett-Licht-Desinfektionsanlagen auszurüsten, um die Keimzahlen der eingeleiteten Abwässer drastisch zu reduzieren. Dafür setzten sich Münchens Bürgermeister Hep Monatzeder und die Münchner Stadtentwässerung gemeinsam mit den anderen Isargemeinden und Fachbehörden bereits seit 1998 ein.

Nach einigen Beratungen am runden Tisch beschlossen die Bürgermeister der Isargemeinden südlich und nördlich von München, gemeinsam die hygienische Wasserqualität der Isar zu verbessern und sich für den Bau von Abwasserdesinfektionsanlagen einzusetzen. Entsprechend beschloss der Münchner Stadtrat im Mai 1999 die Planung einer Abwasserdesinfektionsanlage in Münchner Klärwerk Gut Marienhof.

Die Realisierung des Projektes wurde davon abhängig gemacht, ob die anderen Isargemeinden ebenfalls entsprechende Maßnahmen ergreifen. Im Mai 2003 einigten sich die im Norden Münchens gelegenen Klärwerksbetreiber in Garching, Ismaning, München, Grüneck und Freising Abwasserdesinfektionsanlagen zu errichten.

Die Landeshauptstadt München fasste den Beschluss zum Bau einer Desinfektionsanlage in Klärwerk Gut Marienhof im Juni 2003.
Im August 2005 wurde die Abwasserdesinfektionsanlage in Klärwerk Gut Marienhof - eine der größten Anlagen in Europa – in Betrieb genommen. Mit der Fertigstellung wird die hygienische Wasserqualität der Isar auch nördlich von München deutlich besser.

Die geplanten Baukosten von 12,5 Millionen Euro wurden deutlich unterschritten. Die laufenden Kosten der Abwasserdesinfektion betragen ca. 1,5 Cent je Kubikmeter Abwasser. Betrieben wird die Anlage während der Badesaison, zeitgleich mit denen der anderen Isargemeinden, im Sommerhalbjahr vom 15. April bis 30. September.
Im August 2015 wurden die Vereinbarungen zum Betrieb der Desinfektionsanlagen bis 2030 verlängert.