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Regenrückhaltebecken Oberwiesenfeld


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Regenrückhaltebecken Oberwiesenfeld
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Was sind Regenrückhalteanlagen?

Rund 1000 mm Niederschlag im Jahr fallen in München – der höchste Wert aller Großstädte Deutschlands. Bei starken Regenfällen sind die Kanäle und die Klärwerke trotz doppelter Auslegung überlastet. Um eine gesicherte Ableitung der durch den Regen stark verdünnten Abwässer zu gewährleisten, gibt es im Stadtgebiet derzeit 23 Regenauslässe, die das Kanalnetz direkt zur Isar entlasten.

Seit 1979 besteht die Forderung der Aufsichtsbehörden, dass 90 Prozent der abbaubaren Schmutzstoffe durch das Klärwerk geleitet werden müssen. Um dies zu gewährleisten werden große Regenwassermengen in unterirdischen Becken (Regenrückhalte- und Regenüberlaufbecken) gespeichert und bei nachlassendem Regen kontrolliert den Klärwerken zugeleitet. Selbst bei Starkniederschlägen kann so eine Einleitung von Mischwasser in die Isar weitestgehend vermieden werden.

Wie funktioniert ein Regenrückhaltebecken?
Vom Zulaufkanal läuft das Mischwasser bei hohem Wasserstand über eine Betontrennwand in ein Teilbecken. Ist dieses gefüllt, läuft das Wasser über eine Schwelle in weitere Teilbecken.

Die Entleerung der Becken erfolgt durch das Öffnen eines Schiebers, bei tiefer liegenden Becken durch Pumpwerke. Durch einen Ablaufkanal wird das Mischwasser dann wieder dem städtischen Kanalnetz und somit einer Reinigung in den Klärwerken zugeführt.

Regenrückhalteanlagen
In München gibt es insgesamt 13 Regenrückhalteanlagen mit einem Volumen von rund 703.000 Kubikmetern. Dies entspricht einer Wassermenge, mit der sich ein Fußballfeld rund 70 Meter hoch unter Wasser setzen ließe.