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Gastronomie und Lebensmittel


Informationen für den Betrieb von Fettabscheideranlagen

Die Münchner Stadtentwässerung stellt in § 15 der Entwässerungssatzung (PDF, 374 KB) Anforderungen an das Einleiten von nichthäuslichem Abwasser. Im Bereich der Gastronomie und anderer Lebensmittelbetriebe sind insbesondere das enthaltene Fett, die absetzbaren Stoffe, die Temperatur und der pH-Wert zu beachten.

Es gelten hier folgende Grenzwerte:

  • Fett („Schwerflüchtige lipophile Stoffe“) 250 mg/l
  • Absetzbare Stoffe (nach 30 Min. Absetzdauer) 5 ml/l (am Ablauf des Fettabscheiders)
  • pH-Wert 6 bis 11
  • Temperatur maximal 35°C

Im Bereich der Gastronomie werden diese Werte in der Regel durch Verwendung eines ausreichend dimensionierten Fettabscheiders nach DIN EN 1825 und DIN 4040-100 eingehalten, wenn dieser vorschriftsmäßig betrieben und regelmäßig mindestens alle vier Wochen gereinigt wird.

Die Münchner Stadtentwässerung verlangt generell den Einbau von Fettabscheidern, verzichtet allerdings auf die Forderung bei weniger als 30 Essen (bei Kindertagesstätten 100 Kindern) am Tag mit dem Hinweis, dass Schäden wie z.B. Verstopfungen durch Fettablagerungen in den Grundleitungen vom Eigentümer bei Nichteinbau selbst zu tragen sind.

Zur Problematik heißer Spülabwässer in Großgaststätten siehe das Infoblatt „Fettabscheiderproblematik in Großgaststätten“.

In anderen Lebensmittelbetrieben kann je nach Herstellungsprozessen ebenfalls der Einbau eines Fettabscheiders erforderlich sein, beispielsweise bei der Fleischverarbeitung. Ansonsten richtet sich die erforderliche Vorbehandlung nach dem zu erwartenden Abwasser.

Aufgrund der hohen organischen Fracht werden viele Betriebe aus dem Bereich der Gastronomie und Lebensmittelherstellung auch zum Starkverschmutzerzuschlag veranlagt.

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