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Starkverschmutzerzuschlag


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Voraussetzung für die Festsetzung des Zuschlages

Je höher die Schmutzfracht im Abwasser ist, desto höher ist der Reinigungsaufwand für die Münchner Stadtentwässerung. Aus Gründen der Gebührengerechtigkeit erhebt die Münchner Stadtentwässerung eine Zusatzgebühr, den Starkverschmutzerzuschlag, wenn Abwasser einen überproportional hohen Reinigungsaufwand verursacht. Maßgeblich sind hier der Biochemische Sauerstoffbedarf (BSB5) und der Stickstoffanteil, der organisch gebunden bzw. als Ammonium/ Ammoniak vorliegt und der in der Kläranlage nitrifiziert werden muss (Kjeldahl-Stickstoff).

Pro Kubikmeter Abwasser muss der zusätzlich zur normalen Gebühr ein Zuschlag bezahlt werden.

Voraussetzung für die Festsetzung des Zuschlages ist,
a) dass das anfallende Schmutzwasser einen biochemischen Sauerstoffbedarf in fünf Tagen (BSB5) von über 500 mg/l oder einen Kjeldahl-Stickstoff von über 85 mg/l aufweist und

b) dass die jährliche Menge an stärker verschmutztem Abwasser mindestens 3 000 m³ beträgt
oder
eine Jahresfracht von 3 000 kg BSB5 bzw. von 500 kg Kjeldahl-Stickstoff überschritten wird.

Die zu erwartenden Schmutzfrachten werden durch eine einwöchige mengenproportionale Probenahme an der Übergabestelle zum städtischen Kanal auf Kosten des Einleiters ermittelt. Die Münchner Stadtentwässerung kann dazu die Einrichtung einer geeigneten Probenahmestelle verlangen.

Nähere Informationen finden Sie in §10 der Entwässerungsabgabensatzung.

Zur Vermeidung oder Reduktion des Starkverschmutzerzuschlages können verschiedene innerbetriebliche organisatorische oder technische Maßnahmen getroffen werden. So können beispielsweise in der Gastronomie durch konsequentes Vorabräumen des Geschirrs und durch einen ordnungsgemäßen Betrieb des Fettabscheiders Kosten eingespart werden.

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