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Prinzregentenplatz


1988: Prinzregentenplatz  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Foto: Michael Heinrich

Der Prinzregentenplatz in Bogenhausen

Erst auf den zweiten Blick gibt der Prinzregentenplatz seine Größe und Schönheit preis. Die meisten Autofahrer an einer der Hauptverkehrsadern der Stadt lassen ihn achtlos rechts oder links liegen. Dabei offenbart sich beim Verweilen und genauen Hinsehen die ganze Pracht des malerischen Platzes, angelehnt an das Prinzregentheater, umgeben von stattlichen Repräsentationsbauten des barockisierenden Jugendstils und umrahmt von alten Linden. Lediglich zur Prinzregentenstraße öffnet sich der Platz.

Mosaikpflaster in Schuppenbögen

Die großzügige Freifläche mit dem schlichten Brunnen und der hochschießenden Fontäne als Blickfang besticht durch seinen Belag in Schuppenbögen. Dieser setzt sich zu beiden Seiten der Straße zusammen aus kleinen hellen und dunklen Granitsteinen. Diese aufwändige Verlegeart bewirkt optisch eine starke Platz-Verbindung über den Asphalt hinweg. Wie ein wertvoller ornamentaler Teppich bedeckt das Mosaikpflaster großflächig den Platz.

Namensgeber Prinzregent Luitpold

Vor allem die Wahl des Materials und die Form der Pflasterung sind charakteristisch für den Prinzregentenplatz, benannt übrigens nach dem bayerischen Prinzregenten Luitpold. Den historischen Ort respektierend wurde vor allem dem Bodenbelag mit dem rötlichen Ziegelpflaster entlang der Häuser, den von in Form geschnittenen, niedrigen Hecken, umrahmten breiten Beeten, den Metallumfassungen und Geländern besonderes Augenmerk geschenkt.

Schlicht und elegant in Material und Bepflanzung

Auch der Brunnen wird eigens betont durch eine schmucke Einfassung aus Granitsteinen. Die Möblierung dieses ganz besonderen Stadtraums ist - mit Ausnahme der großen Kandelaber als Reminiszenz an die Historie - zurückhaltend, ebenso die Begrünung. Die schlichten Sitzbänke unter den hohen Linden schmiegen sich dicht an die Hecken und Häuserfronten. Der ganze Platz darf in seiner anspruchsvoll gestalteten Fläche wirken.
 

Projektdaten


Bauherr: Landeshauptstadt München Baureferat (Tiefbau)

Landschaftsarchitekten: Gottfried und Toni Hansjakob

Architekten: Alexander von Branca, Hilmer und Sattler

Fertigstellung: 1988

Fläche: 10.000 Quadratmeter

Kosten: 2,4 Millionen Euro