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Kurt-Eisner-Denkmal


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© Peter Schinzler

Kurt-Eisner-Denkmal am Oberanger

Eine Skulptur der Künstlerin Rotraut Fischer aus gläsernen Elementen schafft einen würdigen und ästhetischen Rahmen für das Gedenken an den Gründer des Freistaates Bayern

Im Juni 2008 hatte der Münchner Stadtrat entschieden, dem Gründer und ersten Ministerpräsidenten des Freistaates Bayern Kurt Eisner (1867-1919) ein würdigeres Denkmal zu setzen und das Baureferat mit der Durchführung eines Kunstwettbewerbes beauftragt.

Wettbewerbsaufgabe war es, mit künstlerischen Mitteln eine skulpturale bzw. objekthafte Arbeit zu schaffen, die als Denkmal der Persönlichkeit und historischen Rolle Kurt Eisners gerecht wird und die Gegebenheiten des vorgesehenen Standortes berücksichtigt.

Insgesamt bewarben sich 78 Künstler, auf Aufforderung der Jury gaben 11 Künstler ihre Arbeiten ab, davon 5 zugeladene. Am Ende entschied sich die Jury unter Vorsitz von Prof. Nikolaus Gerhart mit großer Mehrheit für die Arbeit von Rotraut Fischer.

Der Künstlerin war für einen Ort der Konzentration und des Gedenkens eine klare, strenge, aber offene Form wichtig. Sie entwarf eine Skulptur aus mehreren gläsernen Elementen. Die Glaselemente wirken als Gesamtobjekt körperhaft, die Anordnung der Scheiben und die entstehenden Spiegelungen sollen Bewegung assoziieren. Als Inschrift wählte sie ein Zitat aus dem Aufruf, mit dem Kurt Eisner den Freistaat Bayern proklamierte: "Jedes Menschenleben soll heilig sein". Nachts werden die Scheiben so illuminiert, dass die Schrift besonders hervortritt.

Insgesamt war sich die Jury über die hohe ästhetische Qualität der Arbeit einig, mit der Kurt Eisner gewürdigt wird, besonders überzeugte sie die Wahl des Zitates.

Am 30. Mai 2011 übergab Oberbürgermeister Christian Ude nach 2 Monaten Bauzeit das Denkmal am Oberanger der Öffentlichkeit.