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Königsplatz


1988: Königsplatz  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Foto: Michael Heinrich

Der Königsplatz in der Maxvorstadt

Die Propyläen bilden das prunkvolle Entree zum Königsplatz mit Glyptothek und Antikensammlung, eine Nahtstelle zwischen der Repräsentationsarchitektur des „Isar-Athen" Ludwigs I. und der bürgerlichen Maxvorstadt. Hier kreuzen sich historische Verbindungswege: von West nach Ost die Achse von der Stadtresidenz zum Sommerschloss Nymphenburg und von Schwabing zum Hauptbahnhof.

Den Königsplatz konzipierte Leo von Klenze nach dem Vorbild der Athener Akropolis. Er zählt zu den schönsten Beispielen des romantischen Klassizismus. Formale Strenge sollte in lebendiges Grün eingebettet werden und so den städtebaulichen Vorstellungen des griechenlandverliebten Ludwigs I. entsprechen. Um einen mit Tempeln umstandenen Platz zu schaffen, erweiterte Karl von Fischer die Brienner Straße. Dabei war kein Straßenkreuz die Grundlage für den Platz; die sich kreuzenden Straßen verlegte Fischer an die Ränder des Platzes, die ihn dadurch begrenzen und den Raum eigenständig machen. Während der nationalsozialistischen Herrschaft wurden anstelle der Rasenflächen Granitplatten verlegt. Aus dem Königsplatz wurde ein Aufmarschplatz.

1988 wurde der Königsplatz nach jahrelanger Nutzung als Parkplatz und nach intensiver öffentlicher Diskussion weitgehend in seinem Ursprungszustand wiederhergestellt. Die Granitplatten des nationalsozialistischen Aufmarschfeldes wichen acht wohlproportionierten Rasenflächen und Kieswegen. Die Bodenbeläge und ihre Gestaltung sind mit Bedacht gewählt. Das Schuppenbogenpflaster aus Granit-Kleinstein unmittelbar vor den Propyläen ist ein Meisterwerk des Pflasterhandwerks.
 

Projektdaten


Bauherr: Landeshauptstadt München Baureferat (Tiefbau), Freistaat Bayern

Architekten: Baureferat (Tiefbau & Hochbau)

Fertigstellung: 1988

Fläche: 20.000 Quadratmeter

Kosten: 3 Millionen Euro