Top
Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Rindermarkt


2002: Rindermarkt  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Foto: Baureferat

Der Rindermarkt in der Altstadt

Der Rindermarkt war immer schon ein beliebter Ort im Stadtzentrum. Durch die Neugestaltung 2002 ist es gelungen, aus der vormals kleinteiligen Fläche einen großen offenen Platz mit interessanten Blickbeziehungen, unter anderem auf Münchens älteste Stadtpfarrkirche, den „Alten Peter“, zu machen – eine klassische Piazza mit Großstadtflair.

Sitzmauern und Stufen aus eingefärbtem Beton bringen den mächtigen Brunnen mit seinen lebhaften Wasserkaskaden besonders zur Geltung. Die vielen Wegerichtungen, die hier zusammentreffen, werden über den Platzbelag – ein Kleinsteinpflaster aus glatten Granitsteinen – aufgenommen. Die ehemals angrenzende Pettenbeckstraße wurde in eine Fußgängerzone umgewandelt. Statt auf Asphaltbahnen lässt sich, wie auf der benachbarten Fußgängerzone vor Geschäften und Cafés auch flanieren; und zwar auf Kunststeinplatten, die mit Bändern aus Naturstein gegliedert sind.

Der Rindermarkt war, wie der Name schon sagt, bis ins 19. Jahrhundert Viehhandelsplatz und Rindertränke. Daran erinnert in der Mitte des dreieckigen Platzes der Brunnen des Bildhauers Josef Henselmann aus dem Jahr 1964. Eine kleine Herde mächtiger Rinder aus dunklem Naturstein schaut auf das plätschernde Wasser, ihr Hirte sitzt wachsam etwas abseits. Henselmann schuf auf dem leicht abschüssigen Gelände aus Tessiner Macchia-Gneis eine terrassierte Brunnenlandschaft. Das unregelmäßig geformte Brunnenbecken im Zentrum der Anlage imitiert dabei die Idee einer natürlichen Wasserlache. Der Brunnen ist ein beliebter Rastplatz für Touristen und Einheimische.


Projektdaten


Bauherr: Landeshauptstadt München Baureferat (Tiefbau)

Landschaftsarchitekten: Mahl-Gebhard

Fertigstellung: 2002

Fläche:  3.300 Quadratmeter

Kosten: 700.000 Euro