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Der neu gestaltete Josephsplatz


Der neu gestaltete Josephsplatz von oben.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Der neu gestaltete Josephsplatz von oben
© Peter Schinzler

Neue Aufenthaltsqualität in Schwabing

Die Neugestaltung des Josephsplatzes ist abgeschlossen. Nach dem Einbau der Anwohnertiefgarage stehen nun an der Oberfläche neue, attraktive Aufenthaltsflächen zur Verfügung.

Mehr Platz, weniger Fahrbahnflächen

Der Platz vor der Josephskirche wurde aufgeweitet und barrierefrei gepflastert. Bänke laden rings um die zentrale Grünfläche zum Verweilen ein. Insgesamt wurden mehr als 30 große neue Bäume gepflanzt. Sie ersetzen 16 Bäume, die zum Bau der Anwohnertiefgarage gefällt werden mussten.
Als Fußgängerzone verbindet jetzt der Bereich entlang der südlichen Häuserzeile die verschmälerte Hiltensperger- mit der Augustenstraße. Der sanierte und mit moderner Brunnentechnik ausgestattete Franziskusbrunnen wurde wieder im Nordwesten des Platzes errichtet.

265 Autos unter der Erde

Der Josephsplatz und seine Umgebung waren über Jahre durch permanenten Parksuchverkehr belastet. Der hohe Parkdruck entspannte sich auch nach Einführung der Parklizensierung nicht dauerhaft. 2006 beauftragte der Stadtrat das Baureferat, die Planung der Tiefgarage zu erstellen und 2007, die Planung für die Neugestaltung der Oberfläche zu entwickeln.
Nach langer Planungsgeschichte und einigen Startschwierigkeiten konnte die Anwohnertiefgarage mit 265 Stellplätzen im Frühjahr 2016 nach dreijähriger Bauzeit übergeben werden. Die Tiefgarage nutzt als zylindrisches, spindelförmiges Rampenbauwerk mit fünf Stellplatzebenen bestmöglich die gegebene Geometrie des Josephsplatzes. Auf der Oberfläche sind nur die Zufahrts- und Zugangsbauwerke sichtbar.

Ein malerischer Stadt-Garten

Bereits mit dem Beschluss des Bedarfsprogramms für den Bau der Anwohnertiefgarage gab der Stadtrat den Auftrag, ein Konzept für die Neugestaltung der Oberfläche zu entwickeln. 2009 führte das Baureferat dazu einen Planungsworkshop durch. Die Jury wählte den Entwurf des Teams Erdmann-Kicherer Landschaftsarchitekten und Hess/Talhoff/Kusmierz Architekten auf den 1. Rang.
Die Landschaftsarchitekten nahmen die Konzeption vom „malerischen Städtebau“ aus dem 19. Jahrhundert mit seinen gekurvten und unregelmäßig geformten Straßen und Plätzen wieder auf. Sie entwarfen für die zentrale Grünfläche einen „Garten“ in asymmetrischer, abwechslungsreicher Form und Ausstattung. Es wurden Obstbäume und Beerensträucher gepflanzt, die den Blick vom Franziskusbrunnen zur imposanten Kirchenfassade frei geben. Durch die Grünfläche zieht sich ein kinderfreundlicher Weg. Eine zirka 750 m² große Rasenfläche in der Mitte lädt zum Spielen und Ausruhen ein. Auf zwei 300 m² großen Sandflächen für Klein- und Schulkinder befinden sich „floral“ gestaltete Spielgeräte.

Dokumentation zum Download