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Mittlerer Ring Südwest


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Historie der Tunnelbaumaßnahme

Die Tunnelbaumaßnahme am Mittleren Ring Südwest verlagert den Verkehr unter die Erde und schafft dadurch Freibereiche sowie Grünflächen an der Oberfläche

Im April 2007 erteilte der Münchner Stadtrat die Projektgenehmigung und gab damit den Startschuss für die notwendigen Vorbereitungen zum Baubeginn. Daraufhin wurde im Oktober 2007 mit den ersten Kanal- und Spartenverlegungen, zum Beispiel in der Waldfriedhofstraße und in der Garmischer Straße, begonnen.

Parallel hat das Baureferat die Ausführungsplanung für den Tunnel- und Straßenbau erstellt und die Bauarbeiten europaweit ausgeschrieben.

Im Juni 2009 erteilte der Stadtrat die Ausführungsgenehmigung für das 398,5 Millionen Euro teure Tunnelprojekt. Zugleich stimmte der Stadtrat der Beauftragung der Bauarbeiten für die Tunnel-, Straßen- und Kanalbauarbeiten zu. Eine Arbeitsgemeinschaft von drei Firmen begann dann Mitte August 2009 mit den Rohbauarbeiten für den Tunnel. Bohrpfähle und Decken waren bis Mitte 2012 soweit hergestellt, dass in Teilbereichen mit dem Erdaushub begonnen wurde. Sukzessive schritt seitdem der Innenausbau (Rohbau) voran. Seit Herbst 2013 wird abschnittsweise die sicherheits- und betriebstechnische Ausstattung in den Tunneln und den vier Betriebsstationen installiert.

Untertunnelung

A

Der Tunnel unter der Garmischer Straße ist im Bereich des Westparks über der Oberfläche in beiden Richtungen an die Autobahn 196 München-Lindau angeschlossen. Hierfür wird eine eigene Zufahrt parallel zur bestehenden Brücke gebaut. 

B
Der Verkehr des Mittleren Rings verläuft ab dem Westpark über den Luise- Kiesselbach-Platz bis zur Murnauer Straße im Tunnel.

C
Die Autobahn A 95 München - Garmisch-Partenkirchen ist jeweils mit einem Seitentunnel an den Haupttunnel von und nach Norden sowie nach Osten angeschlossen. Hier entsteht ein zweistöckiges Tunnelbauwerk.

D
In der Heckenstallerstraße wird der Mittlere Ring zwischen Murnauer Straße und Friedrich-Hebbel-Straße / Höglwörther Straße offen in Tieflage geführt.

E
Die Heckenstallerstraße verläuft zwischen Friedrich-Hebbel-Straße / Höglwörther Straße und Passauerstraße vollständig im Tunnel. Auf der verkehrsfreien Oberfläche entsteht ein Park.

Oberflächengestaltung

Garmischer Straße
Die Garmischer Straße wird nach der Untertunnelung zur Erschließungsstraße mit deutlich geringerem Verkehrsaufkommen als bisher. Die starke Barrierewirkung des Mittleren Rings ist zukünftig aufgehoben. Das Wohnumfeld wird nachhaltig aufgewertet. In die Heute sehr breite Garmischer Straße wird eine großzügige Mittelpromenade von zirka zehn Meter Breite mit einer Richtungsfahrbahn auf beiden Seiten eingefügt. Die Fahrbahnen werden von Baumreihen und Parkbuchten begleitet. Die einmündenden Querstraßen teilen die Promenade in vier Abschnitte, es entstehen Übergänge mit Aufenthaltsflächen. Ein durchgehender Fußweg mit Bänken lädt zum Flanieren ein. Die begrünte Mittelpromenade stellt eine Verbindung vom Westpark zum Luise-Kiesselbach-Platz her und wird das Stadtviertel wieder verknüpfen.

Luise-Kiesselbach-Platz
Die Reduzierung der an der Oberfläche verbleibenden Fahrbahnen schafft einen großen zusammenhängenden Freibereich. Die Gestaltung dieser Grünfläche vor dem Städtischen Altenheim St. Josef ist noch einem Wettbewerb vorbehalten. Die Fahrbahnen am Luise-Kiesselbach-Platz werden wie in der Garmischer Straße durch einen begrünten Mittelstreifen getrennt.

Heckenstallerstraße
In der Heckenstallerstraße wird der Mittlere Ring zwischen Murnauer Straße und Friedrich-Hebbel-Straße / Höglwörther Straße in Tieflage geführt. Dieser Abschnitt kann nach dem Neubau der Fuß- und Radwegbrücke am Grabbeweg ebenerdig überquert werden. Im östlichen Teil der Heckenstallerstraße (Abschnitt E) verläuft der Verkehr künftig vollständig im Tunnel. Ein Park von rund 27.500 m² steht dann den Anwohnerinnen und Anwohnern für Spiel, Freizeit und Erholung zur Verfügung.

Heckenstallerpark
Der Tunnelpark wird auf ganzer Länge von zwei Elementen bestimmt:
Der Promenade auf der Nordseite und dem Weidenfilter auf der Südseite des Parks, die jeweils zu den Wohngebäuden hin von einem Rad- und Fußweg begleitet werden.
Nach Süden öffnet sich die Promenade über eine Sitzmauer zum Park. Sie ist locker mit Bäumen überstellt. Niedrige Hecken begrenzen die zehn Meter breite Promenade nach Norden und bilden Raumstrukturen, in denen Sitzbänke es ermöglichen, sich in der Sonne oder im Schatten der Bäume auszuruhen und die Aktivitäten auf der großen Spielwiese zu verfolgen.
Der zentrale Parkbereich wird von offenen Spiel- und Liegewiesen geprägt, die am Rand von Baumgruppen überstellt sind. In der Mitte befindet sich, räumlich voneinander abgesetzt, ein vielfältiges Spielangebot für Jugendliche, Schul- und Kleinkinder. In der westlichen Teilfläche entsteht ein Streetballfeld. Zwischen der Jugendspielfläche und dem Kinderspiel spannt sich ein Unterstand mit integrierter Sitzbank. Die Hauptattraktion des Kinderspielbereichs bildet ein Kletterparcours mit Balancierbalken, Hängebrücke und einem 5 Meter hohem Kletterturm. Eine drei Meter hohe Boulderwand ergänzt das Angebot. Durch Sitzmauern vom Parcours getrennt, werden für Kleinkinder u.a. ein Spielhaus mit niedriger Doppelrutsche und Kletternetz, Sandbagger und Backtische angeordnet. Mehrere Nischen bieten Sitzmöglichkeiten für die Eltern.

Visualisierungen und Pläne

Visualisierungen: form 3d, München