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Der Luise-Kiesselbach-Platz


Orts- und identitätsstiftend: Der Gänseliesl-Brunnen steht wieder an Ort und Stelle  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Orts- und identitätsstiftend: Der Gänseliesl-Brunnen steht wieder an Ort und ...
© Baureferat

Herzstück zwischen den Tunneln

Wie durch Schlagadern pulsiert der Verkehr durch die Tunnel unter dem Luise-Kiesselbach-Platz. Hier ist die Autobahn A  95 München/Garmisch-Partenkirchen jeweils mit einem Seitentunnel an den Haupttunnel nach Norden und den Heckenstallertunnel nach Osten angeschlossen. Vor dem Tunnelbau ließen die rund 120.000 Fahrzeuge pro Tag nur schmale Rasenflächen übrig. Heute sind es – gemäß Verkehrsprognose zum Planfeststellungsbeschluss – an diesem wichtigen Verkehrsknotenpunkt zirka 40.000 Kraftfahrzeuge pro Tag.

1,7 Hektar Platz für eine urbane Begrünung: Die Oberfläche des Luise-Kiesselbach-Platzes wurde im Rahmen eines Bürgerdialoges eigenständig geplant  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Die Oberfläche des Platzes wurde im Rahmen eines Bürgerdialoges eigenständig ...
© Latz + Partner

Bürgerdialog zur Oberflächengestaltung

Durch den Tunnelbau konnten die Fahrbahnen an der Oberfläche so reduziert werden, dass eine zirka 1,7 Hektar große zusammenhängende Fläche entstand. Von Anfang an war vorgesehen, dass die Gestaltung des Luise-Kiesselbach-Platzes außerhalb des Projektes Mittlerer Ring Südwest eigenständig geplant werden soll.

Das Baureferat hat hierfür – einem Stadtratsantrag folgend – einen Bürgerdialog durchgeführt. Die Veranstaltungen stießen auf außerordentlich großes Interesse. Favorisiert wurde eine zentrale 5.500 Quadratmeter großen Rasenfläche mit Bäumen und blütenreichen Wiesen. Freies Spiel, Picknick und Sport sind ebenso möglich, wie temporäre Märkte und Veranstaltungen auf der multifunktionalen, 2.000 Quadratmeter großen Schotterrasenfläche. Diese Begrünung lässt auch nach erfolgter Überprüfung der prognostizierten Lärmbelastung weitere Gestaltungs-Optionen offen.

Nach Norden und Westen wird der Platz durch Baumreihen aus Winterlinden und Platanen gefasst, ergänzt durch blühende Großsträucher. Der Blick auf das markante Portal des Seniorenheims St. Josef bleibt frei. Der Baumbestand im Nordosten und entlang des Max-Seidl-Wegs bleibt erhalten – ebenso wie zwei frühere Fixpunkte auf dem Platz: Die beiden orts- und identitätsstiftenden Brunnen „Gänseliesl“ und „Junges Leben“ wurden aus dem zehn Jahre währenden „Tunnelbau-Schlaf“ geholt und wieder unter den Bäumen an der Ostseite integriert. Seit Sommer 2018 kann auch der Luise-Kiesselbach-Platz genutzt werden.