Top
Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Neubepflasterung Fußgängerzone


Pflaster "to go" für die Fußgängerzone

Bewegtes Bauen: Die Neubepflasterung der Fußgängerzone erfolgte durch ein innovatives System. Kleine Baufelder sorgten für einen störungsarmen Ablauf.

Das neue Pflaster in der Fußgängerzone ist Teil des Umsetzungskonzeptes zu „40 Jahre Münchner Fußgängerzone – Optimierung der Barrierefreiheit“ und geht auf den Beschluss des Bauausschusses vom 12. März 2013 zurück. Der Stadtrat beauftragte daraufhin das Baureferat mit der Durchführung.

Im Jahr 2014 stand die Erneuerung des Pflasters in der Kaufinger und in der Neuhauser Straße an. Hierbei fand ein neuartiges System Anwendung, das in dieser Art und Weise bisher einzigartig ist. Die Pflasterarbeiten wurden nämlich nicht als Ganzes, sondern mithilfe einer Wanderbaustelle durchgeführt, die sich aus kleinräumigen, in der Regel fortlaufenden, räumlich entzerrten Baufeldern zusammensetzte. Diese wurden im Vorfeld von Planungsseite festgelegt, der Bauablauf wochengenau getimt.
Diese Vorgehensweise bot ein Höchstmaß an Flexibilität, da die Bauabschnitte im Bedarfsfall jederzeit veränderbar sind. Die Größe eines Baufeldes betrug zwischen 100 und 300 Quadratmeter.

Die aktiven Arbeiten dauerten pro Fläche eine Woche; eine weitere Woche benötigte der Belag, um auszuhärten. Jede der Flächen konnte demnach in jeweils zwei Wochen komplett fertiggestellt werden. Dabei hatte die weitgehend ungestörte Erreichbarkeit von Geschäften, Gaststätten, Büros usw. oberste Priorität. Der Zugang musste zu jeder Zeit gewährleistet sein. Die Beeinträchtigungen für die Anwohner während der Baumaßnahmen galt es so gering wie möglich zu halten. Während der gesamten Pflasterungsarbeiten konnten die Durchfahrtsbreiten für Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge immer eingehalten werden, Verkaufsstände wurden nur kleinräumig verlegt.

Zeitrafferfilm

"Pflastern to go" lautet der Titel des Zeitrafferfilms, der das besondere Vorgehen bei der Neubepflasterung der Fußgängerzone dokumentiert. Zu diesem Zweck wurde eine Kamera direkt am Karlstor befestigt, die über rund vier Monate den Ablauf festhielt.

Video Pflaster "to go" Video abspielen

Video Pflaster "to go"