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Kombimüllbehälter für mehr Sauberkeit


Kombimüllbehälter für mehr Sauberkeit, Pressetermin  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Pressetermin mit Oberbürgermeister Dieter Reiter und Hauptabteilungsleiter ...
© Peter Schinzler

Mit integriertem Aschenbecher

Das Baureferat und die Stadtwerke München GmbH wurden vom Stadtrat im Oktober 2019 beauftragt, an 168 U-Bahnabgängen mit vielen achtlos weggeworfenen Zigarettenkippen oder mit einem hohen Fahrgastaufkommen das Kombibehälter-Modell des stadtweit verwendeten Abfallbehälters einzusetzen. Dieser wurde weiterentwickelt und die breite Ringabdeckung um eine speziell gekennzeichnete Einwurföffnung für Zigarettenkippen ergänzt. Somit können Zigaretten an der Ringabdeckung ausgedrückt und im Abfallbehälter entsorgt oder direkt in den Ascher eingeworfen und so umweltfreundlich entsorgt werden. Die Kombibehälter werden in den U-Bahnabgängen in Kürze im Zuge des jährlich stattfindenden Frühjahrsputzes des Baureferates aufgestellt. „Ich freue mich, dass es endlich gelungen ist, die seit langem geforderten Mülleimer mit integrierten Aschenbechern zu realisieren. Damit erhöhen wir hoffentlich die Bereitschaft bei allen Raucherinnen und Rauchern, die Kippen nicht mehr auf den Boden, sondern in die Aschenbecher zu werfen. Das würde dem Stadtbild gut tun und davon hätten alle etwas“, sagt Oberbürgermeister Dieter Reiter.

Mit dem Beschluss vom Oktober 2019 wurden dem Stadtrat die Ergebnisse des Testbetriebs von Aschenbechern an U-Bahnabgängen vorgestellt. Demnach hatten Aschenbecher ohne Kombination mit Abfallbehältern keine Verhaltensänderung der Bürgerinnen und Bürger zur Folge. Die Öffnungen für Zigarettenkippen waren mit Müll verstopft, die Verunreinigung des Umfeldes der U-Bahnabgänge durch Zigarettenkippen hat sich nicht verändert. Erst das zusätzliche Aufstellen eines Abfallbehälters bzw. eines Kombibehälters brachte einen besseren Effekt. Noch günstigere Ergebnisse scheiterten im Testlauf an einer mangelnden Akzeptanz der Raucherinnen und Raucher.

„Der Testbetrieb mit Kombibehältern hat allerdings gezeigt, dass langfristig mit einer steigenden Akzeptanz dieser Abfallbehälter mit integriertem Aschenbecher zu rechnen ist“, erklärt Horst Schiller. Das Baureferat hat deshalb dem Stadtrat am 3. März 2020 in einer Beschlussvorlage vorgeschlagen, die Kombibehälter auch in Bereichen des öffentlichen Straßenraums mit Aufenthaltsfunktion und einer großen Verunreinigung durch Zigarettenkippen aufzustellen, zum Beispiel am Marienplatz, dem Rindermarkt oder in der Sendlinger Straße im Bereich der Sitzgelegenheiten. In einem ersten Schritt sollen zirka 150 neue Kombibehälter aufgestellt oder vorhandene Abfallbehälter ersetzt werden. In Abhängigkeit der Akzeptanz der Aschenbecher wird die Anzahl der Kombibehälter im Anschluss daran weiter erhöht.