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U-Bahn-Bau


Münchner U-Bahn-Bau im Wandel der Zeit

Seit dem Jahr 1998 ist das Baureferat für den U-Bahn-Bau zuständig. Doch U-Bahnhöfe sind nicht allein Ingenieurbauwerke. Ihre Gestaltung ist zugleich Ausdruck des Zeitpunktes ihrer Entstehung. So begibt man sich bei einer Fahrt mit der Münchner U-Bahn gleichsam auf eine Zeitreise durch die U-Bahn-Architektur. Eine interessante Entwicklung schlug das Baureferat mit der Generation der „Kunst-Bahnhöfe“ ein.

Schon in den siebziger Jahren, als der Rotkreuzplatz ans U-Bahnnetz angebunden wurde, war sich der Stadtrat darüber einig, dass die U-Bahn bis nach Moosach verlängert werden sollte. 1989 wurde dann endlich der endgültige Trassenverlauf beschlossen: Verlängerung der U1 vom Rotkreuzplatz bis zum OEZ, und Fortsetzung der Olympialinie U3 über das OEZ bis zur S-Bahn in Moosach. Die Station OEZ wurde damit zum Kreuzungsbahnhof. Den Anfang machte hierbei 2003 die Verlängerung der U1 zum Georg-Brauchle-Ring, abgeschlossen wurde das Projekt 2010 mit der Eröffnung des U-Bahnhofes in Moosach. Diese Station ist der 100. U-Bahnhof der Stadt.
Die Verlängerung der U6 nach Garching-Forschungszentrum im Jahr 2006 stellt eine Besonderheit dar. Die Stadt Garching als Bauherrin der beiden damals neu entstandenen U-Bahnhöfe Garching-Hochbrück und Garching-Forschungszentrum beauftragte das Baureferat mit Planung und Gesamtgestaltung.

Ornament des Künstlers Rudolf Herz  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Der Münchner Künstler Rudolf Herz gestaltete in Zusammenarbeit mit Hans ...

Die U-Bahnhöfe Oberwiesenfeld und Olympia-Einkaufszentrum

Der 2007 fertiggestellte U-Bahnhof Oberwiesenfeld zählt zu den Münchner "Kunst-Bahnhöfen" und erschließt ein Gebiet mit hohem Potenzial an Arbeitsplätzen in attraktiver Lage. Baubeginn der knapp zwei Kilometer langen Tunnelstrecke und des Bahnhofes war im Juni 2001. Eine bauliche Besonderheit ist die Lichtführung im Bahnhof: 15 pyramidenförmige Lichtschächte beleuchten mit viel Tageslicht den 120 Meter langen Bahnsteig.
Der ebenfalls 2007 fertig gestellte Kreuzungsbahnhof der Linien U1 und U3 am Olympia-Einkaufszentrum sorgte für eine weitere Erschließung des Münchner Nordens mit neuen Verbindungs- und Umsteigemöglichkeiten.
Der dreigeschossige Bahnhof mit Sperrengeschossen, Bahnsteighalle U1 und Bahnsteighalle U3 ist in Schlitzwand-Deckelbauweise gebaut worden. Diese Baumethode ist beim Münchner U-Bahn-Bau Standard, denn sie ermöglicht unter anderem große, stützenfreie Räume und eine gute Übersichtlichkeit. Die zentrale Schalterhalle zeichnet sich durch eine architektonische Besonderheit aus: mit einer Spannweite von über 17 Metern ist sie die größte freitragende Stahlbetondecke im Münchner U-Bahn-Bau. Ein weiteres Novum im Münchner U-Bahn-Bau ist die unterirdische Bike & Ride-Anlage mit rund 400 Fahrrad-Stellplätzen.
 Für den Ausbau dieser U-Bahn-Maßnahme bis Olympia-Einkaufzentrum investierte die Stadt gemeinsam mit der Bundesregierung und dem Freistaat rund 182,80 Millionen Euro. Die genehmigten Kosten konnten eingehalten werden.

U-Bahnhof Moosacher St.-Martins-Platz  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Masayuki Akiyoshis verkleidete beide Bahnsteigwände des U-Bahnhofs Moosacher ...

Die U-Bahnhöfe Moosacher St. Martins Platz und Moosach

Die architektonisch, bautechnisch und künstlerisch meisterhaften U-Bahnhöfe sorgen für eine ausgezeichnete Innenstadt-Anbindung des Münchner Nordwestens. Beide Bahnhöfe sind zweigeschossig, siebeneinhalb Meter hoch und stützenfrei. In die Bahnsteighallen dringt natürliches Licht über Glasoberlichter, die im Brandfall auch zur Entrauchung dienen. Eine Besonderheit, die es nur hier gibt: Gläserne Aufzüge transportieren Fahrgäste durch die Oberlichter an die Oberfläche.

Mit der Endstation der U3 in Moosach wurde der neue zwei Kilometer lange Bauabschnitt zwischen Olympia-Einkaufszentrum und Moosach abgeschlossen und der 100. Bahnhof des Münchner U-Bahnnetzes eröffnet. Die Anbindung an das S-Bahnnetz und die Innenstadt wertet den Münchner Nordwesten entscheidend auf.
Unter den Gleisen der S- und Bundesbahn die Schalterhalle zu errichten war eine bautechnische Herausforderung, die aber mit einer verstärkten Decke glückte. Pendlern steht die zweigeschossige Park+Ride-Anlage mit 282 PKW-Stellplätzen zur Verfügung.

U-Bahnhöfe 1997 - 2010  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Dokumentation der "Kunst-U-Bahnhöfe"

Zur Eröffnung des 100. U-Bahnhofs in Moosach entstand eine Dokumentation der zwischen 1997 und 2010 fertiggestellten „Kunst-U-Bahnhöfe“.
Diese Dokumentation können Sie käuflich gegen eine Schutzgebühr von 5 Euro erwerben.
 

Verkaufstellen:
 

Stadt-Information im Rathaus
Marienplatz 8
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Telefon: 089 22 23 24
Montag bis Freitag: 10 bis 20 Uhr, Samstag 10 bis 16 Uhr
 

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