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Bildungscampus und Sportpark Freiham


Realisierungswettbewerb

Ende Oktober 2014 wurde der Realisierungswettbewerb für den Neubau des Bildungscampus Freiham und des Sportparks Freiham im 22. Stadtbezirk Aubing-Lochhausen-Langwied entschieden.
Das Preisgericht unter Vorsitz von Prof. Herbert Meyer-Sternberg bewertete in der ersten Preisgerichtssitzung am 11.07.2014 alle 38 Lösungsvorschläge und ließ 12 Bewerberteams zur Teilnahme an der zweiten Phase zu. Dabei gab das Preisgericht auch Hinweise zur weiteren Ausarbeitung der Konzepte. In der zweiten Preisgerichtssitzung am 23. und 24.10.2014 wurden 12 Lösungsvorschläge vorgelegt und bewertet.

Konkret handelt es sich um folgende Projekte:

Bildungscampus Freiham

  • Neubau einer fünfzügigen Grundschule mit Doppelsporthalle
  • Neubau eines Förder- und Kompetenzzentrums mit 19 Klassen
  • Neubau einer fünfzügigen Realschule
  • Neubau eines sechszügigen Gymnasiums


Sportpark Freiham

  • Neubau von drei Dreifach-Sporthallen, eine davon als geschlossene Sportarena mit 2.000 Zuschauerplätzen
  • Neubau eines Schulschwimmbades, von Mehrzweckräumen und eines Vereinsheimes mit Gaststätte
  • Neubau einer Freisportanlage mit Betriebsgebäude
  • Neubau einer Kletter- und Boulder-Sportanlage

1. Preis Bildungscampus Freiham

Nach ausführlicher Diskussion und Beurteilung wurden in der Preisgerichtssitzung zur 2. Wettbewerbsphase am 23./24.10.2014 die verbliebenen Beiträge des Realisierungswettbewerbes bewertet. Das Preisgericht beschloss einstimmig, anstatt einer Anerkennung und eines 1. bis 4. Preises zwei gleichbe­rechtigte Anerkennungen sowie eine gleichberechtigte Preisgruppe, bestehend aus drei Arbeiten, die noch einmal überarbeitet werden sollten, zu benennen.

Die überarbeiteten Wettbewerbsbeiträge wurden am 06.02.2015 eingereicht. Im Anschluss wurden diese analog der Kriterien des Wettbewerbs einer erneuten Prüfung unterzogen. Das Gremium zur Bewertung der überarbeiteten Wettbewerbsbeiträge hat in seiner Sitzung vom 27.02.2015 einvernehmlich die Arbeit von

felix schürmann ellen dettinger architekten, München
mit Keller Damm Roser Landschaftsplaner Stadtplaner GmbH, München

zur weiteren Bearbeitung empfohlen. Der Bildungsausschuss des Stadtrates der Landeshauptstadt München folgte dieser Empfehlung.

1. Preis Sportpark Freiham

Der 1. Preis wurde vom Preisgericht einstimmig an die Teilnehmergemeinschaft

Georg Scheel Wetzel Architekten, Berlin
Lützow 7 C. Müller J. Wehberg Garten- und Landschaftsarchitekten, Berlin vergeben.

Hintergrund des Wettbewerbs

Der Münchner Stadtrat beauftragte am 2. Oktober 2013 das Baureferat, die Auslobung des Wettbewerbes für den Neubau des Bildungscampus Freiham und des Sportparks Freiham vorzubereiten. Außer der Grundschule an der Aubinger Allee und der Grundschule am Quartierszentrum, die beide derzeit geplant werden, finden alle weiteren benötigten Schulen auf dem Bildungscampus Platz. Parallel zur Rahmenplanung hat das Referat für Bildung und Sport im Februar 2013 einen Beteiligungsworkshop für den Bildungscampus Freiham durchgeführt. Die Ergebnisse flossen in die Auslobung des Wettbewerbs ein.

Ablauf des Wettbewerbs

Der Wettbewerb wurde als nicht-offener, zweiphasiger Realisierungswettbewerb gemäß RPW 2008 (Richtlinien für Planungswettbewerbe) mit vorgeschaltetem EU-offenen Bewerbungs- und Auswahlverfahren durchgeführt. Insgesamt haben sich 70 Teams aus Architekturbüros und Landschaftsarchitekturbüros beworben, aus denen 30 Teams für die Teilnahme ausgewählt wurden. Darüber hinaus wurden zehn Teams als gesetzte Teilnehmer zugeladen. Von den eingegangenen 38 Beiträgen der ersten Phase wählte das Preisgericht 12 Arbeiten zur weiteren Bearbeitung in der zweiten Phase aus. Hier wurden die zuvor entwickelten Konzepte vertieft und konkrete räumliche Lösungen für die einzelnen Schulen, Sportbauten und Freianlagen entwickelt.

Aufgabenstellung

Im Wettbewerb waren Lösungen zu entwickeln, wie der Bildungscampus und der Sportpark Freiham in das Gesamtkonzept des neu entstehenden Stadtteiles Freiham eingefügt und in das Netz der öffentlichen Grünflächen integriert werden können. Es soll ein Bildungscampus entstehen, der die vier unterschiedlichen Schultypen auf dem Campusgelände so anordnet, dass sie sowohl zueinander als auch zu den öffentlichen Freiflächen in einem räumlichen Zusammenhang stehen und die gemeinschaftlichen Einrichtungen wie Bibliothek und Mensa von allen Schulen genutzt werden können. Dies soll den Austausch zwischen den Schülerinnen und Schülern auf dem Campus in einem gemeinsamen Umfeld fördern.

Ziel der Grünflächenausgestaltung ist es, die angrenzenden Bereiche (Stadtteilzentrum im Osten, Sportpark und Landschaftspark im Westen und Wohnpark im Norden) durchgängig miteinander zu verbinden und gleichzeitig attraktive Aufenthaltsflächen für schulische und öffentliche Nutzungen zu schaffen.

Darüber hinaus realisiert die Stadt mit dem Bildungscampus Freiham erstmals ein Bauprojekt, das allen Schülerinnen und Schülern – auch mit unterschiedlichsten Formen von Behinderungen – gerecht wird. Der Bildungscampus Freiham soll damit als Modell für künftige Schulneubauten und -umbauten dienen. Grundlage ist der Aktionsplan „München wird inklusiv“; in diesem Rahmen hat sich die Landeshauptstadt München verpflichtet, die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen.

Für den Sportpark Freiham war gefordert, neben den Einrichtungen des Schulsportes auch Angebote für den Breitensport zu schaffen – so z.B. eine Dreifachsporthalle mit einer Tribüne für 2.000 Personen. Dabei sollen die Sportstätten funktional von öffentlichen Grünflächen getrennt sein. Zugleich soll eine hohe Durchlässigkeit für den Fußgänger- und Radverkehr gewährleistet werden und der Sportpark fließend in den Landschaftspark übergehen.