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Wettbewerb Landschaftspark Freiham


Konzeptwettbewerb entschieden

Ende Oktober 2016 wurde die erste Stufe des landschafts- und freiraumplanerischen Wettbewerbs für den Landschaftspark Freiham entschieden. Gegenstand der ersten Wettbewerbsstufe, des „Konzeptwettbewerbs“, war der Entwurf eines grundlegenden landschafts- und freiraumplanerischen Gestaltungskonzeptes für den Landschaftspark.

Wettbewerbsverfahren mit prozessbegleitender Bürgerbeteiligung

Am 1. März 2016 beauftragte der Münchner Stadtrat das Baureferat, einen landschafts- und freiraumplanerischen Wettbewerb in zwei Stufen für den Landschaftspark Freiham auszuloben. Gegenstand der ersten Wettbewerbsstufe war der Entwurf eines Gesamtkonzeptes für den Landschaftspark Freiham. Dieser wird Ausmaße von zirka zwei Kilometern in der Länge und 200 bis 400 Meter in der Breite haben: zwischen der A 99 im Westen, der künftigen Siedlungsgrenze im Osten, der S-Bahnlinie München-Geltendorf im Norden und der Bodenseestraße im Süden.

Gegenstand der zweiten Stufe ist der Realisierungswettbewerb für den zirka 20 Hektar umfassenden ersten Bauabschnitt im Süden des Landschaftsparks; er wird voraussichtlich Ende Juni 2017 entschieden.

Auf Vorschlag des Baureferates hat der Stadtrat bereits im November 2014 entschieden, das Wettbewerbsverfahren für den Landschaftspark mit einer prozessbegleitenden Bürgerbeteiligung zu verknüpfen, um eine größtmögliche Akzeptanz der Planungen zu schaffen und sowohl der stadtweiten Bedeutung des Landschaftsparks, als auch dem Umstand, dass das Neubauviertel Freiham erst in den kommenden Jahren entstehen wird, Rechnung zu tragen. Das zweistufige Vorgehen ermöglicht überdies, die Bürgerbeteiligung nicht nur im Vorfeld und nach Abschluss der beiden Wettbewerbe (Konzeptstufe und Realisierungsstufe) durchzuführen, sondern zusätzlich zwischen den beiden Stufen eine Phase der Bürgerbeteiligung durchzuführen. Ziel ist es, einerseits die gesamte interessierte Öffentlichkeit einzubinden und zu informieren und andererseits eine Gruppe von Münchnerinnen und Münchnern zusammenzustellen, die stellvertretend für die künftige Bewohnerschaft an verschiedenen Planungsdialogen mitwirken soll. So werden vor Start der zweiten Wettbewerbsstufe in einem moderierten Dialog mit der Bürgergruppe die prämierten Arbeiten vorgestellt, diskutiert und Empfehlungen für die Weiterbearbeitung abgegeben.

Aufgabenstellung

Am westlichen Rand des in Freiham entstehenden Wohngebiets soll der Landschaftspark auf einer Fläche von etwa 58 Hektar für die angrenzenden Stadtquartiere und -bezirke die Freiflächenversorgung übernehmen. Er dient der Naherholung sowie aktiver Freizeitgestaltung. Darüber hinaus wird er, wie alle anderen großen Münchner Parks, eine überörtliche Anziehungskraft entfalten und gezielt auch aus weiter entfernten Stadtquartieren und den Nachbargemeinden aufgesucht werden.

Die Stadt München hat eine bekannte Tradition der Parkentwicklung, obwohl sie heute eine der am dichtesten bebauten Großstädte Deutschlands ist. Der neue Landschaftspark Freiham soll diese Tradition fortsetzen und unter funktionalen, gestalterischen und ökologischen Gesichtspunkten zu einem zukunftsweisenden Landschaftspark entwickelt werden.

Ziel ist die Entwicklung eines Landschaftsparks, der die an ihn gestellten Nutzungsansprüche in einem schlüssigen landschaftsarchitektonischen Gestaltungskonzept vereint. Die Bürger wünschen sich eine natürliche und lebendige Gestaltung des Parks.

Gefordert war ein Gesamtkonzept der Gestaltung und Nutzung des Landschaftsparks mit Grünstrukturen und Vegetationselementen, Spiel- und Erholungsangeboten, einem zweckmäßigen Wegenetz sowie der Anbindung an die umliegenden bebauten und unbebauten Bereiche.

Entscheidung des Preisgerichts

Zur ersten Wettbewerbsstufe - dem Konzeptwettbewerb - hat das Baureferat acht Landschaftsarchitekturbüros geladen und weitere 30 Teilnehmer über ein vorgeschaltetes Bewerbungsverfahren bestimmt; 28 Arbeiten wurden schließlich eingereicht. Unter dem Vorsitz von Professor Gerd Aufmkolk beurteilte das Preisgericht, bestehend aus Baureferentin Rosemarie Hingerl, externen Fachleuten und Vertretern der Stadtratsfraktionen sowie des Bezirksausschusses 22 die eingereichten Arbeiten und wählte eine Preisgruppe von sechs Arbeiten, die mit gleichwertigen Preisen prämiert wurden, für die Teilnahme an der zweiten Wettbewerbsstufe aus. Diese sind in alphabetischer Reihenfolge:

Hager Partner AG, Zürich;

hutterreimann Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin;

KLA kiparlandschaftsarchitekten GmbH, Duisburg;

Lützow 7 C. Müller J. Wehberg, Berlin;

realgrün Landschaftsarchitekten, München;

Franz Reschke Landschaftsarchitektur, Berlin

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis des Konzeptwettbewerbes. Jede der sechs ausgewählten Arbeiten bietet hohes Potential für die weitere Entwicklung im Verfahren“, erklärt Baureferentin Rosemarie Hingerl.