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Wettbewerb Landschaftspark Freiham


Lützow 7 C. Müller J. Wehberg

Garten und Landschaftsarchitekten
Prof. Cornelia Müller, Landschaftsarchitektin
Jahn Wehberg, Dipl. Ing., Landschaftsarchitekt
Lützowplatz 7, 10785 Berlin

Mitarbeit

M. Sc. Carolina Keller
Dipl. Ing. Kristin Keßler
Dipl. Ing. Tim Hagenhoff

Bewertung der Jury

Der Entwurf generiert eine Dramaturgie aus unterschiedlichen Raumfolgen (offene Räume, geschlossene Räume) von Süd nach Nord. Der Lärmschutzwall wird durch einen dichten Gehölzgürtel abgepflanzt und es entsteht ein grünes Rückgrat für den Park. Als Pendant zum grünen Rückgrat wird der Park zur Stadtkante hin durch ein grünes Band gefasst, was auf zwei Ebenen zwischen Stadt und Parkfläche vermittelt. Im direkten Anschluss zur städtebaulichen Kante wird ein grüner Filter ausgebildet, der durch lockere Gehölzpflanzung bestanden ist. Auf einer darunter liegenden Ebene werden vielfältige wohnungsnahe Freiraumnutzungen angeboten.

Zur linearen Topographie des Lärmschutzwalls werden punktuell Kontrapunkte gesetzt, die besondere Nutzung aufnehmen, wie z.B. die vier verschiedenen Aussichtspunkte, die Blicke über den Lärmschutzwall ermöglichen und barrierefrei erschlossen sind.

positive Aspekte:

  • Erschließungssystem mit kleinen Punkten hilft, das komplexe Nutzungsprogramm auf die Fläche zu bringen. Das Erschließungssystem besteht aus Wegen unterschiedlicher Hierarchie. Ein Promenadenweg erschließt den Park auf schnellem Weg und definiert klare Eingangsbereiche im Norden und Süden. Ein Serpentinenweg lädt zum Flanieren ein und eröffnet immer wieder überraschende Blicke in den Park. Darüber hinaus sind ein Haupt- und ein Nebenradweg vorgesehen. Die Freihamer Allee wird fortgeführt und mündet in einen kleinen Platz. Die intensiveren Nutzungen werden punktuell an Kreuzungspunkten des Wegesystems im Park verteilt.
  • Es liegt ein differenziertes Konzept für die Vegetationsstrukturen mit Biotopvernetzung und die Leitbaumarten vor.
  • Das Konzept bietet Räume unterschiedlicher Qualität und Nutzungen an. Wie z.B. Flächen für Urban Gardening, Spiel- und Liegewiesen, Kleingartenanlagen, welche sich gut in die Parkstrukturen einfügen und eine hohe Aufenthaltsqualität bieten.
  • Intensivere Freiraumnutzungen werden am Fuß des Walles und am Sportcampus konzentriert.
  • Bei Großzügigkeit der Gesamtkomposition gute Differenzierung im Detail.

Kritikpunkte:

  • Kritisch gesehen wird der See mit Café und Veranstaltungsplatz hinsichtlich Pflege, Wirtschaftlichkeit und Erschließung.
  • Fehlender Lärmschutz an der Kleingartenanlage.