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Klenzesteg


Wettbewerbsverfahren entschieden

Am 25. Oktober 2013 wurde der Realisierungswettbewerb für den Neubau der Fuß- und Radwegbrücke über die Isar auf Höhe der Klenzestraße entschieden.

Aufgabenstellung

Der sogenannte Klenzesteg soll den westlichen mit dem östlichen Deich des Isarufers verbinden und eine attraktive Wegebeziehung zwischen den Stadtbezirken Au-Haidhausen und Ludwig-/Isarvorstadt zur Innenstadt schaffen. Der neue Übergang bindet zudem die dicht bebauten Wohngebiete im Glockenbachviertel besser an die neu gestalteten Freiräume am Isarufer an. Die Errichtung des Steges wurde erstmals am 13. Juli 2011 in einer gemeinsamen Stadtratssitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Bauordnung und des Bauausschusses behandelt und der grundsätzliche Bedarf bestätigt. Ebenso wurde in dieser Sitzung eine gemeinsame Einwohnerversammlung der Bezirksausschüsse Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt und Au-Haidhausen angeregt, um die Nutzungsanforderungen an den Steg zu diskutieren. Die Einwohnerversammlung fand am 28. September 2011 statt. Dabei wurde deutlich, dass die Bürgerinnen und Bürger beider Stadtbezirke mehrheitlich den Steg befürworten. Die Ergebnisse der Einwohnerversammlung sind in den Auslobungstext eingeflossen.

In einer zweiten gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Bauordnung und des Bauausschusses am 07. November 2012 wurde der Auslobungstext genehmigt und das Baureferat beauftragt, einen einstufigen, nicht offenen Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren zum Neubau der Fuß- und Radwegbrücke auszuloben. Daraufhin hat das Baureferat das Wettbewerbsverfahren vorbereitet.

Die Aufforderung zur Bewerbung an der Teilnahme des Wettbewerbs gemäß RPW 2008 erfolgte EU-weit am 15. März 2013. Von den eingegangenen 81 Bewerbungen wurden 10 Teilnehmer-Teams ausgewählt und zusammen mit 5 bereits zuvor gesetzten Teilnehmer-Teams zum Wettbewerb geladen. Von den 15 geladenen Teams aus Architekten, Bauingenieuren und Landschaftsarchitekten reichten 14 Teams Planungsunterlagen ein.

Lageplan: Planungsbereich (JPG, 1560 KB)

Entscheidung des Preisgerichtes

Das Preisgericht unter dem Vorsitz von Prof. Fritz Auer kam zu folgenden Entscheidungen:

1. Preis

Architektur:
hoe architects, München (Dipl. Arch. Jürgen Hermann)
Tragwerksplanung:
schlaich bergermann und partner – sbp gmbh, Stuttgart (Dipl.-Ing. Andreas Keil)
Landschaftsarchitektur:
lohrer.hochrein landschaftsarchitekten, München (Dipl.-Ing. (FH) Ursula Hochrein)

Entwurf des 1. Preisträgers

1. Preis

Architektur:
Christoph Mayr Architekten, München (Dipl.-Ing. Christoph Mayr)
Tragwerksplanung:
Prof. Dr. Ing. Oliver Englhardt & structures, München mit B&C Associati und IT Bergmeister
Landschaftsarchitektur:
terrain: Architekten und Landschaftsarchitekten, München (Landschaftsarchitekt Klaus Loenhart)

Entwurf des 1. Preisträgers
 

Anerkennung

Architektur:
Adam Architekten GbR, München (Dipl.-Ing. Peter Grad)
Tragwerksplanung:
Grad Ingenieurplanungen, Ingolstadt (Dr. Ing. Thomas Gollwitzer)
Landschaftsarchitektur:
TALLAVANIA Landschaftsarchitekten, Oberschleißheim (Dipl.-Ing. (FH) Arnold Tallavania)

Anerkennung

Architektur: Firmhofer + Günther Architekten, München (Dipl.-Ing. (FH) Marcus Firmhofer, Dipl.-Ing. (FH) Fabian Günther)
Tragwerksplanung: Dipl.-Ing. Erhard Kargel, Linz, ABES Wagner & Partner ZT-GmbH, Graz (Dipl.-Ing. Johann Wagner)
Landschaftsarchitektur:
grünfabrik Landschaftsarchitekten, Altdorf (Dipl.-Ing. (TU) Daniela Bücking)

Empfehlung des Preisgerichts und Ausblick

Das Preisgericht empfiehlt der Ausloberin, dass die beiden Preisträger ihre jeweiligen Konzepte auf die im Preisgericht gestellten Fragen hin nachvollziehbar überprüfen und detailliert belegen. Hierbei sollen die beiden Preisträger aufgefordert werden, ihre Kosten plausibel zu belegen.

Baureferentin Rosemarie Hingerl: „Mit der Entscheidung für zwei erste Preisträger bringt das Preisgericht zum Ausdruck, dass hier zwei Arbeiten im Wettbewerb die Aufgabenstellung „Klenzesteg“ zwar in sehr unterschiedlicher Weise, aber in beiden Fällen mit sehr hoher Qualität gelöst haben. Um dem Stadtrat und der vorgeschalteten Bürgerbeteiligung eine belastbare Entscheidungsgrundlage liefern zu können, müssen die im Preisgericht zu beiden Arbeiten aufgeworfenen Fragestellungen geklärt werden. Dazu werden wir dem Stadtrat vorschlagen, uns entsprechend der Empfehlung des Preisgerichtes mit den erforderlichen Überarbeitungen zu beauftragen.“

Ausstellung

Die Arbeiten der Wettbewerbsteilnehmerinnen und Wettbewerbsteilnehmer wurden vom 8. bis zum 22. November 2013 in der Halle des Baureferats ausgestellt.