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Allgemeine Informationen zum Stadtbezirk 16


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Allgemeine Informationen zum Stadtbezirk 16

(Quellen: Statistisches Jahrbuch 2017 und "50 Jahre Münchner Bezirksausschüsse")

Lage des Stadtbezirks
Der 16. Stadtbezirk ist, abgesehen von kleinen Grenzkorrekturen, identisch mit dem ehemaligen 30. Stadtbezirk, der 1947 aus den Stadtvierteln Ramersdorf, Perlach und Waldperlach gebildet wurde.Der Stadtbezirk liegt im Südosten der Stadt und erstreckt sich von der Bahnlinie Ostbahnhof-Unterhaching nach Osten bis zur Stadtgrenze, nach Süden bis zum Fasangarten und im Norden sind die Straßenzüge Rosenheimer Straße, Anzinger Straße, Bad-Schachener-Straße und Heinrich-Wieland-Straße die Grenze zu den Nachbarbezirken (Einzelheiten vgl. Grenzen des Stadtbezirks).

Größe und Einwohner
Mit einer Fläche von 1990 ha steht der 16. Stadtbezirk unter den 25 Stadtbezirken an 6. Stelle, mit 114.478 (31.12.2017) Einwohnern ist er mit Abstand der größte Stadtbezirk. Vergleicht man die Zahl der Einwohner mit früheren Werten, so zeigt sich, daß der Stadtteil zu den am raschesten gewachsenen in München gehört. Vor dem Krieg gab es in diesem Stadtteil nur rund 20.000 Einwohner, 1950 zählte man 28.000, aber schon 1961 war die Einwohnerzahl auf 41.000 angestiegen und durch den Bau von Neuperlach stieg die Einwohnerzahl auf mehr als 108.000 im Jahre 2013.

Entsprechend seiner Größe sind im Stadtbezirk breite soziale Schichten anzutreffen. Gemessen am städtischen Durchschnitt sind Haushalte mit Kindern überrepräsentiert und die Altersstruktur wird von jüngeren und mittleren Altersgruppen geprägt, trotzdem ist aber in Teilen von Ramersdorf eine deutliche Überalterung festzustellen. Der Anteil der Ausländer liegt mit 33% (31.12.2017) über dem städtischen Durchschnitt (vgl. Statistiken über den Stadtbezirk).

Arbeitsplätze, Infrastruktur
Im Stadtbezirk gibt es ca. 44.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, davon entfallen etwas weniger als die Hälfte auf Neuperlach. Die Mehrzahl der Arbeitsplätze entfällt auf elektrotechnische und metallverarbeitende Betriebe, Forschung und Technologie, Verwaltung und Dienstleistung, Druckereien, Leder-, Textil- und Bekleidungsgewerbe sowie auf viele Großhandels- und Baufirmen.

Im kirchlichen, sozialen, sportlichen und schulischen Bereich gibt es in Ramersdorf / Perlach eine Vielfalt und Fülle von Einrichtungen und Aktivitäten, außerdem gibt es im gesamten Stadtbezirk ein ausgeprägtes Vereinsleben, ein Kino gibt es allerdings im ganzen Stadtbezirk nicht. (vgl. die Einträge unter  Sozialdaten,  Öffentliche Einrichtungen  und  Vereine).

Probleme
Trotz der positiven Aussage über die Infrastruktur des Stadtbezirks, dürfen Mängel und Versäumnisse nicht verschwiegen werden. Der Bezirksausschuß beschäftigt sich zum Teil schon seit Jahren mit den Problemen, die nachstehend kurz dargestellt sind.

Bürgerhaus
Als die "Entlastungsstadt" Neuperlach gebaut wurde, stand bereits fest, daß im Zentrum dieses neuen Stadtteils ein "Bürgerhaus" stehen soll, doch leider wurde es nicht gleich in den Anfangsjahren gebaut und als der Ruf nach diesem Bürgerhaus immer lauter wurde, gab und gibt es Schwierigkeiten mit der Finanzierung. Dabei ist es unstrittig, daß für einen so großen Stadtbezirk wie Ramersdorf-Perlach ein Bürgerhaus für die Soziokultur und als Gemeindemittelpunkt absolut notwendig ist. Nach einem Jahre anhaltenden Wechselbad von Versprechungen und Absagen, Hoffnungen und Enttäuschungen gab es dann aber doch einen ersten Schritt in die Zukunft: im Dezember 2001 wurde mit dem Kulturhaus am Hanns-Seidelplatz die Vorläufereinrichtung für das Bürgerhaus eröffnet. Auch wenn noch vieles fehlt, was zu einem Bürgerhaus gehört, gibt es nun mitten im Stadtbezirk einen Platz für Veranstaltungen aller Art. Aber es ist ein Provisorium und der Bezirksausschuß wird nicht müde werden, den Stadtrat und die Landeshauptstadt München immer wieder darauf hinzuweisen, daß sie den Bürgerinnen und Bürgern des Stadtbezirks im Wort stehen, dem vorläufigen Behelf das richtige Bürgerhaus folgen zu lassen. Im Dezember 2018 mußte das "provisorische Kulturhaus" Baumaßnahmen am Hanns-Seidel-Platz weichen. Wiederum hat der Stadtbezirk 16 kein Bürgerhaus. Ein "Nicht-Provisorium" ist allerdings in der Planungsphase.

Dorfkernsanierung Ramersdorf
Viel ist ja rings um die Ramersdorfer Kirche nicht mehr vom alten Dorfkern erhalten, aber das wenige muß erhalten werden. Dabei ist es besonders wichtig, diesen Kern von Ramersdorf aus seiner "Insellage" zu befreien, d.h. durch entsprechend Umgestaltung der Rosenheimer Straße und der Führichstraße wieder mit dem übrigen Ramersdorf zu verbinden. Es genügt dem BA 16 nicht, daß schon vor einigen Jahren zur Lösung des Problems sehr gute und überzeugende Planungen erstellt wurden, der BA drängt darauf, daß diese Pläne auch realisiert werden.

Dorfkernsanierung Perlach
Hier wurde zwar vor einigen Jahren mit der Umgestaltung des Pfanzeltplatzes und der teilweisen Renaturierung des Hachinger Baches ein wichtiger und richtiger Schritt getan. Aber es fehlt noch immer die entsprechende Sanierung im Bereich der Sebastian-Bauer-Straße.

Verkehrsprobleme
Es ist im Verlauf der letzten Jahre zwar gelungen, große Teile der Wohngebiete des Stadtbezirks als Tempo-30-Zonen auszuweisen, kleinere Bereiche sogar als verkehrsberuhigte Bereiche zu gestalten. Trotzdem gibt es noch immer drängende Verkehrsprobleme im Stadtbezirk, die gelöst werden müssen. Inzwischen liegt zwar der Entwurf des Verkehrskonzepts für den Münchner Osten vor, die dort vorgeschlagenen Lösungen sind aber sowohl im Bezirksausschuß, als auch in der Bevölkerung z.T. sehr umstritten.